⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆
Bewertung: 6,3 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
n.v.
Bezugsquellen* (Samen)
Borago – LINK (Bio-Qualität)
Samen.de – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Calendula officinalis
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Pflanzenart: Blume
Verwendung: Blumenbeete, Balkon- und Terrassenpflanze, Kräutergarten
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 70 cm
max. Breite: 40 cm
Blühfarbe: orange, gelb
Blühzeitraum: Juni – Oktober
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, mäßig nährstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Garten-Ringelblume (Calendula officinalis)
Mit ihren leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten bringt die Garten-Ringelblume über viele Monate Farbe in den Garten. Die unkomplizierte Sommerblume lässt sich leicht aussäen, blüht bis in den Herbst und bietet Wildbienen sowie anderen Insekten Nahrung. Seit Jahrhunderten ist sie außerdem als Heil- und Bauerngartenpflanze bekannt.
Im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder findet Ihr weitere insektenfreundliche Pflanzen. Eine nahe Verwandte ist die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis), die ebenfalls gelb bis orange blüht und sich für sonnige, offene Standorte eignet.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Die Garten-Ringelblume wird meist einfach Ringelblume genannt. Weitere gebräuchliche Namen sind:
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Gemeine Ringelblume
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Gartenringelblume
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Goldblume
Ihr botanischer Name lautet Calendula officinalis.
Der deutsche Name bezieht sich auf die auffällig gebogenen, teilweise ringförmigen Früchte. Die Bezeichnung Calendula wird mit dem lateinischen Wort für den ersten Tag eines Monats in Verbindung gebracht und verweist vermutlich auf die lange Blütezeit.
Der Artname officinalis kennzeichnet Pflanzen, die traditionell in Apotheken und der Heilkunde verwendet wurden.
Natürliches Vorkommen
Die genaue ursprüngliche Herkunft der Garten-Ringelblume ist nicht abschließend geklärt. Ihr Ursprung wird im Mittelmeerraum vermutet. Heute wird sie in zahlreichen Ländern kultiviert und tritt gelegentlich verwildert auf.
In Deutschland gehört sie nicht zur ursprünglich heimischen Wildflora. Außerhalb von Gärten kann sie vorübergehend an offenen, vom Menschen beeinflussten Standorten wachsen.
Dazu gehören:
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Gartenbrachen
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Schutt- und Ruderalflächen
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offene Wegränder
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Ackerränder
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ungenutzte Bodenstellen in Siedlungen
Solche Vorkommen sind häufig unbeständig und gehen auf verwilderte oder ausgesäte Gartenpflanzen zurück.
Die Garten-Ringelblume gilt hierzulande nicht als invasive Art. Eine bundesweite Gefährdungseinstufung wie bei heimischen Wildpflanzen ist für sie nicht sinnvoll.
Verwendung und Giftigkeit
Die Garten-Ringelblume gehört zu den bekanntesten traditionellen Heilpflanzen. Besonders ihre Blüten werden zur Herstellung von Ringelblumensalben, Cremes, Tees und Umschlägen verwendet.
Zubereitungen aus Ringelblumenblüten kommen vor allem bei leichten Hautentzündungen und kleineren oberflächlichen Wunden zum Einsatz. Für medizinische Anwendungen sollten geeignete, geprüfte Präparate verwendet werden.
Auch in der Küche finden die Blüten Verwendung. Die farbigen Zungenblüten können beispielsweise Salate und andere Speisen dekorieren. Dafür sollten ausschließlich sicher bestimmte, unbehandelte Pflanzen genutzt werden.
Die Ringelblume gilt grundsätzlich als nicht giftig. Bei Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler können jedoch allergische Reaktionen auftreten.
Garten-Ringelblume im naturnahen Garten
Die Garten-Ringelblume eignet sich besonders für sonnige Beete, in denen sie zwischen anderen Sommerblumen wachsen darf. Wer einige Samen ausreifen lässt, kann sich häufig auch im folgenden Jahr über neue Pflanzen freuen.
