⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆
Bewertung: 5,3 / 10 ⭐
Nektar: 2
Pollen: 2
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Bezugsquellen* (Samen)
Templiner Kräutergarten – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Convolvulus arvensis
Pflanzenfamilie: Windengewächse
Pflanzenart: Kraut
Verwendung: Kletterpflanze
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 1 m
max. Breite: 60 cm
Blühfarbe: blau, rosa, violett, weiß
Blühzeitraum: Juni – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant
Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Acker-Winde (Convolvulus arvensis)
Die Acker-Winde (Convolvulus arvensis) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere heimische, bienenfreundliche Kletterpflanzen sind z. B. die Zaun-Wicke oder die Vogel-Wicke.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Art wird auch Feldwinde genannt. Zudem existieren zahlreiche regionale Namen wie Windling, Muttergottesgläschen, Kornwinde, Wehweide oder Teufelsdarm.
Der wissenschaftliche Name lautet Convolvulus arvensis.
Der Name bezieht sich einerseits auf ihre häufigen Vorkommen auf Äckern („arvensis“ = „auf dem Feld“), andererseits auf das charakteristische Umwinden anderer Pflanzen.
Natürliches Vorkommen
Die Acker-Winde ist in Deutschland heimisch und nahezu flächendeckend verbreitet.
Typische Standorte:
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Äcker
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Wege und Feldraine
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Wiesen
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Schuttplätze und Ruderalflächen
Eine Übersicht zu den Vorkommen in Deutschland findet ihr hier.
Die Art gilt nach „Rote Liste Zentrum“ als nicht gefährdet.
Weltweite Beobachtungen (überwiegend aus Siedlungsbereichen) findet ihr hier.
Giftigkeit und Verwendung
Die Pflanze gilt als leicht giftig, insbesondere ihre Wurzeln.
Trotzdem hat sie eine lange Tradition als Heilpflanze, z. B. bei Verdauungsbeschwerden.
Mehr dazu findet ihr hier.
Acker-Winde (Convolvulus arvensis) im naturnahen Garten
Die Acker-Winde ist eine der am häufigsten missverstandenen heimischen Pflanzen.
Oft wird sie als „Unkraut“ diffamiert und bekämpft – dabei zeigt sie in naturnahen Bereichen durchaus wertvolle Eigenschaften.
In vielen Gärten wächst sie entlang von Zäunen oder anderen Rankhilfen, ohne zwingend andere Pflanzen zu überwuchern.
Ihre rosa-weißen bis blau-violetten Trichterblüten erscheinen von Juni bis August und wirken besonders an sonnigen Standorten sehr dekorativ.
Standort & Wuchs:
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Boden: nährstoffreich, humos
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Feuchte: frisch bis mäßig trocken
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Lage: bevorzugt sonnig
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Höhe: bis ca. 1 m
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Breite: bis 60 cm
Der Wuchs variiert mit Boden, Licht und Nährstoffen.
Verwendung im Garten
Am sinnvollsten lässt sich die Acker-Winde nutzen:
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als natürliche Kletterpflanze an Zäunen
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als Strukturpflanze in wildwachsenden Bereichen
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in naturnahen Wiesen und Randstreifen
Für formale, pflegeintensive Gärten ist sie weniger geeignet.
Acker-Winde – winterhart?
Die Acker-Winde ist vollkommen winterhart (USDA-Zone ca. 4–6)
und übersteht Temperaturen bis etwa –25 °C bis –35 °C problemlos.
Ein Winterschutz ist nicht erforderlich.
Nutzen für Wildbienen und weitere Insektenarten
Die Acker-Winde bietet Nektar und Pollen und wird von verschiedenen Insektenarten aufgesucht, u. a.:
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Wildbienen
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Honigbienen
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Schmetterlingen
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Schwebfliegen
Wozu Nektar und Pollen benötigt werden, erfahrt ihr im Abschnitt Lebensweise.
Durch ihre lange Blütezeit und ihre Beständigkeit in nährstoffreichen Böden kann sie eine wertvolle Ergänzung in naturnahen Bereichen sein.
Acker-Winde – kaufen
Als eher „unbeliebte“ Art ist die Acker-Winde kaum im Handel erhältlich.
Lediglich eine Bezugsquelle für Samen findet ihr im Steckbrief.
Viele Jungpflanzen stammen ohnehin aus natürlicher Selbstaussaat – oft genügt es, sie an geeigneter Stelle einfach stehenzulassen.
Fazit
Die Acker-Winde ist eine heimische, robuste und ökologisch wertvolle Pflanzenart, die oft zu Unrecht bekämpft wird.
Ihre ansprechenden Blüten und ihre Bedeutung für Insekten machen sie zu einer guten Ergänzung für naturnahe, wilde Bereiche im Garten.
Wer einen strukturreichen Lebensraum für Wildbienen schaffen möchte, sollte sie nicht sofort entfernen – sondern ihren Nutzen berücksichtigen.
Häufige Fragen (FAQ) zur Acker-Winde
Ist die Acker-Winde heimisch?
Ja, sie ist in Deutschland weit verbreitet.
Wann blüht Convolvulus arvensis?
Von Juni bis August.
Wie groß wird die Acker-Winde?
Bis etwa 1 m hoch und rund 60 cm breit.
Ist die Acker-Winde winterhart?
Ja, vollständig winterhart bis etwa –25 °C / –35 °C.
Ist die Pflanze giftig?
Leicht giftig, vor allem für Kinder und Haustiere sollten die Wurzeln nicht verzehrt werden.
Für welche Standorte eignet sie sich?
Für sonnige, humose, frische bis mäßig trockene Böden – vor allem als Kletterpflanze an Zäunen.
Ökologische Bedeutung heimischer Wildpflanzen
Heimische Pflanzen wie die Acker-Winde sind essenziell für die Artenvielfalt, denn:
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Viele Wildbienen sind auf heimische Pflanzen spezialisiert.
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Sie bilden stabile ökologische Netzwerke.
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Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Raupen, Käfer & andere Insekten.
-
Sie sind perfekt an unser Klima angepasst und benötigen weniger Pflege.
Darum sollten naturfreundliche Gärten verstärkt auf heimische Wildpflanzen setzen – sie sind ökologisch wertvoller als die meisten Exoten.















