⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆
Bewertung: 8,6 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 3/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich.de – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Jelitto – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Calluna vulgaris
Pflanzenfamilie: Heidekrautgewächse
Pflanzenart: Halbstrauch
Verwendung: Bodendecker, Hangbepflanzung, Blumenbeet, Steingarten, Balkon- und Terassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 60 cm
max. Breite: 60 cm
Blühfarbe: gelb, rosa, rot, violett, weiß
Blühzeitraum: Juli – September
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, kiesig, sandig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, nährstoffarm, kalkarm
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Besenheide (Calluna vulgaris)
Die Besenheide ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder und zählt zu den bekanntesten heimischen Heidepflanzen Europas. Mit ihrer späten Blütezeit sorgt sie vom Hochsommer bis in den Herbst für Farbe in naturnahen Gärten, auf mageren Flächen und in Pflanzgefäßen. Gerade dann, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, bringt die Besenheide neue Akzente in den Garten und verlängert die Blütensaison deutlich.
Eine nahe Verwandte ist die Schneeheide, welche hier zu finden ist.
Durch ihre Blütezeit von Juli bis September stellt die Besenheide über viele Wochen hinweg eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insektenarten dar.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Pflanze ist unter mehreren Namen bekannt. Häufig verwendet werden:
- Heidekraut
- Heide
- Bienenheide
- Breinbart
- Heiderer
- Rehheide
Der botanische Name Calluna vulgaris stammt aus dem Griechischen. Calluna bedeutet sinngemäß „fegen“ oder „reinigen“.
Getrocknete Triebe wurden früher tatsächlich zum Herstellen einfacher Besen verwendet. Daraus entwickelte sich vermutlich auch der deutsche Name Besenheide. Das Artepitheton vulgaris bedeutet „gewöhnlich“ oder „weit verbreitet“.
Natürliches Vorkommen
Die Besenheide ist eine heimische Pflanze und in Mitteleuropa weit verbreitet. In Deutschland prägt sie vielerorts bekannte Heidelandschaften und ist ein typischer Bestandteil nährstoffarmer Offenlandschaften.
Typische Standorte sind:
- Heiden
- lichte Wälder
- Moorbereiche
- Dünenlandschaften
- magere Sandflächen
- Böschungen und Brachen
Sie bevorzugt nährstoffarme, kalkarme und eher saure Böden mit guter Durchlässigkeit. Besonders auf sonnigen Flächen entwickelt sich die Besenheide hervorragend.
👉 Hinweis zur Roten Liste:
Nach Angaben des Rote Liste Zentrum gilt die Besenheide in Deutschland als nicht gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Die Besenheide gilt als nicht stark giftig und wurde traditionell vielseitig genutzt.
Historische Anwendungen:
- Heilpflanze bei Harnwegsbeschwerden
- Tee- und Kräuterzubereitungen
- Besenbinderei
- Flechtmaterial
- Trockenfloristik
Heute wird sie vor allem als robuste und dekorative Gartenpflanze geschätzt. Dank ihrer späten Blütezeit besitzt sie besonders im Herbst einen hohen Zierwert.
Besenheide – Standort und Verwendung im Garten
Im Garten überzeugt die Pflanze durch Robustheit, lange Haltbarkeit und ihre späte Blüte.
Standort
- sonnig
- halbschattig
- offen
- luftig
Boden
- sandig
- kiesig
- steinig
- humos möglich
- kalkarm
- gut durchlässig
Blütezeit
- Juli bis September
- wertvoller Spätblüher
Wuchs
- Höhe: bis ca. 60 cm
- Breite: bis ca. 60 cm
- dicht verzweigt
Verwendungsmöglichkeiten
- Blumenbeet
- Steingarten
- Bodendecker
- Hangbepflanzung
- Balkonkasten
- Kübelpflanzung
Der Halbstrauch eignet sich besonders für pflegeleichte Gärten mit naturnahem Charakter. Auch in Gruppenpflanzungen oder größeren Flächen wirkt er sehr harmonisch.
Besenheide – Winterhärte (USDA-Zone)
Die Besenheide ist sehr robust und zuverlässig winterhart.
- winterhart bis etwa -30 °C
- entspricht ungefähr USDA-Zone 4–7
Ein zusätzlicher Schutz ist meist nicht nötig. Wichtiger als Kälte ist ein durchlässiger Boden ohne Staunässe im Winter. Auf geeigneten Standorten zeigt sich die Pflanze ausgesprochen langlebig.
Besenheide – Nutzen für Bienen bzw. Insekten im Allgemeinen
Die Besenheide bietet sowohl Nektar als auch Pollen und zählt zu den besonders wertvollen Spätblühern.
- Nektar: 3/4
- Pollen: 3/4
Besucher sind unter anderem:
- Wildbienen
- Hummeln
- Honigbienen
- Schwebfliegen
- Tagfalter
Gerade im Spätsommer und Frühherbst ist der Halbstrauch für viele Arten sehr bedeutsam, da dann weniger Blütenpflanzen verfügbar sind.
Fazit
Die Pflanze ist ein robuster, attraktiver und ökologisch wertvoller Halbstrauch für sonnige Standorte. Sie verbindet späten Flor, hohe Anpassungsfähigkeit und starken Nutzen für Insekten.
Wer strukturreiche Naturgärten gestalten möchte, trifft mit der Besenheide eine ausgezeichnete Wahl. Auch auf armen Böden zeigt sich die Pflanze sehr zuverlässig.
Besenheide kaufen
Der Halbstrauch ist sehr gut verfügbar. Viele Gärtnereien, Baumschulen und Fachhändler führen Pflanzen oder Saatgut im Sortiment.
Der Kauf regional produzierter Ware ist empfehlenswert, da diese oft besser an das Klima angepasst ist. Qualitativ gute Pflanzen wachsen meist dichter und langlebiger.
FAQ
Ist die Besenheide winterhart?
Ja, sie ist sehr frosthart und zuverlässig winterfest.
Wann blüht die Besenheide?
Meist von Juli bis September.
Ist die Besenheide bienenfreundlich?
Ja, sie liefert reichlich Nektar und Pollen.
Braucht sie viel Wasser?
Nein, normaler bis geringer Wasserbedarf genügt.
Ist sie heimisch?
Ja, die Pflanze gehört zur heimischen Flora.
Bedeutung heimischer Pflanzen
Diese Pflanze ist eine wichtige heimische Art mit hohem ökologischem Wert.
Heimische Pflanzen:
- fördern spezialisierte Insektenarten
- stärken die Biodiversität
- sind an Klima und Böden angepasst
- benötigen oft weniger Pflege
- erhalten natürliche Lebensräume
Gerade traditionelle Heidelandschaften wären ohne diese Arten kaum denkbar.
