Blüte
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gelb bis orange
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meist Juni bis Oktober
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körbchenförmige Blütenstände
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einfache und gefüllte Sorten erhältlich
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lange Blühdauer bei günstiger Witterung
Die vermeintlich einzelne Blüte besteht aus zahlreichen kleinen Einzelblüten. Für Insekten sind vor allem ungefüllte Sorten interessant, bei denen die Blütenmitte gut zugänglich bleibt.
Standort
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sonnig
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heller Halbschatten möglich
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warm
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möglichst luftig
In voller Sonne blüht die Ringelblume meist besonders reich. Bei zu starker Beschattung lässt die Blütenbildung nach.
Boden
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durchlässig
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mäßig nährstoffreich
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sandig bis lehmig
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mäßig trocken bis frisch
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keine dauerhafte Staunässe
Die Pflanze ist anpassungsfähig und benötigt keinen besonders aufwendig vorbereiteten Boden. Sehr stickstoffreiche Erde kann allerdings das Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördern.
Wuchs
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meist einjährig
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krautiger, verzweigter Wuchs
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etwa 30 bis 70 cm hoch
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ungefähr 20 bis 40 cm breit
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leicht behaarte Blätter und Stängel
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Vermehrung durch Samen
In milden Regionen können einzelne Pflanzen länger überdauern. In Deutschland wird die Garten-Ringelblume jedoch überwiegend als einjährige Sommerblume kultiviert.
Verwendung
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Blumenbeete
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Bauerngärten
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Kräutergärten
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Gemüsebeete
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sonnige Balkonkästen
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größere Pflanzgefäße
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einjährige Blühstreifen
Zwischen Gemüse und anderen Sommerblumen lässt sich die Ringelblume gut integrieren. Auch in naturnahen Pflanzungen kann sie das Blütenangebot ergänzen.
Für die Anlage einer heimischen Wildblumenwiese sollte sie allerdings nicht anstelle standorttypischer Wildpflanzen eingesetzt werden. Hier sind regionale, heimische Arten die bessere Wahl.
Pflege und Rückschnitt
Die Garten-Ringelblume ist ausgesprochen pflegeleicht. An einem sonnigen Standort mit durchlässigem Boden entwickelt sie sich meist ohne größere Eingriffe und bildet über viele Wochen neue Blüten.
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bei längerer Trockenheit gelegentlich gießen
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im Balkonkasten gleichmäßiger mit Wasser versorgen
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auf starke Düngung verzichten
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Verblühtes teilweise entfernen, um die Blüte zu verlängern
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einige Samenstände vollständig ausreifen lassen
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bei Mehltaubefall für ausreichend Luft zwischen den Pflanzen sorgen
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wer verblühte Blütenköpfe entfernt, kann die Bildung weiterer Blüten fördern.
Für die Selbstaussaat sollten jedoch einige Blütenstände stehen bleiben. Nach dem Absterben können trockene Stängel und Samenstände möglichst bis zum Frühjahr im Beet verbleiben. Sie bieten zusätzliche Strukturen für Insekten und schützen den Boden während der kalten Jahreszeit.
Ist die Garten-Ringelblume winterhart?
Die Garten-Ringelblume wird in Deutschland überwiegend einjährig kultiviert. Sie verträgt leichte Fröste, übersteht längere Frostperioden jedoch meist nicht.
In der Literatur werden für Calendula officinalis teils sehr weite USDA-Winterhärtezonen von 2 bis 11 genannt. Diese Angaben beziehen sich vor allem auf mögliche Anbaugebiete und dürfen nicht mit der Frosthärte einer ausdauernden Staude gleichgesetzt werden.
In milden Wintern können einzelne Pflanzen überleben. Verlässlicher ist jedoch die Überwinterung der Samen im Boden. Aus ihnen entstehen im Frühjahr häufig neue Ringelblumen.
Ein Winterschutz für abgestorbene Pflanzen ist deshalb nicht sinnvoll.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Mit Nektar (2/4) und Pollen (2/4) bietet die Garten-Ringelblume ein ergänzendes Nahrungsangebot für verschiedene Blütenbesucher.
