⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆
Bewertung: 6,4 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 1/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Sarastro Stauden – LINK
Die Staudengärtnerei – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
n.v.
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Salvia microphylla
Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Pflanzenart: Halbstrauch
Verwendung: Blumenbeet, Steingarten, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 200 cm
max. Breite: 150 cm
Blühfarbe: rot, weiß
Blühzeitraum: Mai – Oktober
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, sandig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant
Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Johannisbeer-Salbei (Salvia microphylla)
Der Johannisbeer-Salbei (Salvia microphylla) begeistert mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit, farbenfrohen Lippenblüten und einem angenehmen Duft, der an Johannisbeeren erinnert.
Als wärmeliebender Halbstrauch bringt er mediterranes Flair in den Garten und bietet über viele Monate hinweg Nahrung für zahlreiche Bestäuber.
Der Johannisbeer-Salbei gehört zu den bienenfreundlichen Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere Salbeiarten dort sind beispielsweise der Wiesen-Salbei und der Hain-Salbei, die für heimische Wildbienen eine hohe Bedeutung besitzen.
Alternative Namen und Namensherkunft
Neben Johannisbeer-Salbei werden gelegentlich auch die Bezeichnungen Myrten-Salbei oder Steppen-Salbei verwendet.
Der wissenschaftliche Name lautet Salvia microphylla.
Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare ab und bedeutet übersetzt „heilen“ oder „gesund machen“. Dies verweist auf die lange Tradition vieler Salbeiarten als Heilpflanzen.
Das Artepitheton microphylla setzt sich aus den griechischen Wörtern mikros (klein) und phyllon (Blatt) zusammen und bedeutet „kleinblättrig“.
Der deutsche Name bezieht sich auf den fruchtigen Duft der Blätter und Blüten, der viele Menschen an Johannisbeeren erinnert.
Natürliches Vorkommen
Die natürlichen Vorkommen von Salvia microphylla liegen in:
- den Bergregionen Mexikos
- Teilen Arizonas im Südwesten der USA
- trockenen Buschlandschaften
- lichten Gehölzbeständen
In Deutschland kommt die Art nicht natürlich vor und zählt daher nicht zur heimischen Flora.
Verwendung und Giftigkeit
Salvia microphylla gilt als nicht stark giftig.
Verwendung findet die Pflanze unter anderem:
- als Zierpflanze
- als Duft- und Aromapflanze
- als Bestandteil von Kräutergärten
- teilweise in der Kräuterküche
Besonders geschätzt werden die aromatischen Blätter, die für Tees oder zur Verfeinerung verschiedener Speisen genutzt werden können.
Johannisbeer-Salbei im naturnahen Garten
Mit seiner langen Blütezeit und seinem lockeren Wuchs kann der Johannisbeer-Salbei vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein attraktive Farbakzente setzen.
Blüte
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Je nach Sorte erscheinen:
- kräftig rote Blüten
- weiße Blüten
- verschiedene Übergangsformen
Dadurch gehört die Pflanze zu den besonders lang blühenden Vertretern der Lippenblütler.
Standort
Ideal sind:
- vollsonnige Plätze
- geschützte Standorte
- warme Hauswände
- sonnige Terrassen
Halbschatten wird toleriert, die Blütenfülle fällt dort jedoch oftmals geringer aus.
Boden
Der Boden sollte:
- humos sein
- gut durchlässig sein
- nicht zu nass werden
- mäßig nährstoffreich sein
Staunässe wird dauerhaft nur schlecht vertragen.
Wuchs
Der Halbstrauch erreicht:
- bis zu 200 cm Höhe
- bis zu 150 cm Breite
In milden Regionen kann er sich zu einem stattlichen Blütenstrauch entwickeln.
Verwendung
Geeignet ist die Pflanze beispielsweise für:
- Blumenbeete
- Steingärten
- Kübel
- Terrassen
- Balkone
Gerade im Kübel lässt sich die Art gut überwintern.
Johannisbeer-Salbei schneiden und pflegen
Salvia microphylla gilt als vergleichsweise pflegeleicht. Damit die Pflanze kompakt wächst und jedes Jahr zahlreiche Blüten hervorbringt, empfiehlt sich jedoch ein regelmäßiger Rückschnitt.
