⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️☆☆
Bewertung: 8 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich.de – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Saatgut-Vielfalt – LINK
Kräuter-und-Duftpflanzen.de – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Eupatorium cannabinum
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Pflanzenart: Staude
Verwendung: Uferpflanze, Blumenbeet, Unterpflanzung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: hoch
max. Höhe: 130 cm
max. Breite: 80 cm
Blühfarbe: rosa
Blühzeitraum: Juli – September
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, tonig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, stickstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: frisch bis feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Kaum eine heimische Wildstaude wird im Hochsommer so intensiv von Insekten besucht wie der Gewöhnliche Wasserdost. Seine großen rosafarbenen Blütendolden ziehen Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen nahezu magisch an. Wer feuchte Bereiche im Garten naturnah gestalten möchte, findet in dieser heimischen Pflanze eine ausgezeichnete Wahl.
Im Pflanzenfinder von bienennutzgarten.de entdeckt Ihr zahlreiche weitere bienenfreundliche Wildpflanzen für feuchte Standorte. Besonders gut lässt sich der Gewöhnliche Wasserdost beispielsweise mit der Bach-Nelkenwurz, dem Blutweiderich oder der Bachbunge kombinieren.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Der Gewöhnliche Wasserdost ist auch unter den Namen Wasserhanf oder Kunigundenkraut bekannt. Sein botanischer Name lautet Eupatorium cannabinum.
Der Gattungsname Eupatorium soll auf den pontischen König Mithridates Eupator zurückgehen, der verschiedene Heilpflanzen genutzt haben soll. Der Artname cannabinum bedeutet „hanfähnlich“ und beschreibt die Blattform, die entfernt an Hanf erinnert.
Der deutsche Name „Wasserdost“ setzt sich aus „Wasser“, als Hinweis auf den bevorzugten feuchten Standort, und „Dost“ zusammen. Letzteres stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezeichnet einen dichten Blütenstand oder Büschel.
Gewöhnlicher Wasserdost – Natürliches Vorkommen
Der Gewöhnliche Wasserdost ist in weiten Teilen Europas heimisch und in Deutschland nahezu flächendeckend verbreitet.
Typische Standorte sind:
- Bach- und Flussufer
- Feuchtwiesen
- Gräben
- Waldränder
- lichte Auwälder
Er bevorzugt dauerhaft frische bis feuchte Böden und wächst häufig dort, wo ausreichend Nährstoffe vorhanden sind.
Nach Angaben des Rote-Liste-Zentrums gilt der Gewöhnliche Wasserdost in Deutschland derzeit als nicht gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Der Gewöhnliche Wasserdost enthält Pyrrolizidinalkaloide und wird deshalb als giftig eingestuft. Von einer Verwendung als Nahrungs- oder Heilpflanze ist ohne entsprechende Fachkenntnisse abzuraten.
Historisch spielte die Pflanze dennoch eine Rolle in der Volksmedizin. Ihr wurden unter anderem fiebersenkende, entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften zugeschrieben. Heute steht dagegen vor allem ihr hoher ökologischer Wert als Insektenpflanze im Vordergrund.
Gewöhnlicher Wasserdost im Garten
Wo der Boden dauerhaft frisch oder feucht bleibt, entwickelt sich der Gewöhnliche Wasserdost zu einer beeindruckenden Staude. Seine großen Blütenstände erscheinen genau zu der Jahreszeit, in der viele Insekten besonders viel Nahrung benötigen.
Blüte
Von Juli bis September öffnen sich zahlreiche rosafarbene Blüten, die zu dichten Dolden vereint sind und über Wochen hinweg bestäubende Insekten anlocken.
Standort
Optimal sind:
- sonnige Standorte
- halbschattige Plätze
Je feuchter der Boden ist, desto vitaler wächst die Pflanze.
Boden
Ideal sind:
- humusreiche Böden
- lehmige Böden
- tonige Böden
Der Untergrund sollte stets frisch bis feucht bleiben, ohne dass dauerhaft Staunässe entsteht.
Wuchs
Mit einer Höhe von bis zu 130 cm und einer Breite von etwa 80 cm zählt der Gewöhnliche Wasserdost zu den größeren heimischen Stauden und eignet sich hervorragend als Hintergrundpflanze im Beet oder am Gewässerrand.
Verwendung
Besonders gut eignet sich die Pflanze für:
- Uferbepflanzungen
- naturnahe Blumenbeete
- Unterpflanzungen größerer Gehölze
Für Balkon oder Terrasse ist sie aufgrund ihres hohen Wasserbedarfs dagegen nur bedingt geeignet.
Pflege und Rückschnitt
Hat sich der Gewöhnliche Wasserdost einmal etabliert, benötigt er nur wenig Pflege. Wichtig ist vor allem eine gleichmäßige Wasserversorgung, denn längere Trockenphasen verträgt die Staude nur schlecht.
Rückschnitt
Die abgestorbenen Stängel sollten möglichst erst im stabilen Frühjahr entfernt werden. Sie dienen zahlreichen Insekten als geschützter Überwinterungsplatz und liefern zusätzlich Samen für verschiedene Vogelarten.















