Kanadische Goldrute mit Schmetterling
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Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

Die Kanadische Goldrute – ein invasiver Neophyt!?

Warum ist die Kanadische Goldrute nicht im Pflanzenfinder enthalten?

Das ist eine Frage die mir häufiger gestellt wird.

Und da die Frage jetzt Anfang September häufiger auftritt, möchte ich versuchen das Ganze mal etwas ausführlicher zu betrachten.

Wo kommt die Kanadische Goldrute her?

Es gibt verschiedene Arten von Goldruten. Um die 100 bis 150 Arten gehören zu der Gattung Solidago. Die meisten dieser Arten sind in Nordamerika beheimatet. Einige jedoch wurden vor etwa 250 Jahren nach Europa eingeschleppt (Neophyt).

Vor allem die hier beschriebene und die Riesen-Goldrute fanden später im 19. Jahrhundert Anwendung in Gärten und verbreiteten sich von dort aus in die freie Natur.

Wo wächst sie bei uns?

Sie sind dabei recht anspruchslos. Typische Stellen an denen sie bei uns in der Region vorkommen sind Weg- und Straßenränder und Ruderalflächen.

Wegesrand mit Kanadischer Goldrute
Kanadische Goldrute auf Ruderalfläche

Kanadische Goldrute – Insektenunfreundlich?

Fliege auf Blüte der Kanadischen Goldrute
Wildbiene auf Goldrute

Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist diese Pflanze alles andere als insektenunfreundlich.

Schmetterlinge, Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und viele weitere lassen sich an den Blüten beobachten.

Vor allem für Imker ist die Pflanze von großer Bedeutung. Sie hat eine späte Blütezeit, welche von August bis Oktober reichen kann. In dieser Zeit ist sie eine enorm wichtige Pflanze für Honigbienen, denn der Spätsommer ist eine eher blütenarme Zeit.

Warum das so ist?

Das ist ein anderes Thema, dem ich mich vielleicht auch nochmal widmen werde.

Schmetterling auf der Kanadische Goldrute
Insekten auf der Kanadischen Goldrute

Wo ist der Haken?

Das Problem an der ganzen Sache ist jetzt aber, dass diese Goldrutenart heimische Pflanzenarten in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet unterdrückt.

Sie kann sich dabei so rasant ausbreiten, dass große Flächen von ihr in Beschlag genommen werden (invasiv).

Auf diesen Flächen geht dann die Vielfalt verloren, welche für unsere heimischen Wildbienen- bzw. Insektenarten so wichtig ist.

Die Erklärung dafür findet ihr im Abschnitt Lebensweise.

Fazit und Alternative!

Aus diesem Grund ist meiner Ansicht nach von einer gezielten Anpflanzung dieser Pflanze abzuraten.

Man muss im Garten aber nicht ganz auf diese Pflanzenart verzichten.

Es gibt eine heimische Goldrutenart, die Gewöhnliche Goldrute.

Diese war bereits früher ein fester Bestandteil in den Bauerngärten unseres Landes und kann es dementsprechend auch heute wieder sein.