⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆
Bewertung: 8,8 / 10 ⭐
Nektar: 4/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Pflanzmich – LINK
Baumschule Horstmann – LINK
Pötschke – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Erica carnea
Pflanzenfamilie: Heidekrautgewächse
Pflanzenart: Halbstrauch
Verwendung: Bodendecker, Hangbepflanzung, Blumenbeet, Steingarten, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 30 cm
max. Breite: 40 cm
Blühfarbe: rosa
Blühzeitraum: Februar – April
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant, stickstoffarm
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, frisch, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich, wintergrün
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Schneeheide (Erica carnea)
Die Schneeheide (Erica carnea) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Sie zählt zu den wichtigsten Frühblühern überhaupt und schließt eine ökologische Lücke zu einer Zeit, in der nur sehr wenige Pflanzen Nektar und Pollen anbieten.
Weitere Arten aus der Familie der Heidekrautgewächse, wie die Lavendelheide oder die Glocken-Heide, finden sich ebenfalls im Pflanzenfinder.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Schneeheide (Erica carnea) ist auch unter folgenden Namen bekannt:
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Winterheide
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Frühlings-Heidekraut
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Alpenheiderich
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Schneeglockenheide
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Rote Erika
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Erika
Der wissenschaftliche Name Erica carnea setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
Erica steht allgemein für die Heidekrautgewächse, während carnea „fleischfarben“ bedeutet und sich auf die typische rosa Blütenfarbe bezieht.
Natürliches Vorkommen
Die Schneeheide ist in den Gebirgsregionen West-, Mittel- und Südosteuropas heimisch.
Typische natürliche Standorte sind:
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lichte Bergkiefernwälder
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Lärchen- und Schwarzkiefernbestände
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trockene, steinige Hänge
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kalkhaltige Gebirgslagen
In Deutschland kommt sie nur noch zerstreut vor. Durch Lebensraumverlust gelten ihre Bestände als rückläufig, weshalb sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird.
Giftigkeit und Verwendung
Die Schneeheide ist nicht giftig – weder für Menschen noch für Tiere.
Eine Nutzung als Heilpflanze ist nicht bekannt.
Ihre Bedeutung liegt klar im dekorativen und ökologischen Bereich. Sie wird häufig verwendet als:
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Zierpflanze im Garten
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winterlicher Farbakzent
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strukturgebende Pflanze im Steingarten
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traditionelle Grabpflanze
Schneeheide (Erica carnea) im naturnahen Garten
Die Schneeheide ist ein herausragender Winter- und Frühblüher.
Bereits ab Februar – oft sogar bei Schnee – öffnen sich ihre Blüten und setzen farbliche Akzente, wenn der Garten sonst noch ruht.
Typische Eigenschaften im Garten:
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niedriger, dichter Wuchs
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wintergrünes Erscheinungsbild
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sehr pflegeleicht
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langlebig und robust
Standort & Boden
Bevorzugt werden:
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sonnige bis halbschattige Lagen
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mäßig nährstoffarme Böden
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sandig-lehmige, gut durchlässige Substrate
Staunässe wird nicht vertragen, längere Trockenphasen jedoch erstaunlich gut.
Wuchs
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Höhe: bis ca. 30 cm
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Breite: bis ca. 40 cm
Die endgültige Größe hängt stark vom Standort und der Bodenbeschaffenheit ab.
Verwendungsmöglichkeiten im Garten
Die Schneeheide ist vielseitig einsetzbar, besonders geeignet für:
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Bodendeckerflächen
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Hangbepflanzungen
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Steingärten
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naturnahe Blumenbeete
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Balkon- und Terrassenbepflanzung
Auch im Kübel oder Balkonkasten entwickelt sie sich zuverlässig, sofern auf gute Drainage geachtet wird.
Schneiden und Pflege
Ein Rückschnitt ist bei der Schneeheide nicht zwingend notwendig, kann aber förderlich sein.
Empfehlungen zum Schneiden:
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Rückschnitt erst im stabilen Frühjahr, nach der Hauptblüte
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nur leicht einkürzen, nicht ins alte Holz schneiden
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verblühte Triebe entfernen, um die Verzweigung zu fördern
Wichtig für den Insektenschutz:
Vertrocknete Pflanzenteile sollten über den Winter stehen bleiben, da sie Überwinterungsquartiere für Insekten bieten. Ein zu früher Rückschnitt reduziert diesen wichtigen Lebensraum erheblich.
Ist die Schneeheide winterhart?
Die Schneeheide (Erica carnea) ist sehr winterhart.
Sie ist der USDA-Klimazone 6 zugeordnet und verträgt Temperaturen bis etwa –20 °C problemlos.
Nur bei extremen, langanhaltenden Frösten ohne Schneedecke kann ein leichter Schutz sinnvoll sein.
Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten
Die Schneeheide besitzt einen außergewöhnlich hohen ökologischen Wert.
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Nektar: 4/4
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Pollen: 2/4
Besonders wichtig ist sie für:
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Hummelköniginnen
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gehörnte Mauerbienen
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früh fliegende Wildbienenarten
Durch ihre extrem frühe Blütezeit stellt sie oft eine der ersten verfügbaren Nahrungsquellen im Jahr dar.
Fazit
Die Schneeheide (Erica carnea) ist eine der wertvollsten Frühblüher für naturnahe Gärten.
Sie kombiniert Robustheit, Pflegeleichtigkeit und einen hohen ökologischen Nutzen mit einer Blütezeit, die sonst kaum eine heimische Pflanze erreicht.
Gerade für Gärten mit Fokus auf Biodiversität ist sie nahezu unverzichtbar.
Schneeheide kaufen
Die Schneeheide ist gut erhältlich und wird von vielen Baumschulen angeboten.
Bezugsquellen finden sich im Steckbrief.
Wie immer empfiehlt sich der Kauf bei regionalen Gärtnereien, da diese Pflanzen meist besser an Klima und Boden angepasst sind.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist die Schneeheide heimisch?
Ja, sie ist in Teilen Europas heimisch, auch wenn ihre Bestände in Deutschland rückläufig sind.
Wann blüht die Schneeheide?
Je nach Witterung von Februar bis April.
Ist Erica carnea winterhart?
Ja, sehr. Temperaturen bis etwa –20 °C werden gut vertragen.
Ist die Pflanze giftig?
Nein, sie ist ungiftig.
Eignet sie sich für Balkon und Terrasse?
Ja, bei ausreichender Drainage sehr gut.
Ökologische Bedeutung heimischer Pflanzen
Die Schneeheide zeigt eindrucksvoll, warum heimische Pflanzen so wichtig sind:
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frühe Nahrung für Wildbienen
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Anpassung an regionale Böden und Klima
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Stabilisierung ökologischer Kreisläufe
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Förderung der Artenvielfalt im Garten
Gerade Frühblüher wie diese übernehmen eine Schlüsselrolle im Jahresverlauf – und sind durch exotische Zierpflanzen kaum zu ersetzen.
















