Bewertung: gering

 

Nektar: 1
Pollen: 1

Bezugsquellen* (Pflanzen)

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Bezugsquellen* (Samen)

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Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Fritillaria meleagris

Pflanzenfamilie: Liliengewächse

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Blumenbeete, Wildblumenwiese, Unterpflanzung, Uferpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal, hoch

max. Höhe: 35 cm

max. Breite: 20 cm

Blühfarbe: rot, rosa, violett, weiß

Blühzeitraum: April, Mai

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkarm

Feuchteeigenschaften: frisch bis feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich


 

 

Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)!

 

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Weitere Arten aus der Familie der Liliengewächse sind z.B. der Krokus oder verschiedene Schwertlilienarten, welche Ihr hier findet.

Die Pflanze wurde 1993 zur Blume des Jahres in Deutschland gekürt.

 

Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Die Schachbrettblume wird auch Schachblume genannt. Der wissenschaftliche Name lautet „Fritillaria meleagris“.

Weiterhin existiert eine Vielzahl an Trivialnamen, welche regional sehr unterschiedlich sein können.

So wird sie unter anderem als Kiewitsei, Kiwitzei, Fritillariablum, Kukukstulpe und Perlhuhntulpe bezeichnet.

Der deutsche Name Schachbrettblume geht augenscheinlich auf die Musterung der Blüte zurück, welche einem Schachbrett sehr ähnlich sieht.

 

Natürliches Vorkommen

Die Staude ist in Mitteleuropa bzw. in Deutschland heimisch, wobei es sich um eine Stinsenpflanze handelt.

Was das bedeutet, das könnt Ihr gern hier nachlesen. Sie besiedelt vorrangig Feuchtwiesen.

Eine Übersicht zu den Vorkommen in Deutschland findet Ihr hier.

Aufgrund ihrer seltenen Vorkommen und deren Rückgang ist sie als „gefährdet“ eingestuft (Quelle: Rote Liste Zentrum).

Wer eine Übersicht zu weltweiten Beobachtungen (überwiegend aus dem Siedlungsbereich) sucht, der wird hier fündig.

 

Verwendung und Giftigkeit

Die Schachbrettblume ist giftig, wobei hier vor allem die Zwiebel zu nennen ist.

Diese enthält Alkaloide, welche zu Kreislaufbeschwerden, Erbrechen, Krämpfen und im schlimmsten Fall zum Herzstillstand führen können.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet Ihr auf dieser Seite.

Eine Verwendung in der Heilmedizin o.ä. konnte nicht recherchiert werden.

Die Staude wird daher wohl ausschließlich als Zierpflanze mit ökologischem Nutzen verwendet.

Mehr dazu findet Ihr im vorletzten Abschnitt.

 

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) im naturnahen Garten

Die Schachbrettblume ist in jeder Hinsicht eine selten anzutreffende Pflanze.

Das gilt vor allem für wilde Vorkommen in der Natur, aber auch die Gärten unseres Landes.

Ich persönlich habe das große Glück einen Garten zu kennen, in dem sie wächst.

Dort habe ich auch schon des Öfteren Hummeln an der Pflanze beobachten (leider nicht fotografieren) können.

 

Mit seinen nicht alltäglichen Blüten erfreut mich das Liliengewächs dort jedes Jahr auf`s Neue.

Es erreicht Wuchshöhen von bis zu 35 cm, wohingegen in der Breite bis zu 20 cm erreicht werden können.

Diese Werte schwanken natürlich je nach Standort, wobei die Pflanze einen nährstoff- und humusreichen Boden bevorzugt.

Dieser sollte definitiv feucht, aber Wasserdurchlässig sein. Staunässe wird nicht vertragen. 

 

Die Anwendungsmöglichkeiten im Garten sind eigentlich vielfältig.

Die mehrjährige Staude kann jedoch vorrangig auf dem Beet oder der Wiese in den Garten integriert werden.

Fritillaria meleagris“ mag dabei vor allem sonnige oder halbschattige Plätze.

Auch die Kultivierung auf dem Balkon oder der Terrasse ist möglich.

Eine Anpflanzung im Kübel oder Balkonkasten ist definitiv einen Versuch wert, wobei das regelmäßige Gießen nicht vergessen werden darf.

 

Schachbrettblume winterhart?

Die Staude ist in Klimazone 4 (nach USDA) eingestuft, daher bis annähernd -35 °C winterhart.

Ein zusätzlicher Schutz ist also auch bei strengeren Frösten nicht nötig.

 

Nutzen für (Wild)Bienen und andere heimische Insektenarten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)Bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Wozu Nektar und Pollen benötigt werden? Das wird im Abschnitt Lebensweise näher beschrieben.

Kurzum, die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist aufgrund ihres Aussehens und ihres Nutzens eine echte Alternative.

Eine Alternative zu sterilen Pflanzen, welche des Öfteren in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zu finden sind.

Ausführliche und weiterführende Informationen zur Pflanze findet ihr auf Wikipedia.

 

Schachbrettblume – kaufen 

Die Staude ist eine recht gut verfügbare Pflanze, das gilt Sowohl für Pflanzen als auch Samen.

Viele große online-Pflanzenhändler führen sie im Sortiment. Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief. 

 

Es ist natürlich immer ratsam, Pflanzen bei einer Baumschule in der Umgebung zu kaufen.

Eine Übersicht zu regionalen Baumschulen findet Ihr hierVielleicht ist ja auch etwas in Eurer Nähe dabei.