⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,1 / 10 ⭐

 

Nektar: 4/4
Pollen: 3/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Bezugsquellen* (Samen)

Samen.de – LINK

Saatgut-Shop – LINK

Trachtpflanzen24 – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Trifolium resupinatum

Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler

Pflanzenart: Kraut

Verwendung: Wildblumenwiese, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 30 cm

max. Breite: 20 cm

Blühfarbe: rosa, violett

Blühzeitraum: April – Juni

Lebenszyklus: einjährig; zweijährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, tonig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig

Feuchteeigenschaften: mäßig feucht, frisch, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

nicht stark giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Persischer Klee (Trifolium resupinatum)

 

Persischer Klee (Trifolium resupinatum) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder von bienennutzgarten.de.
Als ein- bis kurzlebige Kleeart überzeugt er vor allem durch sein sehr hohes Nektarangebot und seine frühe Blütezeit, wodurch er für Wildbienen eine wertvolle Nahrungsquelle im Frühjahr darstellen kann.

Nahe verwandte Arten sind andere Kleearten wie Rot– oder Weißklee, die sich in Blühdauer, Standortansprüchen und ökologischer Bedeutung unterscheiden.


Alternative Namen & Namensherkunft

Persischer Klee ist unter verschiedenen Namen bekannt, darunter:

  • Perserklee

  • Umgewendeter Klee

  • Wende-Klee

  • Kleinblütiger Klee

Der botanische Gattungsname Trifolium bedeutet „dreiblättrig“ und verweist auf die typische Blattform.
Der Artname resupinatum beschreibt die besondere Stellung der Blüten, die scheinbar „umgewendet“ erscheinen.
Der deutsche Name verweist auf das ursprüngliche Verbreitungsgebiet im Vorderen Orient.


Natürliches Vorkommen

Der Persische Klee ist in Mitteleuropa nicht heimisch.
Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in:

  • Vorderasien

  • dem Mittelmeerraum

  • dem Kaukasus

  • Teilen Nordafrikas

In Deutschland tritt er gelegentlich verwildert auf, meist in der Nähe ehemaliger Anbauflächen oder an Feldrändern. Eine dauerhafte Etablierung in der freien Landschaft ist selten.


Verwendung & Giftigkeit

Der Persische Klee ist nicht stark giftig, gilt jedoch als nicht essbar und kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen.

Traditionell wird er genutzt als:

  • Futterpflanze

  • Gründüngung

  • Bodenverbesserer

Durch seine Fähigkeit zur Stickstoffbindung verbessert er die Bodenfruchtbarkeit und wird daher häufig in der Landwirtschaft eingesetzt.


Persischer Klee im naturnahen Garten

Im naturnahen Garten wird der Persische Klee vor allem gezielt eingesetzt, um das Nahrungsangebot für Insekten zu erhöhen. Durch seine auffälligen, rosa bis violetten Schmetterlingsblüten besitzt er zudem einen hohen Zierwert.

Typische Eigenschaften im Garten:

  • sehr nektarreich

  • schneller Wuchs

  • kurze Lebensdauer

  • gut geeignet für temporäre Begrünungen

Standort:
Geeignet sind vor allem:

  • sonnige Lagen

  • halbschattige Standorte

  • offene Flächen ohne starke Beschattung

Boden:
Bevorzugt werden:

  • sandige bis lehmige Böden

  • humusreiche Substrate

  • kalkhaltige Untergründe

  • mäßig feuchte, gut durchlässige Böden

Ein gleichmäßig feuchter Boden ist besonders während der Keimphase wichtig.

Wuchs:

  • Höhe: bis ca. 30 cm

  • Breite: bis ca. 20 cm

  • Wuchsform: krautig, locker

  • Entwicklung: stark standortabhängig


Verwendung im Garten

Persischer Klee eignet sich besonders für:

  • Wildblumen- und Wildkräuterwiesen

  • temporäre Blühflächen

  • Gründüngung im Garten

  • Kübel auf Balkon oder Terrasse

Bei Topfkultur ist auf eine regelmäßige Wasserversorgung zu achten.


Persischer Klee – Schneiden & Pflege

Der Persische Klee ist nicht schnittbedürftig. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich und beeinflusst die Blüte kaum.

Da es sich meist um eine einjährige Pflanze handelt, endet der Lebenszyklus nach der Samenreife.
In naturnahen Gärten empfiehlt es sich, die Pflanzen bis zur vollständigen Samenbildung stehen zu lassen, um eine mögliche Selbstaussaat zu fördern.


Winterhärte

Persischer Klee ist nicht winterhart.

  • Lebenszyklus: einjährig (selten zweijährig)

  • Überdauerung: nur über Samen

Eine erneute Aussaat ist in der Regel jedes Frühjahr notwendig.


Nutzen für Wildbienen & andere Insekten

Der Persische Klee zählt zu den besonders nektarreichen Kleearten:

  • Nektar: 4/4

  • Pollen: 3/4

Von den Blüten profitieren unter anderem:

  • Wildbienen

  • Hummeln

  • Schwebfliegen

Durch die frühe Blütezeit im Frühjahr schließt er eine wichtige Versorgungslücke im Nahrungsangebot.


Fazit

Persischer Klee ist eine sehr nektarreiche, kurzlebige Pflanze mit hohem Nutzen für Wildbienen.
Er eignet sich besonders für zeitlich begrenzte Blühflächen, Wildblumenwiesen und als Ergänzung im naturnahen Gartenkonzept.


Persischer Klee – kaufen

Der Persische Klee wird vor allem als Saatgut angeboten.
Er ist gut bei spezialisierten Saatguthändlern erhältlich, insbesondere im Bereich Gründüngung und Wildblumenmischungen.


FAQ

Ist der Persische Klee heimisch?
Nein, er ist nicht heimisch und stammt ursprünglich aus Vorderasien.

Wie hoch wird die Pflanze?
Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu etwa 30 cm.

Ist der Persische Klee giftig?
Er gilt als nicht stark giftig, sollte jedoch nicht verzehrt werden.

Ist er bienenfreundlich?
Ja, besonders durch sein sehr hohes Nektarangebot.

Ist der Persische Klee winterhart?
Nein, er ist einjährig und überdauert nur über Samen.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Der Persische Klee ist nicht heimisch und sollte daher im naturnahen Garten nur ergänzend eingesetzt werden.
Heimische Kleearten wie Rot- oder Weißklee sind besser an die Bedürfnisse unserer heimischen Insekten angepasst und bieten oft eine stabilere ökologische Wirkung.

Nicht-heimische Arten können punktuell sinnvoll sein, ersetzen jedoch keine heimischen Schlüsselarten. Eine artenreiche, überwiegend heimische Bepflanzung bleibt die Grundlage für langfristigen Insektenschutz.