⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Bewertung: 9,4 / 10 ⭐
Nektar: 4/4
Pollen: 3/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
n.v.
Bezugsquellen* (Samen)
Borago – LINK (Bio-Qualität)
Rühlemann`s – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Melilotus officinalis
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler
Pflanzenart: Kraut Verwendung: Wildblumenwiese, Steingarten, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 150 cm
max. Breite: 80 cm
Blühfarbe: gelb
Blühzeitraum: Juni – September
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig, mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, lehmig, sandig, tonig
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Gelber Steinklee (Melilotus officinalis)
Gelber Steinklee (Melilotus officinalis) gehört zu den wertvollsten heimischen Wildpflanzen für Wildbienen, Hummeln und zahlreiche weitere Insektenarten.
Mit seinen langen gelben Blütentrauben und der außergewöhnlich langen Blütezeit liefert der Gelbe Steinklee über viele Wochen hinweg große Mengen an Nektar und Pollen.
Gleichzeitig ist er robust, trockenheitsverträglich und unkompliziert in der Kultur. Wer eine artenreiche Wildblumenwiese oder einen naturnahen Garten anlegen möchte, kommt am Gelben Steinklee kaum vorbei.
Gemeinsam mit Arten wie dem Weißen Steinklee oder der Esparsette zählt er zu den besten Nahrungspflanzen für zahlreiche Bestäuber.
Wer weitere insektenfreundliche Pflanzen entdecken möchte, findet im Pflanzenfinder für Wildbienenpflanzen zahlreiche geeignete Arten für Garten, Balkon und Wildblumenwiese.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Der Gelbe Steinklee wird auch als:
- Gewöhnlicher Steinklee
- Echter Steinklee
- Honigklee
- Steinklee
bezeichnet.
Der botanische Name lautet Melilotus officinalis.
Der Name „Steinklee“ verweist auf die Fähigkeit der Pflanze, auch auf steinigen und nährstoffarmen Standorten erfolgreich zu wachsen. Das Artepitheton officinalis kennzeichnet traditionelle Heilpflanzen und deutet auf die frühere medizinische Verwendung hin.
Natürliches Vorkommen
Der Gelbe Steinklee ist in weiten Teilen Europas heimisch und kommt auch in Deutschland nahezu flächendeckend vor.
Typische Standorte sind:
- Weg- und Ackerränder
- Bahndämme
- Schuttplätze
- Steinbrüche
- Trockenrasen
- Uferbereiche
Der Gelbe Steinklee bevorzugt offene und sonnige Lebensräume und gehört vielerorts zu den charakteristischen Pflanzen extensiv genutzter Flächen.
Nach Angaben des Rote-Liste-Zentrums gilt die Art deutschlandweit als ungefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Der Gelbe Steinklee wurde bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt.
Anwendungsgebiete waren unter anderem:
- Venenschwäche
- schwere Beine
- Schwellungen
- Erkältungsbeschwerden
Auch heute werden Inhaltsstoffe des Gelben Steinklees noch in verschiedenen Präparaten verwendet.
Der Gelbe Steinklee gilt als nicht stark giftig. Wie bei vielen Heilpflanzen sollten größere Mengen jedoch nicht ohne entsprechendes Fachwissen verwendet werden.
Gelber Steinklee im naturnahen Garten
Der Gelbe Steinklee gehört zu den Pflanzen, die in naturnahen Gärten deutlich häufiger Verwendung finden sollten. Während viele moderne Zierpflanzen kaum einen Nutzen für Insekten besitzen, entwickelt sich der Gelbe Steinklee während seiner Blütezeit zu einer regelrechten Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber.
Blüte
Die Blütezeit des Gelben Steinklees reicht von Juni bis September.
Typisch sind:
- lange gelbe Blütentrauben
- zahlreiche Einzelblüten
- lange Blühdauer
- angenehmer Duft
Durch die Vielzahl der Blüten entsteht über viele Wochen hinweg ein auffälliger gelber Blühaspekt.
Standort
Geeignet sind:
- sonnige Standorte
- halbschattige Bereiche
An vollsonnigen Plätzen entwickelt der Gelbe Steinklee meist die größte Blütenfülle.
Boden
Der Gelbe Steinklee bevorzugt:
- sandige Böden
- lehmige Böden
- tonige Böden
- steinige Standorte
- kalkhaltige Untergründe
Die Böden dürfen gern eher trocken als dauerhaft feucht sein.
Wuchs
Der Gelbe Steinklee erreicht:
- bis zu 150 cm Höhe
- bis zu 80 cm Breite
Der Wuchs wirkt locker und natürlich. Besonders auf Wildblumenflächen oder extensiv gepflegten Bereichen kommt die Pflanze hervorragend zur Geltung.
