⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆


Bewertung: 5,9 / 10 ⭐

 

Nektar: 3/4
Pollen: 1/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

n.v.


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Elaeagnus ebbingei

Pflanzenfamilie: Ölweidengewächse

Pflanzenart: Strauch

Verwendung: Hangbepflanzung, Heckenpflanze, Einzelstellung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal, gering

max. Höhe: 3 m

max. Breite: 3 m

Blühfarbe: weiß

Blühzeitraum: Oktober, November

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

wintergrün, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ebbingei)

 

Die Wintergrüne Ölweide ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Sie fällt besonders durch ihre sehr späte Blütezeit im Herbst auf und stellt damit eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten dar, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind.

Weitere Arten der Ölweiden sind die Essbare Ölweide und die Schmalblättrige Ölweide, welche ebenfalls im Pflanzenfinder enthalten sind.


Alternative Namen und Namensherkunft

Die Wintergrüne Ölweide wird auch Immergrüne Ölweide oder Ebbings-Ölweide genannt.
Der botanische Name Elaeagnus ebbingei verweist auf den Züchter Ebbinge, auf den diese Kreuzung zurückgeht.

Der Gattungsname Elaeagnus stammt aus dem Griechischen („élaios“) und bedeutet Ölbaum. Er bezieht sich auf die ölhaltigen, essbaren Früchte einiger Ölweidenarten.
Die Bezeichnung „wintergrün“ erklärt sich durch den ganzjährig vorhandenen, dekorativen Blattschmuck.


Wintergrüne Ölweide – Natürliches Vorkommen

Die Pflanze ist nicht heimisch.
Sie entstand 1929 in den Niederlanden als Kreuzung aus der Großblättrigen Ölweide und der Dornigen Ölweide.

Natürliche Vorkommen existieren daher nicht. Vereinzelt tritt sie jedoch verwildert aus Gärten auf, ohne bislang als invasiv zu gelten.


Verwendung und Giftigkeit

Die Wintergrüne Ölweide ist nicht stark giftig.
Eine Nutzung als klassische Heilpflanze ist nicht bekannt. Ihre Bedeutung liegt vor allem in der Gartengestaltung sowie im ökologischen Nutzen durch die späte Blüte.


Wintergrüne Ölweide im naturnahen Garten

Der Strauch ist eine eher weniger verbreitete Gartenpflanze, obwohl er viele Vorteile vereint. Besonders auffällig sind die unscheinbaren, aber stark duftenden Blüten, die im Oktober und November erscheinen – zu einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für Insekten knapp wird.

Standort:

  • sonnig bis halbschattig

  • windgeschützt ideal

Boden:

  • humusreich

  • mäßig nährstoffreich

  • gut durchlässig

  • mäßig trocken bis mäßig feucht

Wuchs:

  • Höhe: bis ca. 3 m

  • Breite: bis ca. 3 m

  • dicht, buschig, gut schnittverträglich

Geeignete Einsatzbereiche:

  • Heckenpflanze

  • Einzelstellung

  • Hangbepflanzung

  • Kübel auf Balkon oder Terrasse

Im Kübel ist auf ausreichenden Winterschutz für den Wurzelballen zu achten.


Wintergrüne Ölweide – Schneiden und Pflege

Die Wintergrüne Ölweide ist sehr schnittverträglich und kann gut in Form gehalten werden.
Aus ökologischer Sicht sollte ein Rückschnitt jedoch mit Bedacht erfolgen.

Wichtig:
Hecken und Gehölze dienen über Herbst und Winter hinweg als Rückzugs-, Schlaf- und Überwinterungsquartier für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.
Ein starker Rückschnitt im Herbst ist daher nicht empfehlenswert.

Der Hauptschnitt sollte idealerweise im Spätwinter (Februar) erfolgen, vor Beginn der Brutzeit und bevor der neue Austrieb einsetzt.

Dabei ist das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) zu beachten:

  • Vom 1. März bis 30. September sind starke Rückschnitte und das Entfernen ganzer Heckenabschnitte verboten

  • In diesem Zeitraum sind ausschließlich schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt, sofern keine Nester oder belegten Quartiere vorhanden sind

Empfohlene Schnittpraxis:

  • Spätwinter (Februar): kräftiger Rückschnitt möglich

  • Sommer: leichter Formschnitt zulässig

  • Herbst: möglichst kein Rückschnitt, Pflanze und Tierwelt zur Ruhe kommen lassen

Ein fachgerechter, zurückhaltender Schnitt fördert nicht nur die Gesundheit der Pflanze, sondern trägt auch aktiv zum Arten- und Vogelschutz im Garten bei.


Wintergrüne Ölweide – Winterhärte

Der Strauch gilt als bedingt winterhart:

  • USDA-Zone 7–8

  • frosthart bis ca. –15 °C

In rauen Lagen oder bei Kübelpflanzung ist ein zusätzlicher Winterschutz empfehlenswert.


Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten

Die Pflanze besitzt einen hohen ökologischen Wert zur Spätsaison:

  • Nektar: 3/4

  • Pollen: 1/4

Besonders Hummeln, Honigbienen und spät fliegende Wildbienen profitieren von der ungewöhnlich späten Blüte.
Der intensive Duft lockt Insekten auch bei kühlen Temperaturen zuverlässig an.


Fazit: Wintergrüne Ölweide – wertvolle Herbstpflanze für Insekten

Die Wintergrüne Ölweide ist eine nicht heimische, aber ökologisch sinnvolle Ergänzung für naturnahe Gärten.
Durch ihre späte Blüte, Robustheit und Pflegeleichtigkeit schließt sie eine wichtige Lücke im Jahresverlauf der Insektenversorgung.


Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Wintergrüne Ölweide heimisch?
Nein, sie ist eine gezüchtete Kreuzung.

Ist sie bienenfreundlich?
Ja, besonders im Herbst sehr wertvoll.

Kann man sie im Kübel pflanzen?
Ja, mit Winterschutz problemlos möglich.

Wie groß wird sie?
Bis etwa 3 m hoch und breit.


Bedeutung heimischer und ergänzender Pflanzen

Heimische Wildpflanzen sollten stets bevorzugt werden.
Ergänzend können nicht invasive, spät blühende Arten wie die Wintergrüne Ölweide jedoch helfen, Nahrungsengpässe für Insekten im Herbst zu überbrücken.


Wintergrüne Ölweide kaufen

Die Pflanze ist gut im Handel verfügbar – sowohl im Gartencenter als auch online.
Der Kauf bei regionalen Baumschulen ist empfehlenswert, da die Pflanzen besser an das lokale Klima angepasst sind.