⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆
Bewertung: 6,8 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich.de – LINK
Amazon – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
n.v.
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Buxus sempervirens
Pflanzenfamilie: Buchsbaumgewächse
Pflanzenart: Strauch
Verwendung: Heckenpflanze, Einzelstellung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: hoch, normal
max. Höhe: 4,5 m
max. Breite: 3,5 m
Blühfarbe: gelb, grün
Blühzeitraum: März, April
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, wintergrün, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Gewöhnlicher Buchsbaum (Buxus sempervirens)
Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) zählt zu den bekanntesten immergrünen Gehölzen Europas. Über Jahrhunderte hinweg wurde er als Hecken-, Form- und Ziergehölz geschätzt.
Weniger bekannt ist hingegen, dass seine unscheinbaren Blüten bereits sehr früh im Jahr erscheinen und zahlreichen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle bieten können.
Der Gewöhnliche Buchsbaum ist eine von vielen bienenfreundlichen Pflanzen im Pflanzenfinder.
Weitere für Hecken und naturnahe Gärten interessante Gehölze sind beispielsweise der Liguster sowie der Weißdorn, die ebenfalls einen ökologischen Mehrwert bieten.
Alternative Namen und Namensherkunft
Der Strauch wird meist einfach als Buchsbaum oder Buchs bezeichnet.
Daneben existieren zahlreiche regionale Bezeichnungen wie:
- Bosbaum
- Bussbom
- Palm
- Pikesbum
- Puhs
Der wissenschaftliche Name lautet Buxus sempervirens.
Das Artepitheton sempervirens stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „immergrün“. Es verweist auf die Eigenschaft der Pflanze, ihre Blätter auch im Winter zu behalten.
Natürliches Vorkommen
Der Buchsbaum ist in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas verbreitet.
Natürliche Vorkommen finden sich unter anderem:
- in Südwestfrankreich
- in Nordspanien
- auf dem Balkan
- vereinzelt auch in Deutschland
Die Pflanze wächst bevorzugt:
- in lichten Laubwäldern
- an kalkreichen Hängen
- in wärmebegünstigten Lagen
- auf felsigen Standorten
In Deutschland zählt der Buchsbaum zu den eher seltenen heimischen Gehölzen und wird auf Bundesebene als gefährdet eingestuft.
Verwendung und Giftigkeit
Der Gewöhnliche Buchsbaum zählt zu den giftigen Gartenpflanzen.
Nahezu alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide, insbesondere:
- Blätter
- Rinde
- junge Triebe
- Samen
Eine Aufnahme größerer Mengen kann sowohl bei Menschen als auch Haustieren zu Vergiftungserscheinungen führen.
Trotz seiner Giftigkeit wurde der Buchsbaum in der Vergangenheit vereinzelt als Heilpflanze verwendet. Heute spielt diese Nutzung kaum noch eine Rolle.
Seine größte Bedeutung besitzt er als:
- Heckenpflanze
- Formgehölz
- Einfassungsgehölz
- Solitärpflanze
Gewöhnlicher Buchsbaum im naturnahen Garten
Der Buchsbaum gehört zu den Klassikern der europäischen Gartenkultur. Durch seine Schnittverträglichkeit und sein ganzjährig grünes Laub lässt er sich vielseitig einsetzen.
Blüte
Die Blütezeit reicht von März bis April.
Typisch sind:
- kleine gelbgrüne Blüten
- unscheinbare Erscheinung
- frühe Blütezeit
- intensiver Insektenbesuch an blühenden Exemplaren
Gerade im zeitigen Frühjahr können die Blüten eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.
Standort
Geeignet sind:
- sonnige Standorte
- halbschattige Lagen
- geschützte Gartenbereiche
Boden
Bevorzugt werden:
- humusreiche Böden
- kalkhaltige Untergründe
- nährstoffreiche Standorte
- gut durchlässige Substrate
Staunässe sollte vermieden werden.
Wuchs
Der Strauch erreicht:
- bis zu 4,5 m Höhe
- bis zu 3,5 m Breite
Durch regelmäßige Schnittmaßnahmen kann er jedoch deutlich kleiner gehalten werden.
Verwendung
Der Buchsbaum eignet sich besonders für:
- Hecken
- Beeteinfassungen
- Formschnittgehölze
- Einzelstellung
- größere Kübel
Buchsbaum schneiden und pflegen
Der Buchsbaum gilt grundsätzlich als pflegeleicht und schnittverträglich.
