⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆


Bewertung: 7,4 / 10 ⭐

 

Nektar: 3
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Bezugsquellen* (Samen)

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Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Vicia sativa

Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler

Pflanzenart: Kraut, Kletterpflanze

Verwendung: Kletterpflanze, Wildblumenwiese, Hangbepflanzung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 80 cm

max. Breite: 50 cm

Blühfarbe: rosa, violett

Blühzeitraum: März, April und August – Oktober

Lebenszyklus: einjährig; zweijährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Futterwicke (Vicia sativa)

 

Die Futterwicke (Vicia sativa) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere Arten der Gattung Vicia, wie die Zaun-Wicke oder die Zottige Wicke, findet ihr hier.


Alternative Namen und Namensherkunft

Weitere Bezeichnungen sind:
Acker-Wicke, Saat-Wicke, Echte Futterwicke, Sommerwicke, Gewöhnliche Futter-Wicke.
Der wissenschaftliche Name lautet Vicia sativa.
Die Herkunft des Namens „Wicke“ ist unklar.
„Futter-“ verweist auf die historische Nutzung als Viehfutter und Gründüngung.


Natürliches Vorkommen (heimisch)

Vicia sativa ist in Deutschland heimisch und weit verbreitet, wenn auch oft nur unbeständig.
Typische Standorte:

  • Wegränder

  • Wiesen

  • Ruderalstellen

  • offene, nährstoffreiche Bereiche

Eine Übersicht der Vorkommen in Deutschland findet ihr auf Floraweb.
Nach „Rote Liste Zentrum“ ist sie nicht bewertet, da stabile, natürliche Bestände schwer nachzuweisen sind.


Giftigkeit und Verwendung

Die Futterwicke ist nicht stark giftig, jedoch:

  • Samen = schwach giftig (Vorsicht bei Kindern und Haustieren)

Verwendung:

  • Gründüngung

  • Futterpflanze

  • Bestandteil ökologischer Blühmischungen


Futterwicke (Vicia sativa) im naturnahen Garten

Vicia sativa wird häufig als „Unkraut“ übersehen, ist jedoch eine attraktive heimische Kletterpflanze.
Ihre rosa- bis lilafarbenen Blüten erscheinen im Frühjahr (März/April) und erneut im Spätsommer/Herbst.

Bevorzugter Standort:

  • sonnig bis halbschattig

  • nährstoffreich, humos

  • mäßig feucht, aber durchlässig

Wuchshöhe bis 80 cm, Breite bis 50 cm, je nach Standort.

Auch eine Kultur im Topf/Kübel ist problemlos möglich.


Winterhärte

Die Futterwicke ist ein- bis zweijährig und daher nicht winterhart.
Sie überdauert ausschließlich über Selbstaussaat.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Die Futterwicke ist eine wertvolle Insektenpflanze:

  • liefert Nektar und Pollen

  • beliebt bei Wildbienen, Hummeln, Honigbienen

  • Futterpflanze für Raupen einiger Tagfalterarten

  • sehr lange und zweiphasige Blütezeit


Futterwicke kaufen

Als Wildkraut ist Vicia sativa selten als Pflanze erhältlich, aber als Samen gut verfügbar.
Bezugsquellen findet ihr im Steckbrief.

Tipp: Für Wildpflanzen lohnt oft der Blick in regionale Staudengärtnereien, die besser an lokale Bedingungen angepasste Pflanzen anbieten.


Fazit

Die Futterwicke (Vicia sativa) ist eine unterschätzte, aber äußerst wertvolle heimische Pflanze.
Mit zwei Blühphasen, attraktiven Blüten und hoher Bedeutung für Insekten bietet sie ökologische Vorteile, die viele Zierpflanzen nicht leisten.
Ideal für naturnahe Gärten, Wiesen und artenreiche Säume.


Häufige Fragen (FAQ) zur Futterwicke

Ist die Futterwicke heimisch?
Ja, sie ist in Deutschland heimisch.

Wann blüht die Futterwicke?
Eine Besonderheit: Sie blüht zweimal — im März/April und noch einmal von August bis Oktober.

Wie groß wird Vicia sativa?
Bis ca. 80 cm hoch und 50 cm breit.

Ist die Futterwicke winterhart?
Nein, sie ist ein- bis zweijährig und überdauert nur über Selbstaussaat.

Ist die Pflanze giftig?
Nur die Samen sind schwach giftig. Der Rest der Pflanze gilt als nicht stark giftig.

Für welche Standorte eignet sie sich?
Sonnige bis halbschattige, nährstoffreiche und leicht feuchte Standorte.


Bedeutung heimischer Pflanzen für die Ökologie

Heimische Pflanzen wie die Futterwicke bilden die Grundlage für unsere Biodiversität.
Sie bieten Nahrung und Lebensraum für spezialisierte Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insekten, die auf diese Arten angewiesen sind.
Im Gegensatz zu vielen exotischen Zierpflanzen liefern sie verwertbaren Pollen und Nektar und fördern ein stabiles, funktionierendes Gartenökosystem.