⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆
Bewertung: 5,3 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Saatkontor – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Crataegus monogyna
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Pflanzenart: Strauch
Verwendung: Heckenpflanze, Hangbepflanzung, Einzelstellung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 5 m
max. Breite: 3 m
Blühfarbe: weiß
Blühzeitraum: Mai, Juni
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Als klassischer heimischer Strauch prägt er seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft und gehört zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen für Gärten, Hecken und freie Landschaften.
Eine nahe verwandte Art ist der Zweigriffelige Weißdorn, der sich vor allem durch die Anzahl der Griffel in der Blüte unterscheidet.
Alternative Namen und Namensherkunft
Der Eingriffelige Weißdorn ist regional unter verschiedenen Namen bekannt, darunter:
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Gemeiner Weißdorn
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Hagedorn
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Hanweide
Der wissenschaftliche Name Crataegus monogyna erklärt ein zentrales Bestimmungsmerkmal:
mono = eins und gyna = Griffel. Jede Blüte besitzt nur einen Griffel, weshalb sich pro Frucht auch nur ein Samen entwickelt.
Der deutsche Name „Weißdorn“ verweist auf die weißen Blüten und die im Vergleich zum Schwarzdorn hellere Rinde.
Natürliches Vorkommen
Der Eingriffelige Weißdorn ist die am weitesten verbreitete Weißdornart Europas.
Auch in Deutschland ist er nahezu flächendeckend vertreten.
Typische natürliche Standorte sind:
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Feld- und Landschaftshecken
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Waldränder
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Gebüsche
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Wegränder
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Böschungen
Aufgrund seiner Häufigkeit gilt die Art als nicht gefährdet (Rote Liste Zentrum).
Verwendung und Giftigkeit
Der Eingriffelige Weißdorn ist nicht giftig.
Blätter, Blüten und Früchte werden seit Jahrhunderten in der Pflanzenheilkunde genutzt.
Traditionelle Anwendungen sind unter anderem:
-
Unterstützung der Herzfunktion
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Kreislaufstärkung
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milde Beruhigung
Auch für Tiere ist der Strauch von großer Bedeutung, insbesondere durch seine Früchte.
Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna) im naturnahen Garten
Der Eingriffelige Weißdorn ist ein echtes Multitalent für den Naturgarten.
Leider wird er in privaten Gärten zunehmend von exotischen Gehölzen verdrängt, obwohl heimische Sträucher ökologisch deutlich wertvoller sind.
Typische Eigenschaften im Garten:
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robust und sehr langlebig
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schnittverträglich
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extrem widerstandsfähig
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hoher Nutzen für Tiere
Standort und Boden
Bevorzugt werden:
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sonnige bis halbschattige Lagen
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lehmige, humose Böden
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frische bis trockene Standorte
Der Strauch ist insgesamt sehr anspruchslos und passt sich gut an unterschiedliche Bedingungen an.
Wuchs
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Höhe: bis ca. 5 m
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Breite: bis ca. 3 m
Je nach Schnitt und Standort kann der Wuchs stark variieren.
Verwendungsmöglichkeiten
Der Eingriffelige Weißdorn eignet sich besonders für:
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naturnahe Hecken
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Vogelschutzhecken
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Hangbepflanzungen
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Einzelstellung in größeren Gärten
Für Balkon oder Terrasse ist er aufgrund seiner Größe nicht geeignet.
Schneiden und Pflege
Der Weißdorn ist sehr schnittverträglich, sollte aber mit Bedacht gepflegt werden.
Genaue Informationen hierzu findet ihr auf Mein-Schöner-Garten.
Wichtige Hinweise zum Schneiden:
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Hecken unterliegen dem Bundesnaturschutzgesetz
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Starker Rückschnitt ist nur zwischen 1. Oktober und 28. Februar erlaubt
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Während der Brutzeit (1. März bis 30. September) sind nur schonende Formschnitte zulässig
Für den Vogel/Insektenschutz gilt zusätzlich:
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Gehölze möglichst nicht im Herbst stark zurückschneiden
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alte Triebe, Fruchtstände und Verzweigungen über Winter stehen lassen
So bleiben Überwinterungsquartiere für Insekten und Vögel erhalten.
Ist der Eingriffelige Weißdorn winterhart?
Der Eingriffelige Weißdorn ist vollständig winterhart.
Er verträgt problemlos auch strenge Winter und benötigt keinerlei Schutzmaßnahmen.
Nutzen für Wildbienen, Vögel und andere Insekten
Der Eingriffelige Weißdorn besitzt einen hohen ökologischen Wert:
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Nektar: 2/4
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Pollen: 2/4
Besonders profitieren:
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Wildbienen
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Schwebfliegen
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Käfer
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zahlreiche Schmetterlingsraupen
Zusätzlich sind die Früchte eine wichtige Winter-Nahrungsquelle für Vögel wie Amsel, Drossel, Fink und Star.
Der dichte Wuchs bietet außerdem hervorragende Nist- und Schutzplätze für Kleintiere wie Igel oder Maus.
Fazit
Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) ist einer der wertvollsten heimischen Sträucher für naturnahe Gärten.
Er vereint Robustheit, Pflegeleichtigkeit und einen außergewöhnlich hohen Nutzen für Insekten und Vögel.
Wer Platz für einen größeren Strauch oder eine Hecke hat, trifft mit dieser Art eine hervorragende ökologische Wahl.
Eingriffeliger Weißdorn kaufen
Der Eingriffelige Weißdorn ist gut verfügbar.
Er wird sowohl als Jungpflanze als auch als Heckenware angeboten.
Bezugsquellen finden sich im Steckbrief.
Empfehlenswert ist der Kauf bei regionalen Baumschulen, da diese Pflanzen optimal an das lokale Klima angepasst sind.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist der Eingriffelige Weißdorn heimisch?
Ja, er ist eine heimische Art Mitteleuropas.
Wie hoch wird Crataegus monogyna?
Bis etwa 5 m hoch und 3 m breit.
Ist der Weißdorn giftig?
Nein, er ist ungiftig.
Wann blüht der Eingriffelige Weißdorn?
Von Mai bis Juni.
Ist er für Hecken geeignet?
Ja, er zählt zu den besten heimischen Heckensträuchern.
Ökologische Bedeutung heimischer Pflanzen
Der Eingriffelige Weißdorn steht exemplarisch für den Wert heimischer Gehölze:
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Nahrung für unzählige Insektenarten
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Früchte als Winterfutter für Vögel
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sichere Brut- und Rückzugsräume
-
optimale Anpassung an Klima und Böden
Heimische Sträucher wie dieser sind durch exotische Ziergehölze nicht ersetzbar und spielen eine Schlüsselrolle für die Artenvielfalt.
















