⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆
Bewertung: 6,9 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 3/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Pflanzmich.de – LINK
Baumschule Newgarden – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
n.v.
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Pyrus pyraster
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Pflanzenart: Baum
Verwendung: Heckenpflanze, Einzelstellung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: hoch, normal
max. Höhe: 20 m
max. Breite: 15 m
Blühfarbe: weiß
Blühzeitraum: April, Mai
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, sandig, kiesig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Wildbirne (Pyrus pyraster)
Die Wildbirne ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder und zählt zu den ökologisch besonders wertvollen heimischen Baumarten.
Als ursprüngliche Wildform unserer heutigen Kultur-Birne ist sie genetisch eng mit ihr verwandt und spielt eine wichtige Rolle für die Biodiversität in naturnahen Gärten und Landschaften.
Mit ihrer frühen Blüte bietet sie Wildbienen, anderen Insekten sowie zahlreichen Vogelarten eine wertvolle Nahrungs- und Lebensraumquelle und ist damit ein bedeutender Bestandteil artenreicher Kulturlandschaften.
Alternative Bezeichnungen und Ursprung
Die Wildbirne wird auch Holzbirne genannt.
Weitere regionale Namen sind unter anderem:
-
Wild-Birnbaum
-
Holzbirnbaum
-
Knödelbirne
-
Knüttelbirne
Der botanische Name Pyrus pyraster verweist auf die ursprüngliche, wilde Form der Birne.
Sie gilt als Ausgangsart unserer heutigen Kulturbirnen und war bereits vor mehreren tausend Jahren Bestandteil wärmeliebender Eichenwälder.
Natürliches Vorkommen
Die Wildbirne ist in Mitteleuropa und somit auch Deutschland heimisch und reicht in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von Westeuropa bis in den Kaukasus.
Typische Standorte sind:
-
lichte Laub- und Mischwälder
-
Auenwälder entlang von Flüssen
-
Waldränder
-
sonnige Hänge im Mittelgebirge
In Deutschland gilt die Art laut Roter Liste als nicht gefährdet, kommt jedoch nur noch verstreut vor.
Verwendung und Giftigkeit
Die Wildbirne ist nicht giftig.
Ihre Früchte sind jedoch deutlich herber und härter als die der Kulturbirne und roh kaum genießbar.
Mögliche Nutzungen:
-
Verarbeitung der Früchte (z. B. Mus, Likör, Dörrfrüchte)
-
Verwendung des schweren, harten Holzes für Drechsel- und Schnitzarbeiten
-
historisch als Landschafts- und Grenzbaum
Wildbirne im naturnahen Garten
In Gärten ist die Wildbirne noch selten zu finden – zu Unrecht.
Dabei überzeugt sie sowohl optisch als auch durch ihren hohen ökologischen Wert.
Im Frühjahr schmückt sich die Wildbirne mit zahlreichen weißen Blüten, die vielen Insekten als frühe Nahrungsquelle dienen.
Standort:
-
sonnig bis halbschattig
-
luftige, offene Lagen
Boden:
-
humusreich
-
nährstoffreich
-
frisch bis zeitweise trocken
-
gut durchlässig
Wuchs:
-
Höhe: bis ca. 20 m
-
Breite: bis ca. 15 m
-
locker verzweigter, natürlicher Kronenaufbau
Geeignete Einsatzbereiche:
-
Einzelstellung
-
naturnahe Hecken
-
größere Gärten und Streuobstwiesen
Blätter und Früchte
Die rundlich-herzförmigen Blätter sind glänzend grün und fein genervt.
Im Herbst färben sie sich gelblich.
Die Früchte:
-
klein (ca. 4–6 cm)
-
rundlich bis oval
-
gelblich bis bräunlich gefärbt
-
sehr festes Fruchtfleisch
Sie bleiben oft lange am Baum und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
Wildbirne – Schneiden und Pflege
Die Wildbirne ist pflegeleicht und benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt.
Beim Schneiden ist das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) zu beachten:
-
Starke Rückschnitte sind zwischen 1. März und 30. September verboten
-
Erlaubt sind nur schonende Pflege- und Formschnitte, sofern keine Tiere gestört werden
Der beste Zeitpunkt für stärkere Schnitte ist der späte Winter (Oktober bis Ende Februar).
Aus Gründen des Insektenschutzes sollten:
-
alte Äste
-
abgestorbene Zweige
-
Teile der Gehölzstruktur
möglichst lange erhalten bleiben, da sie vielen Arten als Überwinterungsquartier dienen.
Winterhärte
Die Wildbirne ist sehr robust:
-
USDA-Zone 6
-
winterhart bis ca. –25 °C
Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht erforderlich.
Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten
Die Wildbirne besitzt einen soliden ökologischen Wert:
-
Nektar: 2/4
-
Pollen: 3/4
Von den Blüten profitieren unter anderem:
-
Wildbienen
-
Hummeln
-
Schwebfliegen
-
Käfer
Zusätzlich bieten Früchte, Rinde und Kronenstruktur Lebensraum für viele weitere Tierarten.
Wildbirne – Fazit
Die Wildbirne ist ein heimischer, robuster Baum mit hohem ökologischem Nutzen.
Sie verbindet Bienenfreundlichkeit, Vogelschutz und naturnahe Ästhetik und ist eine hervorragende Alternative zu ökologisch wertarmen Ziergehölzen.
FAQ – Häufige Fragen zur Wildbirne
Ist die Wildbirne heimisch?
Ja, sie ist in Mitteleuropa heimisch.
Ist sie bienenfreundlich?
Ja, besonders durch ihr gutes Pollenangebot.
Wie groß wird die Wildbirne?
Bis zu 20 m hoch und 15 m breit.
Sind die Früchte essbar?
Ja, aber meist nur verarbeitet genießbar.
Ist die Wildbirne winterhart?
Ja, vollständig winterhart.
Bedeutung heimischer Wildpflanzen
Heimische Gehölze wie dieses hier:
-
sichern Nahrung für spezialisierte Insekten
-
bieten Lebensraum und Brutplätze
-
stabilisieren ökologische Kreisläufe
-
sind optimal an Klima und Böden angepasst
Ihr Einsatz ist ein zentraler Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.
Wildbirne kaufen
Der Baum ist bei spezialisierten Baumschulen gut erhältlich.
Der Kauf bei regionalen Anbietern ist empfehlenswert, da die Pflanzen bereits an die örtlichen Bedingungen angepasst sind.

















