Darstellung eines Bienenstocks

Quelle [Dontworry / CC BY-SA 3.0]

 

 

Sie wird oft als (Nahrungs)Feind betrachtet!

Stimmt das?

 

 

Darstellung einer Honigbiene

Quelle [Fischer.H / CC BY-SA 4.0]

Dieser Punkt gehört nicht direkt zum Insektensterben, es ist mir aber wichtig, die obenstehende Aussage in aller Kürze näher zu betrachten. Wenn die Medien oder diverse andere Kanäle über das Insekten- bzw. Bienensterben berichten, wird leider sehr oft von Bienen im Allgemeinen gesprochen. Hier müsste zwingend zwischen Honigbienen und Wildbienen unterschieden werden. Da Viele mit dem Begriff Bienen ausschließlich die Honigbiene verbinden, entsteht der Eindruck, dass die Honigbienenpopulationen zurückgehen. Folgende Grafik soll das widerlegen.

Darstellung der Anzahl der Bienenvölker in Deutschland
Quelle [ https://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten]

Ein weiterer, dringend zu diskutierender Punkt sind diverse Berichterstattungen, welche die Honigbienen als Ursache für den Rückgang der Wildbienenpopulation sehen. Als Hauptgrund wird hier die Nahrungskonkurrenz genannt. Wie an der Grafik ersichtlich wird, gab es 1992 ca. 1,2 Millionen Honigbienenvölker. Das sind ca. 200.000 mehr als im Jahr 2019. Aufrgund dieser Zahlen entsprechen solche Berichterstattungen nicht der Wahrheit. Der Grund für den Rückgang der Wildbienenpopulationen sind meiner Meinung nach der Verlust an Biodiversität und damit an Lebensraum und Nahrung.

Es kann jedoch sein das vorrangig in Großstädten, wo die Imkerei in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum verzeichnete, die Behauptung zutrifft und die Honigbienen eine Nahrungskonkurrenz für Wildbienen darstellen. Leider versuchen sich auch viele Laien darin Bienen zu züchten, was zu erheblichen Schäden (z.B. Krankheitsübertragungen) führen kann. Am Beispiel von Berlin lässt sich das gut verdeutlichen. Hier hat sich die Anzahl der Honigbienen in den letzten 10 Jahren auf ungefähr 500.000.000 verdreifacht. Einen informativen Artikel (Quelle für diese Zahl), mit weiteren Informationen zu diesem Thema, können Sie auf www.tagesspiegel.de lesen.