Pflege
Zu beachten sind vor allem:
- Staunässe vermeiden
- nur bei längerer Trockenheit zusätzlich gießen
- Kübelpflanzen etwas häufiger wässern
- auf eine gute Drainage achten
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich. Auf sehr mageren Böden kann im Frühjahr etwas Kompost eingearbeitet werden.
Rückschnitt
Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr nach den letzten stärkeren Frösten.
Dabei können:
- abgestorbene Triebe entfernt werden
- zu lange Triebe eingekürzt werden
- die Pflanze in Form gebracht werden
Ein kräftiger Rückschnitt fördert häufig einen buschigen Wuchs und eine besonders reiche Blüte.
Im Herbst sollte hingegen nur vorsichtig geschnitten werden, da die oberirdischen Pflanzenteile einen gewissen Schutz vor Frost bieten.
Johannisbeer-Salbei winterhart?
Diese Art wird überwiegend der USDA-Zone 8 zugeordnet.
Das entspricht einer Frostverträglichkeit von ungefähr:
- -12 °C bis -7 °C
Kurzzeitig werden teilweise auch etwas tiefere Temperaturen toleriert. In vielen Regionen Deutschlands ist jedoch ein Winterschutz empfehlenswert.
Besonders wichtig sind:
- ein geschützter Standort
- durchlässige Böden
- Schutz vor Winternässe
- Reisig oder Vlies bei stärkeren Frösten
Die Kultur im Kübel erleichtert die Überwinterung erheblich.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Der Johannisbeer-Salbei besitzt vor allem aufgrund seiner außergewöhnlich langen Blütezeit einen hohen Wert für viele Bestäuber.
Die Blüten liefern:
- Nektar 3/4
- Pollen 1/4
- Nahrung über mehrere Monate hinweg
Besucht werden sie unter anderem von:
- Wildbienen
- Hummeln
- Honigbienen
- Schwebfliegen
Gerade während sommerlicher Trockenperioden kann die Pflanze eine wertvolle zusätzliche Nahrungsquelle darstellen.
Johannisbeer-Salbei kaufen
Die Art ist bei verschiedenen Stauden- und Kräutergärtnereien erhältlich.
Bezugsquellen sind vor allem:
- spezialisierte Online-Gärtnereien
- Staudengärtnereien
- Kräuterbetriebe
Samen sind deutlich seltener erhältlich als fertig kultivierte Pflanzen.
Wer die Möglichkeit hat, sollte regionale Gärtnereien bevorzugen. Dort erhält man oftmals robuste Exemplare, die bereits an die örtlichen Bedingungen angepasst sind.
FAQ zum Johannisbeer-Salbei
Ist Johannisbeer-Salbei bienenfreundlich?
Ja, Johannisbeer-Salbei wird regelmäßig von Wildbienen, Hummeln und Honigbienen besucht.
Ist Johannisbeer-Salbei winterhart?
Johannisbeer-Salbei gilt als bedingt winterhart und benötigt in vielen Regionen Deutschlands einen Winterschutz.
Wie lange blüht diese Salbeiart?
Die Blütezeit reicht meist von Mai bis Oktober und gehört damit zu den längsten unter den Salbeiarten.
Kann Johannisbeer-Salbei im Kübel wachsen?
Ja, Johannisbeer-Salbei eignet sich hervorragend für größere Kübel auf Balkon und Terrasse.
Ist die Pflanze essbar?
Die aromatischen Blätter können ähnlich wie andere Salbeiarten in kleinen Mengen in der Küche verwendet werden.
Bedeutung heimischer Pflanzenarten
Trotz seiner Attraktivität für Bestäuber sollte der Johannisbeer-Salbei heimische Wildpflanzen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.
Viele heimische Wildbienenarten haben sich über Jahrtausende an bestimmte Pflanzen angepasst und sind auf deren Pollen angewiesen. Heimische Arten bieten deshalb häufig einen deutlich höheren ökologischen Nutzen.
Besonders wertvoll sind sie für:
- spezialisierte Wildbienen
- Schmetterlingsraupen
- Käferarten
- komplexe Nahrungsketten
Nicht heimische Arten wie der Johannisbeer-Salbei können das Blütenangebot verlängern und bereichern. Die Grundlage eines naturnahen und artenreichen Gartens sollten jedoch möglichst viele heimische Pflanzen bilden.













