⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️☆☆☆☆☆


Bewertung: 5 / 10 ⭐

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Achtung: keine Zuchtformen mit gefüllten Blüten bestellen

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Jelitto – LINK

Magicgardenseeds – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Silene viscaria

Pflanzenfamilie: Nelkengewächse

Pflanzenart: Staude, Blume

Verwendung: Blumenbeet, Wildblumenwiese, Dachbegrünung, Hangbepflanzung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 50 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: rosa, violett

Blühzeitraum: Mai – Juli

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, kiesig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalkarm, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, wintergrün, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria)

 

Die Gewöhnliche Pechnelke ist eine attraktive heimische Wildstaude, die mit ihren kräftig rosa bis violetten Blüten für auffällige Farbakzente sorgt. Im Pflanzenfinder findet Ihr zahlreiche weitere heimische und insektenfreundliche Pflanzen für unterschiedliche Gartenstandorte.

Weitere Vertreter aus der Familie der Nelkengewächse, wie beispielsweise die Heide-Nelke oder andere Nelkenarten, findet Ihr ebenfalls im Pflanzenfinder.

Besonders interessant ist die Staude für sonnige und eher trockene Gartenbereiche. Dort kommt sie mit vergleichsweise wenig Wasser aus und bietet während ihrer Blütezeit gleichzeitig Nahrung für verschiedene Insekten.

In Deutschland gehört sie zur heimischen Flora. Ihre Bestände sind allerdings rückläufig, weshalb die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird.


Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Für die Pflanze sind mehrere Bezeichnungen gebräuchlich.

Alternative Bezeichnungen

  • Gemeine Pechnelke
  • Pechnelke

Der wissenschaftliche Name wird heute häufig mit Viscaria vulgaris angegeben. Daneben findet sich weiterhin die Bezeichnung Silene viscaria.

Ihren deutschen Namen verdankt die Pflanze einer auffälligen Besonderheit ihrer Stängel. Unterhalb der Knoten befinden sich dunkle, klebrige Bereiche, die an Pech erinnern.

Diese klebrigen Stellen können unter anderem verhindern, dass kleine krabbelnde Tiere ungehindert am Stängel nach oben gelangen.


Natürliches Vorkommen

Die Art ist in Europa verbreitet und gehört auch in Deutschland zur heimischen Flora.

Typische natürliche Lebensräume sind:

  • Trockenrasen
  • Heiden
  • lichte Wälder
  • Waldränder
  • trockene Wiesen
  • felsige und offene Standorte

Bevorzugt werden überwiegend sonnige, warme und eher nährstoffarme Standorte.

Die Vorkommen in Deutschland sind regional sehr unterschiedlich verteilt. Nach Angaben der Roten Liste wird die Art auf der Vorwarnliste geführt. Die Bestände gelten als rückläufig.

Gerade der Verlust nährstoffarmer und extensiv genutzter Offenlandflächen wirkt sich auf zahlreiche Wildpflanzen solcher Lebensräume negativ aus.


Verwendung und Giftigkeit

Eine klassische Verwendung als Heil- oder Nahrungspflanze steht bei dieser Art nicht im Vordergrund.

Historisch interessant ist allerdings die Beobachtung, dass Extrakte der Pflanze einen positiven Einfluss auf das Wachstum und den Ertrag anderer Pflanzen haben können. Entsprechende Effekte wurden wissenschaftlich untersucht.

Im Garten wird die Staude heute vor allem als Zier- und Wildpflanze mit ökologischem Mehrwert verwendet.

Bei Angaben zur Giftigkeit finden sich unterschiedliche Einschätzungen. Von einem Verzehr ist deshalb abzuraten. Insbesondere der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen zu Reizungen führen.


Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria) im naturnahen Garten

Mit ihren leuchtenden Blüten eignet sich die Staude hervorragend für naturnahe Pflanzungen. Besonders schön wirkt sie in Gruppen oder gemeinsam mit anderen trockenheitsverträglichen Wildstauden.

Blüte

  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • rosa bis violett
  • zahlreiche Einzelblüten
  • auffällige Blütenstände

Während der Blütezeit stehen die intensiv gefärbten Blüten deutlich über dem Laub und bilden einen schönen Kontrast zu anderen Wildstauden.

Standort

  • sonnig
  • warm
  • offene Lagen

Für eine üppige Blüte sollte möglichst ein vollsonniger Platz gewählt werden.

Boden

  • sandig
  • humos
  • eher kalkarm
  • stickstoffarm
  • mäßig trocken bis frisch
  • gut wasserdurchlässig

Besonders wichtig ist ein durchlässiger Untergrund. Staunässe sollte vermieden werden.

Wuchs

  • mehrjährige Staude
  • aufrechter Wuchs
  • wintergrün
  • Höhe: bis etwa 50 cm
  • Breite: bis etwa 30 cm

Je nach Boden, Wasserversorgung und Lichtangebot können die tatsächlichen Abmessungen variieren.

Verwendung

  • Blumenbeet
  • Wildblumenwiese
  • Hangbepflanzung
  • Dachbegrünung
  • Balkon
  • Terrasse

Aufgrund ihrer überschaubaren Größe kann die Staude auch in ausreichend großen Gefäßen kultiviert werden. Wichtig sind dabei ein guter Wasserabzug und ein sonniger Standort.


