⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️☆☆☆☆
Bewertung: 6 / 10 ⭐
Nektar: 1/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Saatgut-Vielfalt – LINK
WeberSeeds – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Cytisus scoparius
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler
Pflanzenart: Strauch
Verwendung: Hangbepflanzung, Heckenpflanze, Einzelstellung, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 2 m
max. Breite: 2 m
Blühfarbe: gelb
Blühzeitraum: April – Juni
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, kiesig, sandig, lehmig
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, nährstoffarm, kalkarm
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, frisch
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Gewöhnlicher Besenginster (Cytisus scoparius)
Der Gewöhnliche Besenginster (Cytisus scoparius) ist ein auffällig gelb blühender, heimischer Strauch, der im späten Frühjahr ganze Landschaften in leuchtendes Gelb taucht. Als Vertreter der Schmetterlingsblütler ist er nicht nur optisch markant, sondern auch ökologisch wertvoll.
Der Besenginster ist eine von mehreren hundert Arten im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere Ginsterarten wie der Behaarte Ginster oder der Lydische Ginster ergänzen das Sortiment.
Alternative Namen und Namensherkunft
Der Gewöhnliche Besenginster wird auch genannt:
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Besenstrauch
-
Edelginster
-
schlicht Besenginster
Der botanische Name lautet Cytisus scoparius.
Das Wort „scoparius“ bedeutet „zum Kehren geeignet“ und verweist auf die frühere Nutzung der Zweige zur Herstellung von Besen. Der Begriff Ginster ist sprachgeschichtlich nicht eindeutig geklärt.
Gewöhnlicher Besenginster – Natürliches Vorkommen
Der Besenginster ist in Deutschland weit verbreitet und gilt als nicht gefährdet.
Typische Standorte sind:
-
Extensivweiden
-
Waldschläge
-
Waldsäume
-
Böschungen
-
sandige Brachen
-
lichte, bodensaure Wälder
Er bevorzugt sonnige, eher nährstoffarme Standorte mit gut durchlässigen Böden. Als heimische Art ist er ein wichtiger Bestandteil nährstoffarmer Offenlandschaften.
Verwendung
Historisch wurde der Besenginster vielseitig genutzt:
-
Herstellung von Besen
-
Nutzung als Heilpflanze
-
Ziergehölz
In der Naturheilkunde wurde er aufgrund seiner herzregulierenden und harntreibenden Eigenschaften eingesetzt. Heute spielt er vor allem als Zierstrauch im Garten eine Rolle.
Giftigkeit
Der Gewöhnliche Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig.
Besonders enthaltene Alkaloide können:
-
bei Mensch und Tier Vergiftungserscheinungen verursachen
-
bei Weidetieren problematisch sein
Daher sollte er nicht in unmittelbarer Nähe von Kinderspielbereichen gepflanzt werden.
Gewöhnlicher Besenginster im Garten
Der Besenginster ist ein locker wachsender, buschiger Strauch, der mit seinen gelben Blüten vom späten April bis Juni beeindruckt.
Standort
-
Sonne
-
Halbschatten
-
möglichst warm
Je sonniger der Standort, desto intensiver fällt die Blütenbildung aus.
Boden
-
sandig
-
steinig
-
kiesig
-
lehmig
-
nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
-
eher kalkarm
-
frisch bis mäßig trocken
-
unbedingt durchlässig
Staunässe verträgt der Besenginster nicht.
Wuchs
-
Höhe: bis 2 Meter
-
Breite: bis 2 Meter
-
locker aufrechter Wuchs
-
mehrjährig
-
windunempfindlich
Aufgrund seiner Wurzelausbildung eignet er sich hervorragend zur Hangbefestigung.
Typische Einsatzbereiche:
-
Heckenpflanze
-
Einzelstellung
-
Hangbepflanzung
-
großer Kübel auf Terrasse
Schneiden und Pflege
Der Strauch ist nur bedingt schnittverträglich. Er treibt aus altem Holz schlecht wieder aus.
