⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆☆
Bewertung: 3,4 / 10 ⭐
Nektar: 1/4
Pollen: 1/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich.de – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Borago – LINK (Bio-Qualität)
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Carum carvi
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Pflanzenart: Kraut
Verwendung: Wildblumenwiese, Kräutergarten, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 100 cm
max. Breite: 60 cm
Blühfarbe: weiß
Blühzeitraum: Mai, Juni
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig, mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, sandig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Echter Kümmel (Carum carvi)!
Echter Kümmel gehört zu den ältesten und bekanntesten Gewürzpflanzen Europas und ist natürlich auch im Pflanzenfinder vertreten. Die aromatischen Samen werden bereits seit Jahrhunderten in der Küche und in der Naturheilkunde verwendet.
Weitere bienenfreundliche Nahrungspflanzen, die gleichzeitig einen kulinarischen Nutzen besitzen, wie z.B. die Petersilie oder das Currykraut, findet Ihr ebenfalls im Pflanzenfinder.
Obwohl die Pflanze vielen Menschen vor allem als Gewürz bekannt ist, wird häufig übersehen, dass sie auch einen hohen ökologischen Wert besitzt. Besonders die charakteristischen Doldenblüten werden von zahlreichen Insekten besucht.
Darüber hinaus gehört die Art zu den heimischen Pflanzen und eignet sich hervorragend für naturnahe Gärten, Kräuterbeete und Wildblumenwiesen.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Für den Echten Kümmel existieren zahlreiche regionale Bezeichnungen.
Alternative Bezeichnungen
- Gemeiner Kümmel
- Wiesen-Kümmel
- Kümmel
Der wissenschaftliche Name lautet „Carum carvi“.
Die genaue Herkunft des Namens lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen.
Der Begriff „Kümmel“ wird vermutlich aus älteren sprachlichen Formen des Mittelmeerraums oder Vorderasiens abgeleitet.
Die Artbezeichnung „carvi“ wurde bereits in antiken botanischen Schriften verwendet und blieb bis heute erhalten.
Natürliches Vorkommen
Die ursprüngliche Herkunft der Pflanze wird im Mittelmeerraum und in Vorderasien vermutet.
Heute ist die Art in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet.
Typische Lebensräume sind:
- Wiesen
- Wegränder
- Böschungen
- Weiden
- nährstoffreiche Grasflächen
In Deutschland liegen die wichtigsten Vorkommen vor allem in den mittleren und südlichen Landesteilen.
Eine Übersicht der natürlichen Verbreitung findet Ihr bei FloraWeb.
Nach Angaben der Roten Liste gilt die Art in Deutschland als nicht gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Echter Kümmel ist nicht giftig, sondern zählt zu den wichtigsten Gewürzpflanzen Europas.
Verwendet werden unter anderem:
- Samen
- Blätter
- Wurzeln
Besonders bekannt ist die Pflanze als Gewürz für:
- Brot
- Kohlgerichte
- Kartoffelgerichte
- Suppen
- Tees
Darüber hinaus wird die Pflanze seit langer Zeit in der Naturheilkunde eingesetzt.
Vor allem Kümmeltee gilt als klassisches Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden.
Hinweis für Wildsammler: Da Doldenblütler optisch leicht zu verwechseln sind, sollte beim Sammeln in der freien Natur eine Verwechslung mit giftigen Verwandten (wie dem Gefleckten Schierling oder der Hundspetersilie) ausgeschlossen werden.
Echter Kümmel (Carum carvi) im naturnahen Garten
Die Pflanze verbindet einen praktischen Nutzen mit einem hohen ökologischen Wert und eignet sich deshalb hervorragend für naturnahe Gärten.
Die weißen Blütendolden wirken zwar eher schlicht, fügen sich aber sehr harmonisch in Wildblumenbeete und Kräutergärten ein.
Blüte
- Mai bis Juni
- weiße Blüten
- doldenförmige Blütenstände
- zahlreiche kleine Einzelblüten
Die Blüten werden von vielen unterschiedlichen Insekten besucht.
Standort
- Sonne
- Halbschatten
- warme Standorte
Ein sonniger Platz fördert die Blüten- und Samenbildung.
Boden
- sandig
- lehmig
- humusreich
- nährstoffreich
- kalkhaltig
- mäßig trocken bis mäßig feucht
- gut wasserdurchlässig
Der Boden sollte weder dauerhaft austrocknen noch zu nass sein.
Wuchs
- Krautpflanze
- überwiegend zweijährig (selten ein- oder mehrjährig)
- Höhe: bis 100 cm
- Breite: bis 60 cm
- aufrechter Wuchs
Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von den jeweiligen Standortbedingungen ab.
Verwendung
- Kräutergarten
- Wildblumenwiese
- Balkon
- Terrasse
Eine Aussaat im Kübel oder Balkonkasten ist problemlos möglich. Dadurch eignet sich die Pflanze auch für kleinere Gärten und begrenzte Flächen.