An den offenen Blütenköpfchen lassen sich unter anderem beobachten:
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Honigbienen
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verschiedene Wildbienen
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Schwebfliegen
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Schmetterlinge
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blütenbesuchende Käfer
Besonders wertvoll ist ihre lange Blütezeit. Bei günstiger Witterung kann sie bis in den Oktober hinein Nahrung bereitstellen, wenn viele früh blühende Pflanzen bereits verblüht sind.
Für Insekten sind ungefüllte Ringelblumen vorzuziehen. Ihre Blütenmitte bleibt zugänglich, während bei stark gefüllten Sorten das Nahrungsangebot eingeschränkt sein kann.
Da die Garten-Ringelblume nicht heimisch ist, sollte sie im Naturgarten als Ergänzung zu einheimischen Wildpflanzen verstanden werden.
Mehr über die Bedeutung von Nektar und Pollen erfahrt Ihr unter Lebensweise.
Garten-Ringelblume – Samen kaufen
Ringelblumensamen sind im Gartenhandel weit verbreitet. Neben der klassischen orangefarbenen Form werden zahlreiche Sorten mit gelben, cremefarbenen oder gefüllten Blüten angeboten.
Für einen insektenfreundlichen Garten empfiehlt sich Saatgut von einfach blühenden, ungefüllten Ringelblumen. Auch biologisch erzeugtes Saatgut ist erhältlich.
Die Aussaat erfolgt ab April direkt ins Freiland, sobald die Witterung geeignet ist. Die Samen werden etwa ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde gelegt und bis zur Keimung gleichmäßig feucht gehalten.
Wer bereits Ringelblumen im Garten hat, kann reife Samen sammeln und trocken lagern oder die Pflanzen sich selbst aussäen lassen.
FAQ – Häufige Fragen zur Garten-Ringelblume
Wann kann man Garten-Ringelblumen aussäen?
Ab April ist die Direktsaat ins Beet oder in Pflanzgefäße möglich. Bei ungünstiger Witterung empfiehlt es sich, mit der Aussaat etwas zu warten.
Kommt die Ringelblume jedes Jahr wieder?
Häufig ja, allerdings meist durch Selbstaussaat. Die ursprünglichen Pflanzen sterben nach ihrer Vegetationsperiode gewöhnlich ab.
Warum blüht meine Ringelblume nicht?
Mögliche Ursachen sind zu wenig Licht, übermäßige Stickstoffdüngung oder ein dauerhaft zu nasser Standort.
Sind Ringelblumenblüten essbar?
Ja. Die Blütenblätter können beispielsweise Salate dekorieren. Verwendet werden sollten ausschließlich unbehandelte und sicher bestimmte Pflanzen.
Wie gewinnt man Ringelblumensamen?
Die Samenstände bleiben an der Pflanze, bis sie trocken und ausgereift sind. Anschließend lassen sich die gebogenen Samen leicht entnehmen und bis zur nächsten Aussaat aufbewahren.
Lange Blütezeit als Ergänzung zur heimischen Pflanzenvielfalt
Die Garten-Ringelblume zeigt, dass auch nicht heimische Gartenpflanzen einen Beitrag zum Blütenangebot leisten können. Ihre Stärke liegt vor allem darin, über einen langen Zeitraum immer wieder neue Blüten hervorzubringen.
Für einen ökologisch wertvollen Garten reicht ein reiches Nektar- und Pollenangebot allein jedoch nicht aus. Heimische Wildpflanzen sind für viele spezialisierte Insekten unverzichtbar, weil sie neben Nahrung auch geeignete Pflanzen für Eiablage und Larvenentwicklung bereitstellen.
Die beste Lösung ist deshalb eine abwechslungsreiche Bepflanzung: heimische Wildstauden und Gehölze als Grundlage, ergänzt durch ungefüllte Gartenblumen wie die Ringelblume.
So entstehen Blütenangebote über viele Monate, ohne die Bedeutung unserer heimischen Pflanzenwelt aus dem Blick zu verlieren.

