Verwendung
Der Gelbe Steinklee eignet sich besonders für:
- Wildblumenwiesen
- Wildstaudenbeete
- Naturgärten
- Steingärten
- Böschungen
Auch eine Kultur in größeren Kübeln ist grundsätzlich möglich.
Pflege und Rückschnitt
Der Gelbe Steinklee zählt zu den pflegeleichtesten heimischen Wildpflanzen.
Wichtige Pflegemaßnahmen beschränken sich meist auf:
- gelegentliches Gießen während längerer Trockenphasen nach der Aussaat
- Verzicht auf starke Düngung
- Entfernung stark konkurrenzfähiger Beikräuter in der Jugendphase
Ist der Gelbe Steinklee einmal etabliert, kommt er in der Regel problemlos mit trockenen Bedingungen zurecht.
Rückschnitt
Wer die Selbstaussaat fördern möchte, sollte die Samenstände möglichst lange an der Pflanze belassen.
Aus Gründen des Insektenschutzes empfiehlt es sich, abgestorbene Stängel und Samenstände erst im stabilen Frühjahr zurückzuschneiden. Sie dienen zahlreichen Insekten als Überwinterungs- und Rückzugsort.
Ist Gelber Steinklee winterhart?
Da der Gelbe Steinklee in großen Teilen Europas heimisch ist, gilt er als sehr frostverträglich.
Die Art wird überwiegend der USDA-Winterhärtezone 4 zugeordnet und verträgt Temperaturen von bis zu -34 °C.
Ein zusätzlicher Winterschutz ist normalerweise nicht erforderlich.
Gelber Steinklee für Wildbienen und andere Insekten
Mit einem Nektarwert von 4/4 und einem Pollenwert von 3/4 gehört der Gelbe Steinklee zu den besten heimischen Insektenpflanzen überhaupt.
Die Blüten werden unter anderem besucht von:
- Wildbienen
- Honigbienen
- Hummeln
- Schwebfliegen
- Schmetterlingen
Vor allem während der Sommermonate stellt der Gelbe Steinklee eine wichtige Nahrungsquelle dar. Durch die lange Blütezeit und die große Anzahl an Einzelblüten kann die Pflanze über viele Wochen hinweg Nektar und Pollen bereitstellen.
Für artenreiche Wildblumenwiesen gehört der Gelbe Steinklee deshalb zu den wichtigsten Arten überhaupt.
Gelber Steinklee kaufen
Pflanzen werden vergleichsweise selten angeboten, Saatgut des Gelben Steinklees ist dagegen gut verfügbar.
Insbesondere Anbieter für:
- Wildpflanzensamen
- Regiosaatgut
- Wildblumenmischungen
führen die Art regelmäßig im Sortiment.
Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief.
Der Kauf bei regionalen Saatgutproduzenten ist oft sinnvoll, da die Pflanzen an die Bedingungen der jeweiligen Region angepasst sind.
FAQ
Ist Gelber Steinklee heimisch?
Ja, der Gelbe Steinklee gehört zur heimischen Flora Deutschlands und ist vielerorts weit verbreitet.
Warum gilt Gelber Steinklee als so wertvolle Bienenpflanze?
Mit einem Nektarwert von 4/4 und einem Pollenwert von 3/4 zählt er zu den besten heimischen Nahrungspflanzen für zahlreiche Bestäuber.
Ist Gelber Steinklee winterhart?
Ja, die Pflanze ist sehr frostverträglich und benötigt normalerweise keinen zusätzlichen Winterschutz.
Kann die Pflanze Trockenheit vertragen?
Nach dem Anwachsen kommt sie meist sehr gut mit trockenen Standorten zurecht.
Eignet sich die Art für Wildblumenwiesen?
Ja, sie gehört zu den wichtigsten Arten naturnaher Wildblumen- und Wildkräuterwiesen.
Bedeutung heimischer Pflanzenarten
Heimische Wildpflanzen bilden die Grundlage vieler funktionierender Ökosysteme. Sie haben sich über lange Zeiträume gemeinsam mit heimischen Insekten, Vögeln und anderen Tierarten entwickelt und erfüllen deshalb oft eine deutlich größere ökologische Funktion als viele exotische Zierpflanzen.
Der Gelbe Steinklee ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Durch seine lange Blütezeit und sein außergewöhnlich hohes Nahrungsangebot unterstützt er zahlreiche Insektenarten über einen großen Teil des Sommers hinweg. Gleichzeitig zeigt er, dass ökologisch wertvolle Pflanzen auch optisch überzeugen können.
Wer heimische Wildpflanzen in den Garten integriert, schafft nicht nur attraktive Blühflächen, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.















