⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆
Bewertung: 4,9 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 1/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Borago – LINK (Bio-Qualität)
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Levisticum officinale
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Pflanzenart: Kraut, Staude
Verwendung: Blumenbeete, Balkon- und Terrassenpflanze, Kräutergarten
Standort: Sonne
Wasserbedarf: normal, hoch
max. Höhe: 200 cm
max. Breite: 80 cm
Blühfarbe: gelb, grün
Blühzeitraum: Juli – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: mäßig feucht, frisch, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Liebstöckel (Levisticum officinale)
Der Liebstöckel (Levisticum officinale) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere bienenfreundliche Arten aus der Familie der Doldenblütler – etwa Dill oder Wilde Möhre – sind dort ebenfalls zu finden.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Staude ist vor allem unter dem Namen Maggikraut bekannt. Weitere regionale Bezeichnungen sind unter anderem Rübestöckel, Liebstengel, Liebrohr, Lavas oder Nussstock.
Der botanische Name Levisticum officinale verweist auf seine frühere Nutzung als Heilpflanze.
Die Bezeichnung „Maggikraut“ leitet sich vom intensiven, würzigen Duft ab, der stark an die bekannte Würzsoße erinnert.
Natürliches Vorkommen
Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Nahen und Mittleren Osten, vermutlich aus Regionen des heutigen Iran oder Afghanistans.
In Europa ist er eine alte Kulturpflanze, die seit Jahrhunderten in Kloster- und Bauerngärten angebaut wird.
Natürliche Vorkommen gibt es nicht, jedoch treten vereinzelt verwilderte Bestände auf, meist in Siedlungsnähe.
Verwendung und Giftigkeit
Levisticum officinale ist in haushaltsüblichen Mengen nicht giftig.
Vorsicht ist lediglich bei Schwangerschaft oder bestimmten Nierenerkrankungen geboten.
Traditionelle Anwendungen:
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harntreibend
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krampflösend
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schweißtreibend
In der Küche wird Liebstöckel vielseitig eingesetzt:
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als Suppen- und Eintopfgewürz
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für Pesto
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in Kräuterbutter oder Salaten
Liebstöckel im naturnahen Garten
Der Doldenblütler ist robust, langlebig und beeindruckt durch seine Größe.
Mit seinen gelb-grünen Blütendolden ist er nicht nur Nutzpflanze, sondern auch strukturgebend im Garten.
Bevorzugte Bedingungen:
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sonniger Standort
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nährstoffreicher, humoser Boden
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frisch bis mäßig feucht
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gute Durchlässigkeit (keine Staunässe)
Wuchs:
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bis 200 cm Höhe
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bis 80 cm Breite
Verwendung im Garten
Der Liebstöckel eignet sich besonders für:
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Kräutergärten
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naturnahe Staudenbeete
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größere Kübel auf Balkon oder Terrasse
Aufgrund seiner Größe sollte ausreichend Platz eingeplant werden.
In Töpfen ist regelmäßiges Gießen zwingend notwendig.
Schneiden
Ein starker Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Für den Insektenschutz gilt:
-
Stauden über den Winter stehen lassen
-
Stängel dienen Wildbienen und anderen Insekten als Überwinterungsquartier
Empfehlung:
-
Rückschnitt erst im stabilen Frühjahr
-
nicht im Herbst oder zu früh im Jahr schneiden
So wird der ökologische Nutzen der Pflanze deutlich erhöht.
Liebstöckel – winterhart?
Der Liebstöckel ist voll winterhart und der USDA-Winterhärtezone 4 zugeordnet.
Er verträgt Temperaturen bis etwa −30 °C bis −35 °C problemlos.
Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten
Der Doldenblütler ist eine gute Insektenpflanze.
Er bietet:
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Nektar: 2/4
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Pollen: 1/4
Besonders profitieren:
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Wildbienen
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Schwebfliegen
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Käfer
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Schmetterlinge
Für Raupen des Schwalbenschwanzes dient er sogar als Futterpflanze.
Fazit
Der Liebstöckel ist eine vielseitige, langlebige Gartenpflanze mit hohem Nutzwert.
Er verbindet Küchenkräuter, Heilpflanzen-Tradition und ökologischen Nutzen in idealer Weise.
Wer Platz im Garten hat, erhält mit dem Liebstöckel eine robuste Pflanze, die sowohl Menschen als auch Insekten zugutekommt.
Liebstöckel kaufen
Die Staude ist als Pflanze und Saatgut gut erhältlich.
Geeignete Bezugsquellen finden sich im Steckbrief.
Der Kauf bei regionalen Gärtnereien ist empfehlenswert, da die Pflanzen dort meist kräftiger und besser angepasst sind.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Liebstöckel winterhart?
Ja, vollständig winterhart bis etwa −35 °C.
Wie groß wird Liebstöckel?
Bis zu 2 m hoch und etwa 80 cm breit.
Ist Liebstöckel giftig?
Nein, in normalen Mengen ungiftig.
Kann man Liebstöckel im Kübel pflanzen?
Ja, bei ausreichend großem Topf und regelmäßiger Wasserversorgung.
Ist Liebstöckel gut für Insekten?
Ja, insbesondere für Wildbienen und Schmetterlinge.
Ökologische Bedeutung heimischer und etablierter Pflanzen
Auch alte Kulturpflanzen wie diese hier leisten einen wichtigen Beitrag:
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Nahrung für Wildbienen und Bestäuber
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Raupenfutterpflanze
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robuste, langlebige Strukturpflanze
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sinnvoller Ersatz für sterile Zierpflanzen
Naturnahe Gärten profitieren besonders von solchen vielseitigen Arten.