Pflege und Rückschnitt

Die Staude ist bei einem passenden Standort vergleichsweise pflegeleicht. Besonders wichtig ist ein durchlässiger Boden, da dauerhaft nasse Erde schlecht vertragen wird.

Nach dem Anwachsen kommt die Pflanze mit vorübergehender Trockenheit gut zurecht. Bei längeren Trockenperioden kann dennoch eine zusätzliche Wassergabe sinnvoll sein. Exemplare im Kübel müssen häufiger kontrolliert werden, da das Substrat dort schneller austrocknet.

Auf nährstoffreichen Gartenböden sind zusätzliche Düngergaben normalerweise nicht erforderlich. Eine zu starke Nährstoffversorgung kann sogar zu einem weniger kompakten Wuchs führen.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist ebenfalls nicht notwendig. Verblühte Stängel können nach der Blüte entfernt werden. Wer eine Selbstaussaat ermöglichen möchte, lässt zumindest einen Teil der Samenstände bis zur Reife stehen.


Ist die Gewöhnliche Pechnelke winterhart?

Die Staude gilt als sehr gut winterhart und wird den USDA-Winterhärtezonen 4 bis 8 zugeordnet.

Damit verträgt sie Temperaturen von etwa -29 °C bis -34 °C.

Bei ausgepflanzten Exemplaren ist deshalb normalerweise kein zusätzlicher Winterschutz erforderlich. Wichtiger ist ein gut wasserdurchlässiger Boden, denn insbesondere winterliche Staunässe kann der Pflanze Probleme bereiten.

Bei einer Kultur im Kübel sollte das Gefäß während längerer Frostperioden geschützt werden, da der Wurzelballen dort wesentlich schneller durchfriert.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Die auffälligen Blüten werden während der Blütezeit von verschiedenen Insekten besucht.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Honigbienen
  • Schmetterlinge
  • Schwebfliegen

Die Blüten stellen sowohl Nektar (2/4) als auch Pollen (2/4) zur Verfügung. Damit bietet die Pflanze zwar kein außergewöhnlich großes Nahrungsangebot, kann das Blütenangebot eines naturnah gestalteten Gartens aber sinnvoll ergänzen.

Besonders wertvoll ist dabei die Kombination mit weiteren heimischen Wildstauden, deren Blütezeiten sich über das Frühjahr, den Sommer und den Herbst verteilen.

Welche Bedeutung Nektar und Pollen für Wildbienen und andere Bestäuber haben, erfahrt Ihr ausführlich im Bereich Lebensweise.


Gewöhnliche Pechnelke – kaufen

Sowohl Pflanzen als auch Samen sind im Fachhandel und bei verschiedenen Online-Anbietern erhältlich. Einige Bezugsquellen findet Ihr bereits oben im Steckbrief.

Beim Kauf sollte auf die botanische Bezeichnung Viscaria vulgaris beziehungsweise Silene viscaria geachtet werden.

Für einen insektenfreundlichen Garten sind vor allem ungefüllte Formen interessant. Zuchtformen mit stark gefüllten Blüten sollten vermieden werden, da Nektar und Pollen für Insekten dort häufig schlechter oder überhaupt nicht erreichbar sind.


FAQ – Häufige Fragen zur Gewöhnlichen Pechnelke

Ist die Gewöhnliche Pechnelke heimisch?
Ja. Sie gehört zur heimischen Flora und kommt in Deutschland vor. Ihre Bestände sind allerdings rückläufig.

Welchen Standort bevorzugt die Gewöhnliche Pechnelke?
Ideal ist ein sonniger und warmer Platz mit einem gut durchlässigen, eher trockenen bis frischen Boden.

Ist die Gewöhnliche Pechnelke für Wildbienen geeignet?
Ja. Ihre Blüten stellen sowohl Nektar als auch Pollen bereit und werden von unterschiedlichen Insekten besucht.

Kann die Pflanze im Kübel wachsen?
Ja. Aufgrund ihrer kompakten Größe eignet sie sich auch für Balkon und Terrasse. Das Gefäß sollte über einen zuverlässigen Wasserabzug verfügen.

Wie hoch wird die Pflanze?
Unter geeigneten Bedingungen erreicht sie ungefähr 50 cm Höhe und etwa 30 cm Breite.

Muss sie regelmäßig gegossen werden?
Nein. Eingewachsene Exemplare vertragen zeitweise trockene Bedingungen. Bei länger anhaltender Trockenheit sollte dennoch gegossen werden.


Heimische Wildpflanzen als wertvolle Gartenbewohner

Mit heimischen Wildstauden lassen sich auch kleinere Gartenflächen ökologisch aufwerten. Sie bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und tragen gleichzeitig zu abwechslungsreichen Pflanzengesellschaften bei.

Gerade Arten trockener und nährstoffärmerer Lebensräume verlieren durch Veränderungen der Landschaft zunehmend geeignete Standorte. Im naturnahen Garten können für einige dieser Pflanzen zusätzliche Rückzugsräume entstehen.

Wer unterschiedliche heimische Arten miteinander kombiniert und auf ungefüllte, für Insekten zugängliche Blüten achtet, kann über viele Monate ein vielfältiges Nahrungsangebot schaffen.

Zusätzliche Informationen

Blühzeitraum

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Bodenart

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Bodennährstoffe

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Feuchteeigenschaften Boden

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Lebenszyklus

max. Höhe

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Lichtverhältnisse

max. Breite