Pflege
Für ein gesundes Wachstum sind vor allem folgende Punkte wichtig:
- ausreichend Feuchtigkeit
- nährstoffreiche Böden
- gelegentliche Düngung
- gute Wasserdurchlässigkeit
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Buchsbaumzünsler gewidmet werden, der in vielen Regionen erhebliche Schäden verursachen kann.
Rückschnitt
Da die Blüten bereits früh im Jahr erscheinen und eine wichtige Nahrungsquelle darstellen können, empfiehlt sich ein stärkerer Rückschnitt möglichst nach der Blüte.
Aus Gründen des Insektenschutzes sollte zudem auf unnötige Schnittmaßnahmen während der Hauptaktivitätszeit vieler Bestäuber verzichtet werden.
Formschnitte können je nach Verwendungszweck mehrmals jährlich erfolgen.
Ist der Buchsbaum winterhart?
Der Gewöhnliche Buchsbaum wird überwiegend der USDA-Winterhärtezone 5 bis 9 zugeordnet. Er verträgt Temperaturen von bis zu -29 °C und gilt damit als sehr winterhart.
In den meisten Regionen Deutschlands sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich. Lediglich junge Pflanzen oder Kübelpflanzen können bei extremen Frösten von einem zusätzlichen Schutz profitieren.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Mit einem Nektarwert von 2/4 und einem Pollenwert von 2/4 stellt der Buchsbaum eine ergänzende Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber dar.
Besonders wertvoll ist dabei seine frühe Blütezeit im März und April, da zu diesem Zeitpunkt oft noch vergleichsweise wenige Gehölze und Stauden blühen.
An den Blüten können unter anderem beobachtet werden:
- Wildbienen
- Honigbienen
- Hummeln
- Schwebfliegen
Zu beachten ist jedoch, dass der Buchsbaum häufig erst nach mehreren Jahren zur Blüte gelangt. Regelmäßig geschnittene Hecken bilden oftmals nur wenige oder gar keine Blüten aus, während frei wachsende Exemplare deutlich häufiger blühen.
Der ökologische Wert des Buchsbaums hängt daher maßgeblich davon ab, ob die Pflanze überhaupt zur Blütenbildung kommt. Dort, wo dies der Fall ist, kann sie Bestäubern im zeitigen Frühjahr ein zusätzliches Nahrungsangebot bereitstellen.
Buchsbaum kaufen
Der Gewöhnliche Buchsbaum zählt zu den am häufigsten angebotenen Gehölzen im Gartenhandel.
Erhältlich ist er unter anderem als:
- Heckenpflanze
- Solitärgehölz
- Formgehölz
- Kübelpflanze
Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief.
Darüber hinaus lohnt sich der Kauf bei regionalen Baumschulen, die häufig besonders robuste und standortangepasste Pflanzen anbieten.
FAQ zum Buchsbaum
Ist der Buchsbaum bienenfreundlich?
Blühende Exemplare werden regelmäßig von Wildbienen, Honigbienen und weiteren Insekten besucht. Besonders die frühe Blüte macht den Buchsbaum interessant.
Ist der Buchsbaum giftig?
Ja, nahezu alle Pflanzenteile gelten als giftig und sollten weder von Menschen noch von Haustieren verzehrt werden.
Wann sollte man die Pflanze schneiden?
Größere Schnittmaßnahmen erfolgen idealerweise nach der Blüte. Formschnitte sind während der Vegetationsperiode möglich.
Ist der Buchsbaum winterhart?
Der Buchsbaum gilt als sehr frostverträglich und kommt in Deutschland normalerweise problemlos durch den Winter.
Warum blüht er nicht?
Häufige Schnittmaßnahmen verhindern oftmals die Blütenbildung. Frei wachsende Pflanzen blühen in der Regel deutlich zuverlässiger.
Bedeutung heimischer Pflanzenarten
Heimische Pflanzenarten bilden die Grundlage zahlreicher ökologischer Wechselbeziehungen und sind für viele Tierarten von besonderer Bedeutung.
Sie haben sich über lange Zeiträume gemeinsam mit unserer heimischen Tierwelt entwickelt und übernehmen wichtige Funktionen als Nahrungsquelle, Lebensraum und Fortpflanzungsstätte.
Gerade in naturnahen Gärten kann die Verwendung heimischer Pflanzenarten dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu fördern und stabile Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und viele weitere Tierarten zu schaffen.
Der Gewöhnliche Buchsbaum gehört zu den wenigen heimischen immergrünen Gehölzen Europas und kann – insbesondere wenn er zur Blüte gelangt – einen Beitrag zu einem vielfältigen Garten leisten.













