⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆


Bewertung: 4,9 / 10 ⭐

 

Nektar: 1/4
Pollen: 1/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Jelitto – LINK

Amazon – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Fritillaria meleagris

Pflanzenfamilie: Liliengewächse

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Blumenbeete, Wildblumenwiese, Unterpflanzung, Uferpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal, hoch

max. Höhe: 35 cm

max. Breite: 20 cm

Blühfarbe: rot, rosa, violett, weiß

Blühzeitraum: April, Mai

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkarm

Feuchteeigenschaften: frisch bis feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)

 

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Sie zählt zu den auffälligsten heimischen Frühjahrsblühern und wurde im Jahr 1993 zur Blume des Jahres in Deutschland gewählt. Trotz ihres hohen Zierwertes ist sie heute in Natur und Garten nur noch selten zu finden.


Alternative Namen und Namensherkunft

Neben der Bezeichnung Schachbrettblume ist die Art auch als Schachblume bekannt. Regional existieren zahlreiche Trivialnamen, darunter:

  • Kiebitzei

  • Kiwitzei

  • Perlhuhntulpe

  • Kukukstulpe

Der botanische Name Fritillaria meleagris verweist auf das charakteristische Muster der Blüte. Meleagris bedeutet „Perlhuhn“ und beschreibt die schachbrettartige Zeichnung der glockenförmigen Blüten sehr treffend.


Natürliches Vorkommen

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist in Mitteleuropa heimisch, in Deutschland jedoch nur noch lückenhaft verbreitet. Typische Standorte sind:

  • feuchte Wiesen

  • Auenlandschaften

  • Flussniederungen

Sie zählt zu den sogenannten Stinsenpflanzen und kommt heute häufig nur noch in alten Parkanlagen oder historischen Wiesen vor. Durch Entwässerung, intensive Nutzung und frühe Mahd sind die Bestände stark zurückgegangen.
Die Art gilt bundesweit als gefährdet und steht auf der Roten Liste.


Giftigkeit und Verwendung

Alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere die Zwiebel. Sie enthält Alkaloide, die zu Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen führen können.

Eine Nutzung als Heil- oder Nahrungspflanze ist nicht bekannt. Die Schachbrettblume wird ausschließlich als Zierpflanze mit ökologischem Mehrwert kultiviert.


Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) im naturnahen Garten

Im naturnahen Garten ist die Schachbrettblume ein echter Blickfang, stellt jedoch klare Standortansprüche. Sie eignet sich vor allem für extensiv gepflegte Bereiche.

Bevorzugte Standortbedingungen:

  • sonnig bis halbschattig

  • humusreicher, nährstoffreicher Boden

  • dauerhaft frisch bis feucht

  • keine Staunässe

Wuchs:

  • Höhe: ca. 30–35 cm

  • Breite: ca. 20 cm

  • zierlicher, lockerer Habitus

Besonders gut entwickelt sich die Pflanze in Bereichen, die im Frühjahr feucht sind und im Sommer langsam abtrocknen. Ideal sind naturhafte Wiesen, Teichränder oder lichte Gehölzsäume.


Verwendung im Garten

Die Schachbrettblume eignet sich besonders für:

  • Wildblumen- und Feuchtwiesen

  • naturnahe Blumenbeete

  • Unterpflanzungen lichter Gehölze

  • Uferzonen von Teichen

Auch eine Kultur im Kübel ist möglich, sofern regelmäßig gegossen wird. Für stark gepflegte Zierbeete ist die Art weniger geeignet.


Schachbrettblume – Schneiden und Pflege

Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Nach der Blüte sollte das Laub vollständig einziehen dürfen, da die Pflanze darüber Nährstoffe in die Zwiebel einlagert.

Grundsätzlich gilt: Stauden sollten über den Winter stehen bleiben. Abgestorbene Pflanzenteile bieten wichtigen Lebensraum für Insekten.
Ein Rückschnitt erfolgt idealerweise erst im stabilen Frühjahr, nicht zu früh.

In Wiesenbereichen sollte eine Mahd frühestens nach dem vollständigen Einziehen der Blätter erfolgen.


Winterhärte

Die Schachbrettblume ist sehr robust und bis etwa -35 °C (USDA-Zone 4) winterhart. Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht erforderlich.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Der ökologische Wert liegt vor allem in der frühen Blütezeit.

  • Nektar: 1/4

  • Pollen: 1/4

Besonders früh fliegende Wildbienen und Hummeln profitieren von der Schachbrettblume, da sie bereits im April Nahrung bietet.


Fazit

Die Schachbrettblume ist eine außergewöhnliche, heimische Frühjahrsstaude mit hohem ökologischem Wert. Sie eignet sich besonders für naturnahe Gärten mit feuchten Standorten und zurückhaltender Pflege.

Wer ihr passende Bedingungen bietet, unterstützt aktiv den Erhalt einer gefährdeten Art.


Schachbrettblume – kaufen

Die Schachbrettblume ist als Zwiebelpflanze gut erhältlich. Pflanzen und Saatgut werden von spezialisierten Gärtnereien angeboten.
Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief. Der Kauf bei regionalen Baumschulen ist empfehlenswert.


Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Schachbrettblume heimisch?
Ja, sie ist in Deutschland heimisch, aber stark zurückgegangen.

Ist Fritillaria meleagris giftig?
Ja, alle Pflanzenteile sind giftig.

Wann blüht die Schachbrettblume?
Von April bis Mai.

Ist sie winterhart?
Ja, sehr gut winterhart.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Heimische Pflanzen wie die Schachbrettblume sind optimal an Klima, Böden und heimische Insekten angepasst.

Sie bieten exakt die Ressourcen, die Wildbienen und andere Arten benötigen, und sind ein wichtiger Baustein für stabile, artenreiche Ökosysteme.