Bewertung: sehr gut

 

Nektar: 2
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

NaturGartenSamen – LINK

Templiner Kräutergarten – LINK

Kräuter-und-Duftpflanzen.de – LINK

Amazon – LINK

Ebay – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Cardamine pratensis

Pflanzenfamilie: Kreuzblütler

Pflanzenart: Staude, Blume

Verwendung: Wildblumenwiese, Blumenbeet, Unterpflanzung, Uferpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 50 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: rosa, violett, weiß

Blühzeitraum: März – Juni

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, tonig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich

Feuchteeigenschaften: frisch bis feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


 

Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)!

 

Das Wiesenschaumkraut ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

 

Alternative Namen und Namensherkunft

Wie mir eine ältere Dame aus dem Dorf berichtete, wurde die Pflanze früher auch Hungerblume genannt.

Der Grund dafür ist, dass die Heuernte eher mies ausfiel, wenn diese Blume zur Genüge blühte.

Zudem heißt es eigentlich korrekt Wiesen-Schaumkraut.

Daneben existieren noch unzählige Bezeichnungen, welche ihr gern auf Wikipedia nachlesen könnt.

Der wissenschaftliche Name lautet „Cardamine pratensis“.

er deutsche Name geht wahrscheinlich auf Schaumzikaden zurück, welche sich des Öfteren an der Pflanze befinden sollen.

Diese hüllen sich in Schaum ein, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

 

Natürliches Vorkommen

Meine Frau berichtete mir von Wiesen voller blühender Pflanzen des Wiesenschaumkrautes.

Leider liegen ihre Beobachtungen bereits ca. 30 Jahre zurück.

Das Wiesenschaumkraut ist in Europa bzw. Deutschland heimisch und wächst vorrangig auf feuchten (Fett)Wiesen.

Durch den Rückgang der extensiven Bewirtschaftung von Flächen und die zunehmende Trockenheit sind die Bestände

der Pflanze bereits seit Jahren stark rückläufig.

Gab es vor ca. 30 Jahren noch große Vorkommen, so habe ich bei uns in der Gegend noch kein wild vorkomenses Wiesenschaumkraut gesehen.

In einigen Bundesländern gilt die Pflanze schon länger als gefährdet.

Das ist nicht zuletzt der Grund, warum sie bereits im Jahr 2006 zur Blume des Jahres gekrönt wurde.

 

Verwendung und Giftigkeit

Das Wiesenschaumkraut ist nicht stark giftig. Ganz im Gegenteil sind Teile der Pflanze sogar essbar und werden als Heilmittel verwendet.

Die Anwendung erfolgt zumeist in Form eines Tee`s, der beispielsweise bei Rheuma oder zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt wird.

Ein übermäßiger Verzehr kann nichtsdestotrotz gesundheitliche Beschwerden nach sich ziehen.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema findet ihr hier.

 

Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) im naturnahen Garten

Die Pflanze ist der Familie der Kreuzblütler zugeordnet.

Mit ihren wunderschönen rosa-violett-weißen Blüten ist sie eine absolute Bereicherung für jeden Garten.

Das Wiesenschaumkraut wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lehmig-tonigen Böden.

Diese sollten einen hohen Humusanteil aufweisen. Als Standort werden sonnige Plätze bevorzugt.

Eine Anpflanzung im Halbschatten ist aber auch möglich.

Der Boden muss entsprechend dem natürlichen Vorkommen frisch bis feucht sein.

Die Wuchshöhe beträgt bis zu 50 cm, wohingegen in der Breite bis zu 30 cm erzielt werden.

Eine Anwendung kommt aufgrund dieser Eigenschaften wohl am ehesten auf einer Wildblumenwiese (Fettwiese) in Frage.

Zudem ist die Verwendung als Uferpflanze denkbar, wobei Staunässe eher nicht vertragen wird.

Der Boden sollte also dementsprechend wasserdurchlässig sein. Von einer Kultivierung im Topf oder Kübel ist eher abzuraten.

Die Terrasse oder der Balkon sind daher ungeeignete Standorte.

 

Nutzen für (Wild)Bienen und weitere Insektenarten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)Bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Insbesondere durch ihre frühe Blütezeit kann die Pflanze für diverse Insektenarten eine echte Hilfe darstellen.

Wozu Nektar und Pollen benötigt werden? Das erfahrt ihr im Abschnitt Lebensweise.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) eine echte Alternative ist.

Und das nicht nur aufgrund seines Aussehens, sondern vor allem seines Nutzens wegen.

Eine Alternative zu insektenunfreundlichen, nicht heimischen Pflanzen.

Denn diese findet man zu oft in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen.

Ausführliche und weiterführende Informationen zur Pflanze findet ihr auf Wikipedia.