⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 2
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzen Für Dich – LINK

Pötschke – LINK

Bezugsquellen* (Samen)


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Potentilla fruticosa

Pflanzenfamilie: Rosengewächse

Pflanzenart: (Klein)Strauch

Verwendung: Heckenpflanze, Einzelstellung, Unterpflanzung, Bodendecker

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal

max. Höhe: 1,5 m

max. Breite: 1,3 m

Blühfarbe: gelb

Blühzeitraum: Juni – Oktober

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkarm

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Fingerstrauch (Potentilla fructicosa)

 

Der Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere eher kleinwüchsige Sträucher, wie etwa die Schweizer Weide oder den Mönchspfeffer, findet Ihr ebenfalls dort.


Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Der Fingerstrauch wird auch Strauch-Fingerkraut oder Fünffingerstrauch genannt.
Der wissenschaftliche Name lautet Potentilla fruticosa.

Seinen deutschen Namen verdankt er den fünfteiligen, fingerartig angeordneten Blättern, die an eine ausgestreckte Hand erinnern.


Natürliches Vorkommen

Potentilla fruticosa ist bei uns nicht heimisch.
Er stammt ursprünglich aus den Bergen und Gebirgsregionen Europas und Asiens, z.B. aus:

  • Spanien und Frankreich (Pyrenäen, Seealpen)

  • Italien

  • Großbritannien und Irland

  • Schweden

  • Bulgarien

In Deutschland existieren lediglich unbeständige Vorkommen, meist verwilderte Gartenpflanzen.


Verwendung und Giftigkeit

Der Fingerstrauch gilt als nicht giftig, sowohl für Menschen als auch Tiere.
Im Gegensatz zu einigen Arten des Fingerkrauts spielt er in der Heilmedizin keine nennenswerte Rolle.

Er wird nahezu ausschließlich als Zierpflanze verwendet – in Parks, Vorgärten und öffentlichen Pflanzflächen.


Fingerstrauch (Potentilla fructicosa) im Garten

Potentilla fruticosa ist in Städten, öffentlichen Anlagen oder Parkplätzen sehr häufig zu sehen – und das aus gutem Grund:
Er gilt als extrem robust, pflegeleicht und liefert über viele Monate reichlich gelbe Blüten.

Auch im Garten kann der Strauch überzeugen.
Er wächst bevorzugt auf humosen, nährstoffreichen Böden und kommt mit Sonne bis Halbschatten gut aus.

Der Boden sollte durchlässig sein – Staunässe wird nur schlecht vertragen.
Kurze Trockenphasen übersteht die Pflanze problemlos.

Wuchs:

  • Höhe: bis ca. 1,5 m

  • Breite: bis ca. 1,3–1,4 m

  • Wuchsform: dicht, buschig, gut schnittverträglich

Geeignete Anwendungen im Garten:

  • Heckenpflanze

  • Einzelstellung

  • Bodendecker / Flächenbegrünung

  • Unterpflanzung größerer Sträucher

Für Balkon und Terrasse ist der Strauch aufgrund seiner Größe nicht geeignet.


Fingerstrauch – winterhart?

Der Fingerstrauch ist extrem winterhart:
Er wird der USDA-Klimazone 1 zugeordnet und verträgt Temperaturen bis –45 °C.

Ein Winterschutz ist somit nicht erforderlich, selbst in rauen Lagen.


Nutzen für Wildbienen und weitere Insektenarten

Potentilla fruticosa bietet während seiner langen Blütezeit von Juni bis Oktober zuverlässig Nektar und Pollen.

Er wird von zahlreichen Insekten besucht, u.a.:

  • Wildbienen

  • Honigbienen

  • Schwebfliegen

  • Käfern

Gerade in Zeiten, in denen andere Sträucher kaum blühen, stellt der Fingerstrauch eine wertvolle Nahrungsquelle dar.


Fingerstrauch kaufen

Der Fingerstrauch gehört zu den häufigsten Ziersträuchern im Handel.
Viele große Online-Pflanzenhändler führen ihn regelmäßig im Sortiment.
Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief oben.

Auch Baumärkte und Gartencenter bieten die Art saisonal an.

Wie immer gilt:
Regionale Baumschulen sollten bevorzugt werden, da die Pflanzen dort oft robuster und besser an die lokalen Bedingungen angepasst sind.

Eine Übersicht zu regionalen Staudengärtnereien findet Ihr über den entsprechenden Link im Steckbrief.


Fazit: Fingerstrauch – pflegeleicht, langlebig und lange blühend

Potentilla fruticosa vereint mehrere Vorteile:
Er ist extrem robust, über Monate blühwillig, sehr pflegeleicht und für viele Insekten ein wertvoller Spättrachtstrauch.

Auch wenn er nicht heimisch ist, besitzt er einen durchaus guten ökologischen Wert – deutlich höher als viele sterile, übliche Ziersträucher in deutschen Gärten.


Häufige Fragen (FAQ) zum Fingerstrauch

Ist der Fingerstrauch heimisch?
Nein. Er stammt aus Gebirgsregionen Europas und Asiens.

Wann blüht Potentilla fruticosa?
Von Juni bis Oktober.

Wie groß wird der Fingerstrauch?
Bis ca. 1,5 m hoch und 1,3–1,4 m breit.

Ist der Fingerstrauch winterhart?
Ja, extrem – bis etwa –45 °C (USDA-Zone 1).

Ist die Pflanze giftig?
Nein, sie gilt als nicht giftig.

Für welche Standorte eignet sich der Fingerstrauch?
Sonnige bis halbschattige, durchlässige, humose und nährstoffreiche Standorte.

Eignet sich der Strauch für den Balkon?
Nein, er wird dafür zu groß.


Ökologische Bedeutung heimischer Wildpflanzen

Auch wenn der Fingerstrauch selbst nicht heimisch ist, zeigen heimische Wildpflanzen im Vergleich meist einen höheren ökologischen Nutzen.
Sie bieten spezialisierten Wildbienen, Schmetterlingen und Käfern gezielt Nahrung und Lebensräume, da sie seit Jahrtausenden aneinander angepasst sind.

Heimische Arten:

  • unterstützen komplexe Nahrungsketten

  • fördern Artenvielfalt

  • sind an lokale Böden und Klima optimal angepasst

  • bieten verwertbaren Nektar und Pollen für spezialisierte Insekten

Wer seinem Garten langfristig ökologischen Wert verleihen möchte, sollte daher heimische Pflanzen bevorzugen – ergänzt durch einige robuste nicht-heimische Arten wie den z.B. Fingerstrauch.