⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆


Bewertung: 8,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 3/4
Pollen: 3/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Templiner Kräutergarten – LINK

Saatgut-Vielfalt – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Aster linosyris bzw. Galatella linosyris

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Pflanzenart: Staude, Blume

Verwendung: Blumenbeete, Balkon- und Terrassenpflanze, Steingarten, Dachbegrünung

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent

max. Höhe: 60 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: gelb

Blühzeitraum: Juli – Oktober

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: steinig, kiesig, sandig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalkhaltig, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: trocken, mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Goldhaar-Aster (Galatella linosyris)!

 

Die Goldhaar-Aster fällt im Pflanzenfinder schon durch ihre ungewöhnliche Blütenform auf. Anders als viele klassische Astern besitzt sie keine auffälligen Zungenblüten. Stattdessen bestehen ihre goldgelben Blütenköpfchen ausschließlich aus zahlreichen kleinen Röhrenblüten.

Weitere Asterarten, wie beispielsweise die Berg-Aster oder andere Vertreter dieser artenreichen Pflanzengruppe, findet Ihr ebenfalls im Pflanzenfinder.

Besonders interessant wird die Staude durch ihre lange und vergleichsweise späte Blütezeit. Von Juli bis in den Oktober hinein kann sie noch Farbe in trockene Beete und Steingärten bringen.

Hinzu kommen ihre ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit und ihr Wert für zahlreiche Insekten. Damit ist die Pflanze hervorragend für sonnige und naturnah gestaltete Gartenbereiche geeignet.


Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Für die Goldhaar-Aster existieren verschiedene alternative Bezeichnungen.

Alternative Bezeichnungen

  • Gold-Aster
  • Goldaster
  • Gold-Steppenaster
  • Goldschopf
  • Goldschopf-Aster

Der wissenschaftliche Name lautet „Galatella linosyris“. Häufig findet man weiterhin die ältere botanische Bezeichnung „Aster linosyris“.

Der frühere Gattungsname „Aster“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Stern“. Er verweist auf die charakteristische Erscheinung der Blüten vieler Asterarten.

Die deutsche Bezeichnung „Goldhaar“ dürfte auf die zahlreichen dicht stehenden, goldgelben Blüten zurückzuführen sein.


Natürliches Vorkommen

Die Goldhaar-Aster ist entgegen älteren Angaben auch in Deutschland heimisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über große Teile Europas bis nach Westasien.

Typische Lebensräume sind:

  • Trockenrasen
  • Halbtrockenrasen
  • steinige Hänge
  • felsige Standorte
  • trockene Gebüschsäume
  • lichte und wärmebegünstigte Flächen

Die Pflanze bevorzugt warme, sonnige und eher trockene Standorte und ist besonders an kalkreichen Böden zu finden.

Die natürlichen Vorkommen sind in Deutschland allerdings sehr lückenhaft. Eine Übersicht findet Ihr bei FloraWeb.

Nach der Roten Liste gilt die Art bundesweit als gefährdet.


Verwendung und Giftigkeit

Die Goldhaar-Aster gilt als nicht beziehungsweise nicht stark giftig.

Eine traditionelle Bedeutung als Heil- oder Nahrungspflanze spielt heute keine wesentliche Rolle.

Im Garten wird sie vor allem eingesetzt als:

  • Zierstaude
  • Wildstaude
  • Schnittblume
  • trockenheitsverträgliche Beetpflanze
  • Insektenpflanze

Besonders interessant ist die Art für naturnahe Pflanzungen, da sich ihre Standortansprüche sehr gut mit denen zahlreicher anderer trockenheitsliebender Wildstauden kombinieren lassen.


Goldhaar-Aster (Galatella linosyris) im naturnahen Garten

Wer einen sonnigen und eher trockenen Gartenbereich bepflanzen möchte, findet in dieser Staude eine ausgesprochen interessante Art.

Ihre goldgelben Blüten unterscheiden sich deutlich von den typischen violetten, blauen oder rosafarbenen Blüten vieler anderer Astern. Gerade dadurch setzt sie im Spätsommer ungewöhnliche Akzente.

Blüte

  • Juli bis Oktober
  • goldgelb
  • zahlreiche kleine Röhrenblüten
  • kompakte Blütenköpfchen
  • lange Blütezeit

Die späte Blüte macht die Pflanze auch für die Gestaltung eines möglichst lange blühenden Gartens interessant.

Standort

  • Sonne
  • leichter Halbschatten
  • warme Lagen
  • offene Standorte

Optimal ist ein möglichst sonniger Platz.

Boden

  • steinig
  • kiesig
  • sandig
  • humusarm
  • nährstoffarm
  • kalkhaltig
  • stickstoffarm
  • trocken bis mäßig trocken
  • gut wasserdurchlässig

Vor allem Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Auf schweren Gartenböden kann deshalb die Beimischung von Sand oder feinem Kies sinnvoll sein.

Wuchs

  • mehrjährige Staude
  • aufrechter Wuchs
  • schlanke Triebe
  • Höhe: bis 60 cm
  • Breite: bis 30 cm

Je nach Boden und Standort können die tatsächlichen Ausmaße etwas variieren.