Empfehlungen:
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Rückschnitt direkt nach der Blüte
-
nur junge Triebe einkürzen
-
kein radikaler Rückschnitt
Wichtig: Laut § 39 Bundesnaturschutzgesetz ist ein starker Rückschnitt von Hecken und Gehölzen zwischen 1. März und 30. September grundsätzlich verboten, um brütende Vögel zu schützen.
Schonende Pflegeschnitte sind erlaubt, sofern:
-
keine Nester vorhanden sind
-
keine Lebensstätten zerstört werden
Ein maßvoller Schnitt nach der Blüte ist daher ideal.
Winterhärte und USDA-Zone
Der Gewöhnliche Besenginster ist sehr robust und gehört zur USDA-Zone 5.
Er verträgt Temperaturen von:
-
etwa -25 °C bis -30 °C
Ein zusätzlicher Winterschutz ist im Freiland nicht erforderlich.
Nutzen für Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten
Als Schmetterlingsblütler bietet der Gewöhnliche Besenginster:
-
Nektar: 1/4
-
Pollen: 2/4
Er wird vor allem von:
-
Wildbienen
-
Hummeln
-
zahlreichen Schmetterlingsarten
besucht.
Besonders für Schmetterlinge hat der Besenginster eine hohe Bedeutung. Seine Blüten liefern Nektar für Falterarten wie:
-
Zitronenfalter
-
Kleiner Fuchs
-
verschiedene Bläulinge
Darüber hinaus dient er einigen Arten auch als Raupenfutterpflanze. Damit erfüllt er eine doppelte ökologische Funktion – sowohl als Nahrungsquelle für erwachsene Falter als auch als Entwicklungsraum für die nächste Generation.
Durch seine üppige Blüte im späten Frühjahr stellt der Besenginster eine wichtige Trachtpflanze dar und trägt zur Stabilisierung von Insektenpopulationen in mageren, sonnigen Lebensräumen bei.
Fazit: Gewöhnlicher Besenginstzer – Gelbe Blütenpracht mit ökologischer Funktion
Der Gewöhnliche Besenginster (Cytisus scoparius) ist ein robuster, anspruchsloser heimischer Strauch, der besonders für sonnige, nährstoffarme Standorte geeignet ist.
Er bietet:
-
auffällige Frühlingsblüte
-
moderate Bienenfreundlichkeit
-
hohe Trockenheitsverträglichkeit
-
gute Eignung für Hänge und Böschungen
Aufgrund seiner Giftigkeit sollte jedoch der Standort bewusst gewählt werden.
Gewöhnlicher Besenginster kaufen
Der Besenginster ist gut verfügbar. Beim Kauf sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
-
möglichst heimische Wildform
-
keine stark veredelten Zuchtformen
-
robuste Jungpflanzen
Viele Online-Händler führen den Strauch im Sortiment. Empfehlenswert ist jedoch der Kauf bei einer regionalen Baumschule, da Pflanzen dort besser an das lokale Klima angepasst sind.
FAQ zum Gewöhnlichen Besenginster
Ist der Besenginster winterhart?
Ja, bis etwa -30 °C (USDA-Zone 5).
Ist er giftig?
Ja, alle Pflanzenteile gelten als giftig.
Wann blüht er?
Von Mai bis August.
Ist er bienenfreundlich?
Ja, vor allem für Wildbienen und Hummeln.
Wann darf man ihn schneiden?
Direkt nach der Blüte. Radikale Schnitte sind laut Bundesnaturschutzgesetz im Frühjahr und Sommer eingeschränkt.
Bedeutung heimischer Pflanzen für die Artenvielfalt
Der Strauch ist eine heimische Art und damit deutlich wertvoller für unsere Ökosysteme als viele exotische Ziersträucher.
Heimische Pflanzen:
-
fördern spezialisierte Insektenarten
-
unterstützen die Nahrungsketten
-
sind an das regionale Klima angepasst
-
stärken langfristig die Biodiversität
Wer naturnah gärtnern möchte, sollte daher bevorzugt auf heimische Gehölze setzen.















