⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆
Bewertung: 7,1 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 1/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Samen.de – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Malva sylvestris
Pflanzenfamilie: Malvengewächse
Pflanzenart: Staude, Kraut
Verwendung: Blumenbeete, Balkon- und Terrassenpflanze, Kräutergarten
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 120 cm
max. Breite: 60 cm
Blühfarbe: rosa, violett
Blühzeitraum: Mai – September
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig, mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich, wintergrün
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Sie gehört zu den klassischen Wildstauden Mitteleuropas und verbindet Zierwert mit ökologischem Nutzen.
Weitere Arten aus der Familie der Malvengewächse, wie etwa die Moschus-Malve oder die Becher-Malve, sind dort ebenfalls zu finden.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Wilde Malve wird auch Große Käsepappel oder Rosspappel genannt.
Der wissenschaftliche Name Malva sylvestris leitet sich vom griechischen „malakos“ ab, was „weich“ bedeutet.
Dieser Name verweist auf die schleimstoffreichen Pflanzenteile, die seit Jahrhunderten medizinisch genutzt werden.
Natürliches Vorkommen
Ursprünglich stammt die Wilde Malve aus Südeuropa und Westasien.
Heute ist sie in ganz Mitteleuropa bzw. Deutschland weit verbreitet und gilt als heimisch.
Typische Standorte sind:
-
Wegränder
-
Zäune und Böschungen
-
Ruderalflächen
-
lichte Wälder
Nach Angaben des Rote-Liste-Zentrums gilt die Art in Deutschland als nicht gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Die Pflanze ist nicht giftig.
Alle Teile sind essbar und werden traditionell genutzt.
Typische Anwendungen sind:
-
Tee bei Husten und Reizungen
-
Schleimhautschutz bei Magen-Darm-Beschwerden
-
Blüten und Blätter als essbare Dekoration
In der Volksheilkunde zählt sie zu den klassischen Schleimstoffpflanzen.
Die Wilde Malve im Garten
Das Malvengewächs ist eine robuste, pflegeleichte Staude mit langer Blütezeit von Mai bis September.
Ihre rosa-violetten Blüten sind auffällig und wirken zugleich natürlich.
Standort & Boden
-
sonnig bis halbschattig
-
nährstoffreich
-
kalkhaltig
-
gut durchlässig
-
frisch bis eher trocken
Die Pflanze erreicht bis zu 120 cm Höhe und etwa 60 cm Breite.
Die tatsächliche Größe hängt stark vom Standort ab.
Geeignete Anwendungen
-
Blumen- und Staudenbeete
-
naturnahe Kräutergärten
-
Balkon- und Terrassenkübel
Wilde Malve schneiden
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert.
-
Verblühte Triebe regelmäßig entfernen → fördert Nachblüten
-
Nach der Hauptblüte bodennah zurückschneiden → kompakter Wuchs
-
Selbstaussaat kann durch Rückschnitt reduziert werden
Ein radikaler Schnitt ist nicht nötig.
Winterhärte
Die Pflanze ist sehr winterhart.
-
USDA-Zone 4
-
frosthart bis ca. –34 °C
Ein Winterschutz ist in der Regel nicht erforderlich.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Die Wilde Malve liefert Nektar und Pollen für zahlreiche Insektenarten.
Besucher sind unter anderem:
-
Wildbienen
-
Hummeln
-
Schwebfliegen
-
Käfer
Durch die lange Blütezeit ist sie besonders wertvoll für den Sommergarten.
Fazit
Die Wilde Malve ist eine heimische, vielseitige und ökologisch wertvolle Staude.
Sie verbindet lange Blüte, geringen Pflegeaufwand und Nutzen für Insekten.
Für naturnahe Gärten ist sie eine hervorragende Alternative zu kurzlebigen Zierpflanzen ohne Mehrwert.
Wilde Malve kaufen
Die Staude ist gut erhältlich, sowohl als Pflanze als auch als Saatgut.
Sie wird von verschiedenen Staudengärtnereien und Wildpflanzen-Anbietern geführt.
Eine Aussaat ist unkompliziert und gelingt besonders gut auf lockeren, sonnigen Standorten.
Häufige Fragen (FAQ) zur Wilden Malve
Ist die Wilde Malve heimisch?
Ja, sie ist in Mitteleuropa heimisch.
Ist Malva sylvestris winterhart?
Ja, bis etwa –34 °C (USDA-Zone 4).
Blüht die Wilde Malve lange?
Ja, meist von Mai bis September.
Ist sie giftig?
Nein, sie gilt als ungiftig und essbar.
Eignet sich die Pflanze für den Balkon?
Ja, bei ausreichend großem Kübel und sonnigem Standort.
Bedeutung heimischer Pflanzen
Heimische Pflanzen wie diese hier sind für stabile Ökosysteme unverzichtbar.
Viele Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer sind auf bestimmte heimische Arten spezialisiert.
Sie liefern nicht nur Nahrung, sondern sichern auch Fortpflanzung und Artenvielfalt.
Wer heimische Pflanzen nutzt, unterstützt langfristig eine widerstandsfähige und lebendige Gartenlandschaft.















