Bewertung: sehr gut

 

Nektar: 2
Pollen: 2

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Bezugsquellen* (Samen)

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Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Onopordum acanthium

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Pflanzenart: Staude, Kraut

Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Wildblumenwiese

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 2 m

max. Breite: 1 m

Blühfarbe: rosa, violett

Blühzeitraum: Juli – September

Lebenszyklus: einjährig; zweijährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, kiesig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, stickstoffreich

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


 

Gewöhnliche Eselsdistel (Onopordum acanthium)!

 

Die Gewöhnliche Eselsdistel ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

 

Persönliche Anmerkung

Da Schottland zu meinen Lieblingsländern gehört, mag ich Disteln natürlich noch ein bisschen mehr als andere Wildkräuter.

Denn bei den Schotten ist die Distel Nationalblume. Niemand würde es wagen, eine Distel abzumähen.

Ja sogar in Schlossparks und Gärten werden Disteln gezielt angepflanzt. Und wie sieht es bei uns aus?

Hier werden sie konsequent bekämpft. Und das mit allem was zur Verfügung steht.

 

Bei uns im Garten ist dem nicht so. Hier blühen mit der Ruthenischen Kugeldistel, der Acker-Gänsedistel, der Acker-Kratzdistel,

der Weg-Distel und der Gewöhnlichen Kratzdistel einige Arten.

 

Alternative Namen und Namensherkunft

Die Pflanze wird auch Gemeine Eselsdistel, Krebsdistel, Wolldistel oder Krampfdistel genannt.

Der wissenschaftliche Name lautet „Onopordum acanthium“.

Der deutsche Name geht wahrscheinlich auf den Umstand zurück, dass diese Distelart gern von Eseln verspeist wird.

 

Natürliches Vorkommen

„Onopordum acanthium“ stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie kommt aber vereinzelt fast in ganz Europa vor.

Die bevorzugten Standorte sind Ruderalstellen, Verkehrsinseln, Trockenwiesen und Felder.

Vorraussetzung ist natürlich, sie bleibt von der Landschaftspflege verschont. Auch bei uns hat sie sich in einem Jahr direkt vor

der Haustür von allein angesiedelt und durfte bleiben. Leider ist seitdem kein weiteres Exemplar erschienen.

 

Verwendung und Giftigkeit

Die Eselsdistel ist nicht giftig. Das Gegenteil ist sogar der Fall, denn Teile der Pflanze sind essbar.

Die Blütenböden sollen sich ähnlich wie Artischocken zubereiten lassen.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es unter anderem hier.

 

Die Gewöhnliche Eselsdistel (Onopordum acanthium) im Garten

Wenn sich die Eselsdistel aber so wie bei uns erstmal entfalten darf, dann ist sie wirklich imposant. Sie kann eine Höhe bis zu 3 m erreichen.

Durch ihre rosa-violetten Blüten ist sie dann ein echter Hingucker im Naturgarten.

Die Pflanze wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, sandig-humosen Böden. Sie hat dabei einen recht niedrigen Wasserbedarf.

Am besten gedeiht sie an einem sonnigen Standort.

Eine Anwendung kommt aufgrund dieser Eigenschaften wohl am ehesten auf einem Beet in Frage.

Wer einen Naturgarten hat oder haben möchte, für den ist sie absolut empfehlenswert.

Für Balkone und Terrassen ist sie nicht geeignet. Ihre Wurzel würde einfach in keinen Kübel oder Topf passen.

 

Nutzen für Wildbienen und viele weitere heimische Insektenarten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Wozu diese benötigt werden? Das erfahrt Ihr im Abschnitt Lebensweise.

Kurzum, die Eselsdistel (Onopordum acanthium) ist aufgrund ihres imposanten Aussehens und ihres Nutzens eine echte Alternative.

Eine Alternative zu nicht heimischen, insektenunfreundlichen Pflanzen, die des Öfteren in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zu finden sind.

Ausführliche und weiterführende Informationen zur Pflanze findet Ihr auf Wikipedia.