Verwendung

  • Blumenbeet
  • Staudenbeet
  • Steingarten
  • Dachbegrünung
  • Balkon
  • Terrasse

Durch ihre gute Trockenheitsverträglichkeit eignet sich die Staude außerdem hervorragend für trockenheitsgeprägte Pflanzungen und extensive Dachbegrünungen.

Auch eine Kultur im Kübel ist möglich. Wichtig sind dabei ein ausreichend durchlässiges Substrat und ein guter Wasserabzug.


Pflege und Rückschnitt

Die Goldhaar-Aster ist eine pflegeleichte und trockenheitsverträgliche Staude, die sich besonders gut für naturnahe und eher trockene Gartenbereiche eignet.

Nach dem Anwachsen sind zusätzliche Wassergaben normalerweise nur während längerer Trocken- und Hitzeperioden notwendig. Bei einer Kultur im Kübel sollte häufiger kontrolliert werden, da das Substrat dort schneller austrocknet.

Auf nährstoffreichen Böden ist eine zusätzliche Düngung nicht erforderlich. Zu viele Nährstoffe können sogar zu einem weicheren und weniger standfesten Wuchs führen.

Ein regelmäßiger Rückschnitt während der Vegetationsperiode ist ebenfalls nicht notwendig.

Verblühte Blütenstände können entweder entfernt oder über den Winter stehen gelassen werden. Letzteres bietet mehrere Vorteile:

  • dekorative Strukturen im winterlichen Garten
  • mögliche Samenbildung
  • natürliche Selbstaussaat
  • zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten für kleine Tiere

Der eigentliche Rückschnitt kann im zeitigen Frühjahr vor dem neuen Austrieb erfolgen.


Ist die Goldhaar-Aster winterhart?

Die Goldhaar-Aster (Galatella linosyris) gilt als sehr winterhart und wird überwiegend den USDA-Winterhärtezonen 4 bis 8 zugeordnet.

Damit verträgt die Staude Temperaturen bis ungefähr -30 °C.

Ein zusätzlicher Winterschutz ist bei ausgepflanzten Exemplaren in den meisten Regionen Deutschlands nicht erforderlich.

Problematischer als Frost ist ein zu feuchter Standort während des Winters. Besonders schwere Böden sollten deshalb ausreichend wasserdurchlässig sein.

Bei einer Kultur im Kübel empfiehlt sich ein geschützter Standort, da der Wurzelballen dort deutlich schneller durchfrieren kann.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Durch ihre lange und späte Blütezeit stellt die Staude eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar.

An den Blüten lassen sich unter anderem beobachten:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Honigbienen
  • Schwebfliegen
  • Schmetterlinge
  • Käfer

Besonders wertvoll ist die Blütezeit von Juli bis Oktober. Dadurch steht noch Nahrung zur Verfügung, wenn viele andere Wildstauden bereits verblüht sind.

Die zahlreichen kleinen Einzelblüten liefern sowohl Nektar (3/4) als auch Pollen (3/4).

Besonders für spezialisierte Wildbienen ist sie im Spätsommer überlebenswichtig.

Welche Bedeutung Nektar und Pollen für Wildbienen und andere Bestäuber haben, erfahrt Ihr ausführlich im Bereich Lebensweise.


Goldhaar-Aster – kaufen

Die Staude gehört zwar nicht zu den bekanntesten Gartenpflanzen, ist im spezialisierten Pflanzenhandel jedoch recht gut erhältlich.

Sowohl Pflanzen als auch Samen werden von verschiedenen Wildpflanzengärtnereien, Staudengärtnereien und Online-Händlern angeboten. Einige Bezugsquellen findet Ihr bereits oben im Steckbrief.

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die botanische Bezeichnung Galatella linosyris beziehungsweise Aster linosyris, da im Handel beide Namen verwendet werden.


FAQ – Häufige Fragen zur Goldhaar-Aster

Ist die Goldhaar-Aster heimisch?
Ja. Die Art kommt natürlich in Deutschland vor, ihre Bestände sind allerdings regional begrenzt.

Welchen Standort benötigt die Pflanze?
Ideal sind sonnige, warme und trockene Standorte mit einem gut durchlässigen Boden.

Ist die Goldhaar-Aster winterhart?
Ja. Ausgepflanzte Exemplare benötigen normalerweise keinen zusätzlichen Winterschutz.

Muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden?
Nein. Nach dem Anwachsen besitzt sie eine sehr gute Trockenheitsverträglichkeit.

Kann sie im Kübel wachsen?
Ja. Wichtig sind ein durchlässiges Substrat und ein Pflanzgefäß mit gutem Wasserabzug.

Wann sollte die Staude zurückgeschnitten werden?
Am besten bleiben die vertrockneten Pflanzenteile über den Winter stehen und werden erst im zeitigen Frühjahr entfernt.


Heimische Wildpflanzen als wichtige Nahrungsquelle

Die Goldhaar-Aster gehört zu den heimischen Wildstauden, deren natürliche Vorkommen in Deutschland regional stark begrenzt sind.

Gerade trockenheitsliebende Arten können im Garten zunehmend interessant werden, da sie mit längeren niederschlagsarmen Perioden vergleichsweise gut zurechtkommen.

In Kombination mit weiteren heimischen Wildblumen entstehen abwechslungsreiche Pflanzungen, die vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten bieten.