⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,5 / 10 ⭐

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen)


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Rosa majalis

Pflanzenfamilie: Rosengewächse

Pflanzenart: Strauch

Verwendung: Hangbepflanzung, Heckenpflanze, Einzelstellung

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 2 m

max. Breite: 1,5 m

Blühfarbe: rosa, weiß

Blühzeitraum: April – Juni

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: kiesig, sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich, heimisch


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Zimtrose (Rosa majalis)

 

Die Zimtrose (Rosa majalis) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder von bienennutzgarten.de.
Als eher seltene heimische Wildrose besitzt sie einen ökologischen Wert und eignet sich gut für naturnahe Gärten, strukturreiche Hecken und extensiv gepflegte Flächen.

Nahe verwandte Arten sind weitere Wildrosen wie die Hundsrose oder die Essigrose, die sich unter anderem in Wuchsform, Blütezeit und Standortansprüchen unterscheiden.


Alternative Namen & Namensherkunft

Die Zimtrose ist regional auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Mairose

  • Maiblume

Der botanische Artname Rosa majalis verweist auf die Blütezeit im Mai.
Der deutsche Name „Zimtrose“ bezieht sich auf die auffällig zimtfarbenen bis rötlich-braunen Triebe und Zweige, die besonders im Winter gut sichtbar sind.


Natürliches Vorkommen

Die Zimtrose ist in Deutschland deutlich seltener als andere Wildrosenarten und kommt überwiegend im Süden vor. Sie gilt als heimische, aber regional gefährdete Art.

Typische natürliche Standorte sind:

  • felsige Hänge

  • Kies- und Schotterbänke

  • Flussufer und Auenwälder

  • trockene Gebüsche

In der Roten Liste wird die Art in Deutschland als gefährdet eingestuft.


Verwendung & Giftigkeit

Die Zimtrose ist nicht giftig.
Ihre Hagebutten sind essbar, besitzen jedoch einen eher milden bis leicht faden Geschmack. Aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts werden sie dennoch geschätzt.

Typische Verwendungen sind:

  • Hagebuttentee

  • Marmeladen und Gelees

  • Chutneys

  • Liköre

Besonders in der kalten Jahreszeit finden die Früchte traditionell Verwendung.


Zimtrose im naturnahen Garten

Als heimische Wildrose eignet sich die Zimtrose gut für naturnahe, eher extensiv gepflegte Gärten. Aufgrund ihrer Seltenheit stellt sie eine wertvolle Ergänzung für biodiversitätsorientierte Pflanzkonzepte dar.

Typische Eigenschaften im Garten:

  • robust und langlebig

  • pflegeleicht

  • gut schnittverträglich

  • ökologisch wertvoll

Die einfachen, rosa bis weißlichen Blüten erscheinen vergleichsweise früh und machen sie besonders für den Frühjahrsaspekt interessant.

Standort:
Geeignet sind vor allem:

  • sonnige Lagen

  • halbschattige Standorte

  • offene, luftige Gartenbereiche

Boden:
Bevorzugt werden:

  • kiesige bis sandige Böden

  • lehmige, humusreiche Substrate

  • kalkhaltige Untergründe

  • mäßig trockene bis mäßig feuchte Böden

Staunässe sollte vermieden werden.

Wuchs:
Der Strauch wächst locker aufrecht bis leicht ausladend.

  • Höhe: bis ca. 2 m

  • Breite: bis ca. 1,5 m

  • Wuchsform: strauchförmig, locker verzweigt

  • Entwicklung: abhängig von Standort und Boden


Verwendung im Garten

Die Zimtrose eignet sich besonders für:

  • naturnahe Hecken

  • Hangbepflanzungen

  • strukturreiche Gartenbereiche

  • Einzelstellung in größeren Gärten

Für Balkon oder Terrasse ist sie aufgrund ihrer Größe nicht geeignet.


Zimtrose – Schneiden & Pflege

Die Zimtrose ist gut schnittverträglich, benötigt jedoch keinen regelmäßigen Rückschnitt. Ein Schnitt ist vor allem zur Auslichtung oder Größenbegrenzung sinnvoll.

Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt liegt im Spätwinter bis zeitigen Frühjahr, vor dem neuen Austrieb. Alte, schwache oder ungünstig stehende Triebe können dann bodennah entfernt werden.

Aus Gründen des Insekten- und Vogelschutzes sollten Gehölze möglichst über Winter stehen bleiben. Alte Triebe und Fruchtstände dienen vielen Tieren als Überwinterungsquartier.

Bei stärkeren Schnittmaßnahmen ist das Bundesnaturschutzgesetz zu beachten:
Diese sind nur bis zum 28./29. Februar erlaubt. Während der Brutzeit sind lediglich schonende Formschnitte zulässig.


Winterhärte

Die Zimtrose ist vollständig winterhart.

  • USDA-Zone: 4

  • Temperaturbereich: bis etwa –30 °C

Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht erforderlich.


Nutzen für Wildbienen & andere Insekten

Die Zimtrose besitzt einen soliden, aber nicht herausragenden Wert für Wildbienen:

  • Nektar: 2/4

  • Pollen: 2/4

Von den offenen Blüten profitieren unter anderem:

  • Wildbienen

  • Hummeln

  • Schwebfliegen

Durch die frühe Blütezeit kann sie vor allem im späten Frühjahr einen ergänzenden Beitrag zum Nahrungsangebot leisten.


Fazit

Die Zimtrose ist eine seltenere heimische Wildrose mit frühem Blühzeitpunkt und ökologischem Mehrwert.
Sie eignet sich besonders für naturnahe Gärten und Hecken, in denen heimische und strukturgebende Gehölze im Vordergrund stehen.


Zimtrose kaufen

Die Zimtrose ist deutlich seltener im Handel als andere Wildrosenarten.
Erhältlich ist sie vor allem bei spezialisierten Baumschulen oder als Wildform bei ausgewählten Anbietern.

Der Kauf bei regionalen Baumschulen ist empfehlenswert, da diese Pflanzen gut an das lokale Klima angepasst sind.


FAQ

Ist die Zimtrose heimisch?
Ja, sie ist eine heimische Wildrose, in Deutschland jedoch regional selten.

Wie hoch wird der Strauch?
Er erreicht Wuchshöhen von bis zu etwa 2 Metern.

Ist die Zimtrose giftig?
Nein, sie ist ungiftig. Die Hagebutten sind essbar.

Wann blüht die Zimtrose?
Die Blütezeit liegt meist im Mai und Juni.

Ist sie für Hecken geeignet?
Ja, besonders für naturnahe und locker aufgebaute Hecken.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Die Zimtrose steht exemplarisch für den Wert heimischer Gehölze:

  • frühe Nahrungsquelle für Insekten

  • Struktur- und Schutzpflanze

  • genetische Vielfalt

  • optimale Anpassung an heimische Standorte

Heimische Pflanzen sind durch exotische Ziergehölze nicht ersetzbar und bilden die Grundlage für funktionierende Ökosysteme.