⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆
Bewertung: 7,7 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
n.v.
Bezugsquellen* (Samen)
Naturgarten-Samen – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Arctium minus
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Pflanzenart: Staude, Kraut
Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Wildblumenwiese
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 200 cm
max. Breite: 100 cm
Blühfarbe: rosa, violett
Blühzeitraum: Juli – Oktober
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, kiesig, sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: stickstoffreich, nährstoffreich, kalkarm
Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Kleine Klette (Arctium minus)
Die Kleine Klette (Arctium minus) zählt zu den heimischen Wildpflanzen mit besonders hohem ökologischem Wert.
Trotz ihres Namens kann sie beeindruckende Ausmaße erreichen und entwickelt sich zu einer markanten Erscheinung auf Wildblumenwiesen, in Naturgärten und an sonnigen Gartenrändern.
Ihre rosa-violetten Blüten werden von zahlreichen Wildbienen, Hummeln und weiteren Insekten besucht. Gleichzeitig bietet die Art mit ihren charakteristischen Fruchtständen einen hohen Wiedererkennungswert.
Weitere Klettenarten wie die Große Klette (siehe hier) oder die Filzklette (siehe hier) findet Ihr ebenfalls im Pflanzenfinder.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Kleine Klette ist auch bekannt als:
- Hain-Klette
- Flaum-Klette
- Auen-Klette
Der wissenschaftliche Name lautet „Arctium minus“.
Die Herkunft des Namens erklärt sich durch die bekannten Fruchtstände.
Diese:
- besitzen kleine Haken
- bleiben leicht an Fell haften
- sorgen für die Verbreitung der Samen
Interessanterweise wird die Art trotz ihres Namens häufig fast ebenso groß wie die Große Klette.
Natürliches Vorkommen
Die heimische Pflanze ist in Deutschland weit verbreitet.
Typische Lebensräume sind:
- Wegränder
- Uferbereiche
- Ödlandflächen
- Ruderalstandorte
- Zäune
- Brachen
👉 Nach Angaben des Rote-Liste-Zentrums gilt die Art deutschlandweit als nicht gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Die Kleine Klette gilt als nicht giftig.
Bereits seit langer Zeit wird sie in der Volksheilkunde verwendet. Traditionell kamen vor allem die Wurzeln zum Einsatz.
Ihr werden unter anderem folgende Eigenschaften zugeschrieben:
- verdauungsfördernd
- harntreibend
- stoffwechselanregend
Junge Pflanzenteile sind zudem essbar und wurden früher gelegentlich als Gemüse genutzt.
Vorsicht ist lediglich bei den Fruchtständen geboten. Die feinen Borsten können Augen und Schleimhäute reizen.
Kleine Klette im naturnahen Garten
Obwohl die Art in vielen Regionen vorkommt, wird sie nur selten gezielt in Gärten gepflanzt. Dabei kann sie mit ihrem imposanten Wuchs und den auffälligen Blütenständen ein echter Blickfang sein.
Blüte
Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober.
Typisch sind:
- rosa Blüten
- violette Blüten
- kugelige Blütenköpfe
- lange Blütezeit
Standort
Ideal sind:
- sonnige Plätze
- helle Halbschattenlagen
- warme Bereiche
- offene Standorte
Boden
Bevorzugt werden:
- steinige Böden
- kiesige Untergründe
- sandige Erde
- lehmige Böden
- humusreiche Standorte
Wichtig ist eine gute Wasserdurchlässigkeit.
Wuchs
Die Art erreicht ungefähr:
- bis zu 200 cm Höhe
- bis zu 100 cm Breite
Der Wuchs wirkt kräftig, aufrecht und ausladend.
Verwendung
Geeignet ist die Pflanze beispielsweise für:
- Wildblumenwiesen
- Naturgärten
- Blumenbeete
- Steingärten
- extensive Gartenbereiche
Für Balkonkästen und Pflanzkübel ist die Art aufgrund ihrer Größe und tiefen Wurzel nur bedingt geeignet.
Kleine Klette – winterhart?
Die Kleine Klette gilt als ausgesprochen robust.
👉 USDA-Zone: 4
Damit verträgt die Pflanze Temperaturen bis ungefähr -34 °C.
Ein zusätzlicher Winterschutz ist normalerweise nicht erforderlich.
Pflege, Rückschnitt und Überwinterung
Die Kleine Klette benötigt nur wenig Pflege und entwickelt sich an geeigneten Standorten meist problemlos.
In der Regel genügen:
- gelegentliche Wassergaben bei längerer Trockenheit
- ein sonniger Standort
- nährstoffreicher Boden
- weitgehender Verzicht auf Düngung
Da die Art meist ein- bis zweijährig wächst, erfolgt die Vermehrung überwiegend über Samen.
Aus ökologischer Sicht sollten abgestorbene Pflanzenteile möglichst bis zum Frühjahr stehen bleiben.
Davon profitieren unter anderem:
- Wildbienen
- Käfer
- Spinnen
- weitere Insektenarten
- samenfressende Vögel
Ein Rückschnitt kann anschließend im stabilen Frühjahr erfolgen.
Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten
Die Blüten stellen über viele Wochen hinweg eine wertvolle Nahrungsquelle dar.
Sie bieten:
- Nektarwert: 3/4
- Pollenwert: 2/4
Zu den regelmäßigen Besuchern gehören:
- Wildbienen
- Hummeln
- Honigbienen
- Schwebfliegen
- Schmetterlinge
Durch die späte Blütezeit trägt die Art dazu bei, Nahrungslücken im Sommer und Frühherbst zu schließen.
Kleine Klette kaufen
Die Kleine Klette wird nur selten als Jungpflanze angeboten.
Samen findet man gelegentlich bei:
- Saatgut-Anbietern
- Wildpflanzen-Shops
- spezialisierten Onlinehändlern
In naturnahen Gärten siedelt sich die Art mit etwas Glück auch von selbst an.
FAQ zur Kleinen Klette
Ist die Kleine Klette bienenfreundlich?
Ja, die Blüten werden regelmäßig von Wildbienen, Hummeln und vielen weiteren Bestäubern besucht.
Ist die Art heimisch?
Ja, sie gehört zur heimischen Flora Deutschlands.
Warum heißt sie Kleine Klette, obwohl sie so groß wird?
Der Name bezieht sich nicht direkt auf die Wuchshöhe. Die Pflanze kann durchaus bis zu zwei Meter hoch werden.
Ist die Kleine Klette winterhart?
Ja, sie gilt als sehr robust und verträgt auch starke Fröste problemlos.
Kann die Pflanze im Kübel wachsen?
Aufgrund ihrer Größe und tiefen Wurzelbildung eignet sie sich nur eingeschränkt für eine dauerhafte Kübelkultur.
Bedeutung heimischer Pflanzenarten
Heimische Wildbienen benötigen ein vielfältiges Angebot an Nektar- und Pollenpflanzen über die gesamte Gartensaison hinweg. Gerade spät blühende Arten wie die Kleine Klette leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.
Wer heimische Wildpflanzen fördert, unterstützt unter anderem:
- Wildbienen
- Hummeln
- Schmetterlinge
- Schwebfliegen
- viele weitere Insektenarten
So entstehen artenreiche Lebensräume, die Nahrung, Schutz und Rückzugsorte für zahlreiche Tiere bieten.















