⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,4 / 10 ⭐

 

Nektar: 3
Pollen: 1

Bezugsquellen* (Pflanzen)

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Bezugsquellen* (Samen)

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Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Perovskia atriplicifolia

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Pflanzenart: Halbstrauch

Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Balkon- und Terrassenpflanze, Hangbepflanzung, Dachbegrünung

Standort: Sonne

Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent

max. Höhe: 150 cm

max. Breite: 100 cm

Blühfarbe: blau, violett

Blühzeitraum: Juli – Oktober

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, kiesig, steinig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalkhaltig, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Blauraute (Perovskia atriplicifolia)

 

Die Blauraute (Perovskia atriplicifolia), auch bekannt als Russischer Salbei, ist eine trockenheitsresistente Staude aus der Familie der Lippenblütler.
Im Pflanzenfinder für Wildbienen zählt sie zu den späten Blühern, die bis in den Herbst hinein Nahrung für Insekten bieten.

Weitere attraktive Lippenblütler wie der Steppensalbei (Salvia nemorosa) oder der Lavendel ergänzen das Nahrungsangebot perfekt.


Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Die Pflanze ist unter verschiedenen Namen bekannt – unter anderem als Silber-Perowskie, Russischer Salbei, Sibirischer Lavendel oder Silberstrauch.
Der wissenschaftliche Name Perovskia atriplicifolia ehrt den russischen General Vasilij Perovskij, nach dem die Gattung benannt wurde.

Der volkstümliche Name „Blauraute“ bezieht sich auf die silbrig-grauen, aromatischen Blätter und die blauen bis violetten Blütenähren, die im Spätsommer weithin sichtbar sind.


Natürliches Vorkommen und Herkunft

Die Blauraute ist nicht heimisch.
Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Zentral- und Westasien, vor allem in Afghanistan, dem Iran, Pakistan, im westlichen China und in Tibet.

Dort wächst sie in trockenen Steppen und offenen Gebirgshängen.
Sie ist hervorragend an Sonne, Hitze und karge Böden angepasst.

In Mitteleuropa wird sie seit dem 19. Jahrhundert als Zierpflanze kultiviert und hat sich aufgrund ihrer Robustheit fest in der Gartenkultur etabliert.
Weltweite Vorkommen sind auf PlantNet dokumentiert.


Verwendung und Giftigkeit

Die Blauraute gilt als nicht giftig – weder für Menschen noch für Haustiere.
Eine medizinische oder kulinarische Nutzung ist nicht bekannt.

Ihr Hauptwert liegt in der Zier- und Ökofunktion:
Sie ist eine hitzetolerante, trockenheitsresistente Pflanze, die auch in niederschlagsarmen Regionen zuverlässig blüht und vielen Insekten Nahrung bietet.


Blauraute im naturnahen Garten

Die Blauraute ist eine ideale Pflanze für trockene, sonnige Standorte und wird häufig in Steingärten, Beeten und Hanglagen eingesetzt.
Sie erreicht Wuchshöhen bis 1,5 m und eine Breite von etwa 1 m.

Der Halbstrauch bevorzugt durchlässige, sandige oder steinige Böden, die arm an Nährstoffen und kalkhaltig sein dürfen.
Staunässe wird schlecht vertragen, Trockenheit hingegen sehr gut.

Dank ihres filigranen, silbrig schimmernden Laubs wirkt sie auch außerhalb der Blütezeit attraktiv.
Ihre blau-violetten Blüten erscheinen von Juli bis Oktober und bieten in dieser späten Jahreszeit wertvolle Nahrung für bestäubende Insekten.

Auch eine Pflanzung im Kübel oder auf dem Balkon ist möglich, sofern das Substrat locker und durchlässig ist.
Ebenso eignet sie sich hervorragend zur extensiven Dachbegrünung.


Blauraute – winterhart?

Die Blauraute ist in Klimazone 6 (nach USDA) eingestuft und somit bis etwa –20 °C bis –25 °C winterhart.
Ein zusätzlicher Schutz ist in normalen Wintern nicht erforderlich.

In rauen Lagen kann ein leichter Rückschnitt im Frühjahr hilfreich sein, um den Neuaustrieb zu fördern.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Obwohl Perovskia atriplicifolia nicht heimisch ist, besitzt sie ökologischen Wert.
Sie liefert reichlich Nektar (Wert 3), allerdings wenig Pollen (Wert 1).

Insbesondere im Spätsommer stellt sie eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge dar.
Durch ihre späte Blüte schließt sie eine Versorgungslücke zwischen Sommer- und Herbstpflanzen.

Heimische Alternativen wie Wiesen-Salbei oder Natternkopf sollten dennoch bevorzugt werden, da sie spezialisierte Wildbienenarten besser unterstützen.


Fazit

Die Blauraute (Perovskia atriplicifolia) ist ein robuster, pflegeleichter Halbstrauch für sonnige, trockene Standorte.
Mit ihrer langen Blütezeit, silbrigen Belaubung und hohen Insektenfreundlichkeit ist sie eine attraktive Ergänzung für jeden naturnahen Garten.
Trotz ihrer Herkunft außerhalb Europas trägt sie im Spätsommer zur Förderung der Insektenvielfalt bei.


Häufige Fragen (FAQ) zur Blauraute

Ist die Blauraute heimisch?
Nein, sie stammt aus Zentral- und Westasien.

Wann blüht die Blauraute?
Von Juli bis Oktober.

Wie groß wird Perovskia atriplicifolia?
Bis zu 1,5 m hoch und 1 m breit.

Ist die Blauraute winterhart?
Ja, bis etwa –25 °C (USDA-Zone 6).

Ist die Pflanze giftig?
Nein, sie gilt als ungiftig.

Für welche Standorte eignet sie sich?
Sonnige, trockene Plätze mit durchlässigem, nährstoffarmem Boden.


Ökologische Bedeutung heimischer Wildpflanzen

Heimische Wildpflanzen sind optimal an unser Klima angepasst und bieten spezialisierten Insektenarten Nahrung und Lebensraum.
Sie tragen entscheidend zum Erhalt der Artenvielfalt bei und sollten – wo möglich – exotischen Arten wie der Blauraute vorgezogen werden.