⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆
Bewertung: 5,7 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Wildpflanzenverkauf – LINK
Gärtnerei Strickler – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Templiner Kräutergarten – LINK
Trachtpflanzen24.de – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Vicia sepium
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler
Pflanzenart: Kraut, Kletterpflanze
Verwendung: Kletterpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: hoch, normal
max. Höhe: 60 cm
max. Breite: 60 cm
Blühfarbe: blau, rosa, violett
Blühzeitraum: Mai – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, tonig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Zaun-Wicke (Vicia sepium)!
Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) ist eine heimische, mehrjährige Kletterpflanze, die mit ihren zarten Schmetterlingsblüten nicht nur optisch überzeugt, sondern auch ökologisch wertvoll ist. Sie gehört zu den Nahrungsquellen für Wildbienen im späten Frühjahr und Sommer.
Die Zaun-Wicke ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere Arten der Gattung Vicia, wie beispielsweise die Vogel-Wicke oder die Ackerbohne, ergänzen das Angebot an heimischen Schmetterlingsblütlern.
Die Wicken – eine artenreiche Pflanzengattung
Die Gattung Vicia umfasst weltweit rund 150–190 Arten. Sie ist vor allem auf der Nordhalbkugel verbreitet und bevorzugt gemäßigte Klimazonen. Typisch für Wicken sind:
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gefiederte Blätter mit Rankorganen
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schmetterlingsförmige Blüten
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eiweißreiche Hülsenfrüchte
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die Fähigkeit, Stickstoff im Boden zu binden
Damit leisten Wicken einen wichtigen Beitrag zur Bodenverbesserung und fördern langfristig die Fruchtbarkeit von Garten- und Wiesenflächen.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Zaun-Wicke wird gelegentlich auch als Garten-Wicke oder Edel-Wicke bezeichnet, wobei diese Bezeichnungen nicht eindeutig sind. Der botanische Name lautet Vicia sepium.
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„Vicia“ ist die lateinische Bezeichnung für Wicke.
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„sepium“ bedeutet „der Hecken oder Zäune“.
Der deutsche Name verweist somit direkt auf den bevorzugten Wuchsstandort: Die Pflanze rankt sich gern an Zäunen, Hecken oder Sträuchern empor.
Natürliches Vorkommen
Die Kletterpflanze ist in ganz Mitteleuropa und somit auch bei uns weit verbreitet und gilt in Deutschland als nicht gefährdet. Sie wächst bevorzugt:
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auf nährstoffreichen Fettwiesen
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an Waldrändern
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in krautreichen Laubmischwäldern
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an Hecken und Wegrändern
Durch ihre Anpassungsfähigkeit findet man sie sowohl im ländlichen Raum als auch in naturnahen Siedlungsbereichen.
Giftigkeit und Verwendung
Die Pflanze gilt als nicht stark giftig. Dennoch sollten die Samen gemieden werden, da sie schwach giftige Inhaltsstoffe enthalten.
Verwendungsmöglichkeiten:
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junge Triebe und Blätter als Salatbeilage
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Blüten als essbare Dekoration
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eiweißreiche Futterpflanze für Weidetiere
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Bestandteil von extensiven Wiesenmischungen
Durch ihre Fähigkeit zur Stickstoffbindung verbessert sie zudem den Boden – ein ökologischer Vorteil im naturnahen Garten.
Die Zaun-Wicke im naturnahen Garten
Die Zaun-Wicke wird oft fälschlicherweise als Unkraut betrachtet. In einem naturnahen Garten darf sie jedoch bewusst integriert werden, da sie sowohl optisch als auch ökologisch überzeugt.
Standort:
- Sonne bis Halbschatten
Boden:
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lehmig bis tonig
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humusreich
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frisch bis mäßig feucht
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gut wasserdurchlässig
Wuchs:
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Höhe: bis ca. 60 cm
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Breite: bis ca. 60 cm
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rankend mit Haftorganen
Die Pflanze schlängelt sich gern an Zäunen entlang oder nutzt Stauden und Sträucher als natürliche Rankhilfe. Eine zusätzliche Rankhilfe kann sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Geeignete Einsatzorte:
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naturnahe Blumenbeete
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wilde Gartenecken
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Heckenbereiche
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größere Kübel auf Balkon oder Terrasse
Rückschnitt und Pflege
Als mehrjährige Staude zieht die Zaun-Wicke im Herbst teilweise ein. Für den Insektenschutz empfiehlt es sich, abgestorbene Pflanzenteile erst im stabilen Frühjahr zurückzuschneiden.
Warum erst im Frühjahr schneiden?
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Stängel dienen als Überwinterungsquartier für Insekten
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Samenstände bieten Nahrung
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Struktur schützt den Boden im Winter
Ein radikaler Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Die Pflanze regeneriert sich zuverlässig aus der Basis.
Winterhärte
Die Zaun-Wicke ist robust und in USDA-Zone 5 eingeordnet. Sie verträgt Temperaturen bis etwa –25 °C und benötigt keinen zusätzlichen Winterschutz.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Ökologisch zählt die Zaun-Wicke zu den wertvollen heimischen Arten. Sie bietet:
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Nektar (3/4)
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Pollen (2/4)
Besonders profitieren:
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Hummeln
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Mauerbienen
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Langhornbienen
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Schmetterlinge
Als Schmetterlingsblütler besitzt sie eine spezielle Blütenform, die vor allem kräftigen Bestäubern zugutekommt. Gleichzeitig verbessert sie als Leguminose die Bodenqualität.
Zaun-Wicke kaufen
Die Kletterpflanze ist im Handel nicht ganz so verbreitet wie Zierwicken, aber durchaus erhältlich:
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spezialisierte Wildpflanzengärtnereien
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Anbieter für Regiosaatgut
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Online-Samenhändler
Ein regionaler Kauf ist empfehlenswert, da heimische Herkünfte besser an Standort und Klima angepasst sind.
Fazit: Zaun-Wicke – unterschätzte Kletterpflanze mit großem Nutzen
Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) ist eine robuste, heimische und insektenfreundliche Kletterpflanze. Sie verbindet:
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dekorative Blüten
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ökologische Bodenverbesserung
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wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen
Wer ihr im Garten Raum gibt, unterstützt aktiv die heimische Artenvielfalt.
FAQ zur Zaun-Wicke
Ist die Zaun-Wicke giftig?
Nicht stark giftig. Samen nur in Maßen verzehren.
Ist die Zaun-Wicke winterhart?
Ja, bis etwa –25 °C ohne Schutz.
Ist die Zaun-Wicke bienenfreundlich?
Ja, sie bietet Nektar und Pollen für zahlreiche Wildbienenarten.
Braucht sie eine Rankhilfe?
Sie nutzt vorhandene Strukturen wie Zäune oder Stauden, eine Rankhilfe kann hilfreich sein.
Ist sie heimisch?
Ja, sie ist in Mitteleuropa natürlich verbreitet.
Bedeutung heimischer Pflanzen
Heimische Pflanzen wie diese hier sind an unsere Insektenwelt angepasst. Viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert. Exotische Arten können diesen Bedarf oft nicht decken.
Durch die Pflanzung heimischer Arten:
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wird die Biodiversität gefördert
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bleiben Nahrungsketten stabil
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entstehen strukturreiche Lebensräume
Wer naturnah gärtnert, leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Tierwelt.















