⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,6 / 10 ⭐

 

Nektar: 1/4
Pollen: 3/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen bzw. Zwiebeln)

Starkezwiebeln.de – LINK

Gewiehs-Blumenzwiebeln – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Corydalis cava

Pflanzenfamilie: Mohngewächse

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Wildblumenwiese, Balkon- und Terrassenpflanze, Unterpflanzung

Standort: Sonne, Halbschatten, Schatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 40 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: violett, rosa, rot, weiß

Blühzeitraum: März – Mai

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig, stickstoffreich

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, frisch, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)

 

Hohler Lerchensporn ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Eine weitere bekannte Art aus dieser Gattung ist der Gelbe Lerchensporn, der dort ebenfalls zu finden ist.


Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Das Mohngewächs wird auch Hohlknolliger Lerchensporn genannt, regional seltener Zottelhose.
Im Weimarer Land ist zudem der Name „Hänsel-und-Gretel-Blume“ gebräuchlich – eine Bezeichnung, die sonst eher dem Lungenkraut zugeordnet wird.

Der botanische Name Corydalis cava verweist auf zwei Merkmale:

  • Corydalis leitet sich von der Haubenlerche ab, da die Blütenform an deren Kopf erinnert

  • cava bedeutet „hohl“ und beschreibt die namensgebende, hohle Knolle


Natürliches Vorkommen

Die Pflanze ist eine heimische Frühjahrsblüher-Art und in Mitteleuropa weit verbreitet.

Typische Standorte sind:

  • Buchen- und Eichenwälder

  • Hainbuchen-, Linden- und Ahornwälder

  • Hartholz-Auenwälder

  • Gebüsche und Hecken

Sie tritt häufig in größeren Beständen auf und bildet im Frühjahr eindrucksvolle Blütenteppiche.
In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet.


Giftigkeit und Verwendung

Der Hohle Lerchensporn ist eine alte Heilpflanze, wurde früher unter anderem bei:

  • Kopfschmerzen

  • nervöser Unruhe

verwendet.

Achtung:
Alle Pflanzenteile gelten als schwach giftig, die Knolle sogar als stark giftig.
Eine medizinische Nutzung sollte nicht ohne fundierte Fachkenntnisse erfolgen.


Hohler Lerchensporn im naturnahen Garten

Die Pflanze ist in Gärten noch immer vergleichsweise selten, obwohl sie sich hervorragend für naturnahe Konzepte eignet.

Als typischer Frühblüher setzt er bereits ab März farbliche Akzente, wenn viele andere Pflanzen noch ruhen.
Seine violetten, rosafarbenen oder weißen Blüten sind besonders wertvoll für früh aktive Insekten.

Bevorzugt werden:

  • humose, nährstoffreiche Böden

  • sonnige bis schattige Standorte

  • frische, gut durchlässige Erde

Wuchs:

  • bis ca. 40 cm hoch

  • bis ca. 30 cm breit

Nach der Blüte zieht die Pflanze vollständig ein – ein typisches Verhalten von Frühjahrsgeophyten.


Verwendung im Garten

Das Mohngewächs eignet sich besonders für:

  • naturnahe Staudenbeete

  • Unterpflanzung von Laubgehölzen

  • halbschattige bis schattige Gartenbereiche

  • Steingärten mit humosem Untergrund

  • größere Kübel und Balkonkästen

Besonders harmonisch wirkt er in Kombination mit anderen Frühblühern wie Buschwindröschen oder Leberblümchen.


Schneiden

Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Nach der Blüte zieht sich die Pflanze vollständig ein und hinterlässt keine oberirdischen Pflanzenteile.

Grundsätzlich gilt im naturnahen Garten:

  • Stauden sollten möglichst über den Winter stehen gelassen werden, da sie Insekten Schutz bieten

  • Der Rückschnitt erfolgt idealerweise erst im stabilen Frühjahr, nicht zu früh

Beim Lerchensporn übernimmt die Natur diesen Prozess jedoch selbstständig.


Hohler Lerchensporn – winterhart?

Der Hohle Lerchensporn ist in USDA-Zone 5 eingestuft und damit bis etwa –25 °C winterhart.
Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht notwendig.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Der Hohle Lerchensporn ist eine wichtige Frühjahrsnahrungsquelle.

Er bietet:

  • Nektar: 1/4

  • Pollen: 3/4

Besonders profitieren:

  • Hummeln

  • früh fliegende Wildbienenarten

Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn das Blütenangebot noch gering ist, besitzt die Pflanze einen hohen ökologischen Wert.


Fazit

Der Hohle Lerchensporn ist ein heimischer Frühblüher mit großer ökologischer Bedeutung.
Er ist pflegeleicht, winterhart und ideal für naturnahe Gärten sowie Gehölzrandbereiche.

Wer heimische Pflanzen fördern und frühen Insekten helfen möchte, findet im Hohlen Lerchensporn eine hervorragende Wahl.


Hohler Lerchensporn – kaufen

Das Mohngewächs ist vor allem als Knolle gut erhältlich, seltener als Topfpflanze.
Bezugsquellen sind wie gewohnt im Steckbrief aufgeführt.

Der Kauf bei regionalen Gärtnereien ist empfehlenswert, da die Pflanzen dort oft an die lokalen Bedingungen angepasst sind.


Häufige Fragen (FAQ) zum Hohlen Lerchensporn

Ist der Hohle Lerchensporn heimisch?
Ja, er ist eine heimische Art Mitteleuropas.

Wann blüht Corydalis cava?
Von März bis Mai.

Wie groß wird der Hohle Lerchensporn?
Bis etwa 40 cm hoch und 30 cm breit.

Ist der Hohle Lerchensporn winterhart?
Ja, bis ca. –25 °C.

Ist der Hohle Lerchensporn giftig?
Ja, schwach giftig; die Knolle gilt als stark giftig.

Für welche Standorte eignet er sich?
Sonne bis Schatten, humose und durchlässige Böden.


Ökologische Bedeutung heimischer Pflanzen

Die Pflanze zeigt exemplarisch, wie wichtig heimische Frühblüher sind:

  • frühe Nahrungsquelle für Wildbienen

  • perfekte Anpassung an Waldstandorte

  • Bestandteil natürlicher Waldökosysteme

  • Förderung biologischer Vielfalt im Garten

Naturnahe Gärten können solche Arten gezielt als Ersatzlebensraum fördern.