⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐✨☆☆


Bewertung: 7,8 / 10 ⭐

 

Nektar: 4/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen (Pflanzen)

Bezugsquellen (Samen)

Samen.de – LINK

Borago – LINK (Bio-Qualität)

Amazon – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Borago officinalis

Pflanzenfamilie: Raublattgewächse

Pflanzenart: Kraut

Verwendung: Wildblumenwiese, Nahrungspflanze, Balkon- und Terrassenpflanze, Kräutergarten

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 80 cm

max. Breite: 40 cm

Blühfarbe: blau, violett, rosa

Blühzeitraum: Juni – September

Lebenszyklus: einjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, tonig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht


weitere Eigenschaften

nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Borretsch (Borago officinalis)

 

Der bekannte Borretsch ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Weitere Arten der Raublattgewächse – wie Beinwell oder Natternkopf – findet ihr dort ebenfalls.


Alternative Namen und Namensherkunft

Das Raublattgewächs ist auch unter den Namen Gurkenkraut oder Kukumerkraut bekannt.
Der wissenschaftliche Name lautet Borago officinalis.

Vermutlich stammt „Borretsch“ vom lateinischen borra („rau wie Wolle“) ab – eine Anspielung auf die behaarten Blätter.
Die Bezeichnung Gurkenkraut bezieht sich auf den gurkenähnlichen Geschmack junger Blätter.


Natürliches Vorkommen

Der Borretsch stammt aus Nordafrika sowie Süd- und Osteuropa.
Heute wird er fast in ganz Europa kultiviert und kann lokal verwildern.
In Deutschland existieren unbeständige Vorkommen, jedoch ist die Art hier nicht heimisch und wird in „Rote Liste Zentrum“ nicht geführt.


Verwendung und Giftigkeit

Borago officinalis wird vor allem als Würzkraut genutzt.
Die Blätter eignen sich sparsam verwendet für:

  • Kräuterquark

  • Salate

  • kalte Suppen

  • dekorative Zwecke

Da die Pflanze Pyrrolizidinalkaloide enthält, sollte sie nur in kleinen Mengen verzehrt werden.
Mehr Verzehr kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Die Blüten sind essbar und werden oft als Dekoration genutzt.


Borretsch im Garten

Mit seinen blau-violetten bis rosafarbenen Sternblüten ist der Borretsch eine attraktive, aromatische Bereicherung im naturnahen Garten.

Er bevorzugt:

  • sandige bis tonige, humose Böden

  • mäßig trockene bis mäßig feuchte Bedingungen

  • sonnige bis halbschattige Standorte

Die Pflanzen erreichen etwa 80 cm Höhe und 40 cm Breite.


Standort & Nutzung im Garten

Eine Anwendung eignet sich auf:

  • Wildblumen- bzw. Wildkräuterwiesen

  • Kräutergärten

  • Gemüsebeeten (als Begleitpflanze)

  • Balkon & Terrasse (Topfkultur problemlos)

Trockenheit verträgt das Kraut relativ gut, Staunässe jedoch nicht.


Borretsch – winterhart?

Borago officinalis ist nicht winterhart, denn er gehört zu den einjährigen Pflanzen. Bereits die ersten stärkeren Fröste führen dazu, dass die Pflanze abstirbt.

Allerdings versamt sich das Gurkenkraut sehr zuverlässig selbst. Bleiben einige Pflanzen bis zum Herbst stehen, fällt genügend Saatgut auf den Boden. Dadurch erscheinen im folgenden Frühjahr oft zahlreiche neue Pflanzen – ganz ohne Zutun.

Ein Winterschutz ist daher nicht nötig. Wer eine gezielte Aussaat im Folgejahr wünscht, kann im Herbst zusätzlich etwas Samen ernten und trocken lagern.


Borretsch schneiden

Da die Pflanze einjährig ist, genügt folgendes Vorgehen:

  • Verblühtes abschneiden, um die Blüte anzuregen

  • Für Selbstversamung einige Samenstände stehen lassen

  • Nach dem Absterben im Herbst kann die ganze Pflanze bodennah entfernt werden

Viele Gärtner lassen Borretsch bewusst aussamen, da er im Folgejahr zuverlässig wieder auftaucht.


Nutzen für Wildbienen und weitere Insekten

Hier zeigt das Raublattgewächs seine größte Stärke:
Er ist ein extrem guter Nektarspender – besonders für Hummeln, Honigbienen und Schwebfliegen.

Hinweis:
Da er nicht heimisch ist, bietet sein Pollen nur eingeschränkt Wert für spezialisierte Wildbienen.
Trotzdem ist er im Hochsommer ein wertvoller Beitrag in Gärten, die wenig blütenreiche Stauden besitzen.


Borretsch kaufen

Die Pflanze wird fast ausschließlich als Samen angeboten, da Borretsch einjährig ist.
Samen findet man:

  • im Gartencenter

  • im Baumarkt

  • bei vielen Online-Anbietern

Einige Bezugsquellen stehen im Steckbrief.
Pflanzenkauf ist nicht üblich, da die Kultur aus Samen deutlich sinnvoller ist.


Fazit

Der Borretsch ist eine äußerst insektenfreundliche, pflegeleichte und dekorative Pflanze.
Er eignet sich ideal als Ergänzung zu heimischen Wildstauden und ist im blütenärmeren Hochsommer eine wertvolle Nahrungsquelle.
Optisch attraktiv, gärtnerisch unkompliziert und ökologisch nützlich – eine gute Wahl für naturnahe Gärten.


Häufige Fragen (FAQ)

Ist Borretsch winterhart?
Nein, Borretsch ist einjährig, versamt sich aber zuverlässig selbst.

Ist die Pflanze essbar?
Ja, aber nur in kleinen Mengen wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide.

Wie groß wird Borretsch?
Bis ca. 80 cm hoch und 40 cm breit.

Welchen Standort bevorzugt Borretsch?
Sonne bis Halbschatten, nährstoffreicher Boden, keine Staunässe.

Ist Borretsch gut für Bienen?
Ja – besonders Hummeln und Honigbienen nutzen ihn intensiv.


Bedeutung heimischer Pflanzen

So wertvoll die Pflanze für viele Insekten ist – nur heimische Pflanzen können die gesamte Vielfalt unserer spezialisierten Wildbienenarten fördern.
Diese benötigen Pollen bestimmter heimischer Arten, um ihren Nachwuchs erfolgreich aufzuziehen.
Der ideale Garten kombiniert daher heimische Wildstauden als Grundlage mit ergänzenden, nektarreichen Arten wie z.B. dem Borretsch.