⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨


Bewertung: 9,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 3/4
Pollen: 4/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

n.v.

Bezugsquellen* (Samen)

Naturkräutergarten – LINK

Templiner Kräutergarten – LINK

Amazon – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Taraxacum sect. Ruderalia

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Pflanzenart: Staude, Kraut

Verwendung: Wildblumenwiese, Kräutergarten, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 60 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: gelb

Blühzeitraum: April – Juni

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, tonig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant, stickstoffreich

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)

 

Gewöhnlicher Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Wildpflanzen Europas und prägt im Frühjahr vielerorts ganze Wiesenlandschaften.

Besonders die leuchtend gelben Blüten und der hohe Nutzen für Insekten machen die Pflanze ökologisch wertvoll.

Weitere Korbblütler im Pflanzenfinder sind die Kamille und die Aster, die ebenfalls wichtige Nahrungspflanzen für zahlreiche Bestäuber darstellen.


Alternative Namen und Namensherkunft

Der Gewöhnliche Löwenzahn besitzt eine Vielzahl unterschiedlicher Namen, die teilweise auf seine Wirkung oder sein Aussehen zurückzuführen sind.

Bekannte Bezeichnungen sind:

  • Pusteblume
  • Bettnässer
  • Bettpisser
  • Bettseecher

Am häufigsten wird jedoch schlicht der Begriff Löwenzahn verwendet.

Der botanische Name lautet heute Taraxacum sect. Ruderalia. Früher war vor allem die Bezeichnung Taraxacum officinale verbreitet.

Der deutsche Name geht vermutlich auf die gezackten Blätter der Pflanze zurück, die an die Zähne eines Löwen erinnern.


Natürliches Vorkommen

Der Gewöhnliche Löwenzahn ist in Deutschland und weiten Teilen Europas äußerst verbreitet. Die Pflanze wächst auf unterschiedlichsten Flächen und zählt zu den bekanntesten Wildkräutern überhaupt.

Typische Standorte sind:

  • Wiesen
  • Wegränder
  • Gärten
  • Brachflächen
  • Schutthalden

Die Pflanze bevorzugt:

  • nährstoffreiche Böden
  • sonnige Standorte
  • mäßig feuchte Untergründe

Besonders in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Regionen tritt die Art häufig in größeren Beständen auf.

👉 Die Art gilt nach Rote Liste Zentrum als „nicht gefährdet“.


Verwendung und Giftigkeit

Der Gewöhnliche Löwenzahn gilt als nicht giftig und besitzt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Besonders die essbaren Blätter und Blüten machen die Pflanze vielseitig nutzbar.

Giftigkeit:

  • nicht giftig

Verwendung:

  • Wildkräuterküche
  • Tee
  • Pesto
  • Gelee
  • Salate

Praktisch alle Pflanzenteile können frisch oder verarbeitet verwendet werden. Vor allem junge Blätter finden häufig Verwendung in der Küche.

Trotzdem sollte beim Sammeln Vorsicht gelten, da es zahlreiche ähnlich aussehende gelb blühende Korbblütler gibt.


Gewöhnlicher Löwenzahn – Standort und Verwendung im Garten

Damit sich die Pflanze optimal entwickeln kann, bevorzugt sie nährstoffreiche und nicht zu trockene Standorte. Besonders auf humusreichen und leicht feuchten Böden wächst sie kräftig und ausdauernd.

Standort

  • Sonne bis Halbschatten

Boden

  • sandig, lehmig oder tonig
  • humusreich
  • nährstoffreich
  • wasserdurchlässig

Blüte und Blütezeit

  • leuchtend gelbe Blüten
  • April bis Juni

Die kräftig gelben Korbblüten gehören im Frühjahr zu den wichtigsten Farbakzenten auf vielen Wiesen und liefern zahlreichen Insekten früh im Jahr Nahrung.

Wuchs

  • Höhe: bis ca. 60 cm
  • Breite: bis ca. 30 cm
  • rosettenartig wachsend

Verwendungsmöglichkeiten

  • Wildblumenwiese
  • Wildkräuterwiese
  • Kräutergarten
  • Balkon und Terrasse

Durch seine hohe Anpassungsfähigkeit und Robustheit eignet sich die Pflanze auch gut für naturnahe und pflegeleichte Flächen.


Gewöhnlicher Löwenzahn – Winterhärte (USDA-Zone)

Der Gewöhnliche Löwenzahn gilt als ausgesprochen winterhart und übersteht selbst strenge Fröste problemlos.

  • USDA-Zone: 5
  • winterhart bis etwa −30 °C

Ein zusätzlicher Winterschutz ist bei etablierten Pflanzen normalerweise nicht erforderlich.


Gewöhnlicher Löwenzahn – Nutzen für Bienen bzw. Insekten im Allgemeinen

Für zahlreiche heimische Insektenarten stellt der Gewöhnliche Löwenzahn eine besonders wichtige Nahrungsquelle dar. Vor allem im Frühjahr liefert die Pflanze große Mengen an Nahrung und gehört damit zu den bedeutendsten Frühblühern überhaupt.

  • Nektar: 3/4
  • Pollen: 4/4

Besucher:

  • Wildbienen
  • Honigbienen
  • Hummeln
  • Schmetterlinge

Neben Nektar bietet die Pflanze vor allem sehr viel Pollen und zählt damit zu den wichtigsten Frühjahrsblühern für viele Bestäuberarten.

Laut dem Wildbienenexperten Paul Westrich* gehört der Gewöhnliche Löwenzahn sogar zu den am häufigsten von Wildbienen besuchten Pflanzenarten überhaupt.

Zusätzlich dient die Art zahlreichen Schmetterlingsraupen als Futterpflanze und besitzt dadurch einen besonders hohen ökologischen Wert.


Fazit

Der Gewöhnliche Löwenzahn überzeugt durch seine Robustheit, seine vielseitige Verwendung und seinen enormen Nutzen für zahlreiche Insektenarten. Besonders im Frühjahr zählt die Pflanze zu den wichtigsten heimischen Nahrungsquellen für Bestäuber.


Kaufen

Samen der Pflanze sind bei verschiedenen Wildpflanzen- und Kräuterhändlern erhältlich und lassen sich unkompliziert aussäen. Besonders für naturnahe Flächen und Wildkräuterwiesen eignet sich die Art hervorragend.


FAQ

Ist Gewöhnlicher Löwenzahn bienenfreundlich?
Ja, die Pflanze bietet besonders viel Pollen und zusätzlich Nektar für zahlreiche Insektenarten.

Wann blüht Gewöhnlicher Löwenzahn?
Die Hauptblütezeit liegt meist zwischen April und Juni.

Ist Gewöhnlicher Löwenzahn essbar?
Ja, nahezu alle Pflanzenteile können verwendet werden.

Ist die Pflanze winterhart?
Ja, die Art gilt als sehr frosthart und robust.

Warum gilt Löwenzahn oft als Unkraut?
Die Pflanze breitet sich stark aus und wächst sehr anpassungsfähig auf vielen Flächen.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Heimische Wildpflanzen spielen eine zentrale Rolle für stabile Ökosysteme und fördern die Artenvielfalt nachhaltig. Besonders früh blühende Pflanzen mit hohem Pollenangebot sind für viele Insektenarten unverzichtbar.

  • Förderung der Artenvielfalt
  • Unterstützung heimischer Bestäuber
  • naturnahe Gartengestaltung
  • wichtige Frühjahrsnahrung