⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆
Bewertung: 7,1 / 10 ⭐
Nektar: 4/4
Pollen: 3/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzemich.de – LINK
Biobaumversand – LINK (Bio-Qualität)
Bezugsquellen* (Samen)
n.v.
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Rubus idaeus
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Pflanzenart: Strauch
Verwendung: Nahrungspflanze, Balkon- und Terrassenpflanze, Heckenpflanze, Hangbepflanzung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 180 cm
max. Breite: 80 cm
Blühfarbe: weiß
Blühzeitraum: Mai – Juli
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, tonig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkarm
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Himbeere (Rubus idaeus)
Die Himbeere verbindet gleich mehrere Qualitäten: Ihre Früchte gehören zu den bekanntesten heimischen Beeren, während die unscheinbaren Blüten ein ergiebiges Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten bereitstellen. Als heimisches Gehölz hat sie deshalb auch im naturnahen Garten ihren Platz. Im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder findet Ihr die Art ebenfalls.
Eine nahe Verwandte ist die Echte Brombeere, die ebenfalls zur Gattung Rubus gehört.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Neben Himbeere beziehungsweise Himbeerstrauch sind regional weitere Namen überliefert, darunter:
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Hintperi
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Mollbeere
Der wissenschaftliche Name lautet Rubus idaeus. Unser heutiges Wort „Himbeere“ geht auf althochdeutsche Bezeichnungen wie hintberi zurück. Der erste Namensbestandteil wird mit der Hirschkuh beziehungsweise dem weiblichen Hirsch in Verbindung gebracht.
Natürliches Vorkommen
Die Himbeere ist in Deutschland heimisch und in weiten Teilen des Landes verbreitet. In der Natur findet man sie besonders dort, wo Wälder aufgelichtet oder gestört wurden und ausreichend Licht bis zum Boden gelangt.
Typische Lebensräume sind:
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Waldlichtungen und Kahlschläge
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Waldränder
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Waldwege
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Gebüsche
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Schlagfluren
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lichte Waldgesellschaften
Die Art bevorzugt eher frische, humose und nährstoffreiche Böden. Längere Trockenperioden sind besonders während der Fruchtentwicklung ungünstig.
Die Verbreitung der Himbeere in Deutschland könnt Ihr direkt bei FloraWeb nachvollziehen. Bundesweit gilt Rubus idaeus als nicht gefährdet; weitere Angaben findet Ihr auf der Artseite des Rote-Liste-Zentrums.
Verwendung und Giftigkeit
Die Früchte der Himbeere sind essbar und lassen sich sowohl frisch als auch verarbeitet verwenden. Sie enthalten unter anderem Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.
Aus den Früchten entstehen beispielsweise Marmeladen, Gelees, Desserts, Säfte oder Kuchen. Auch die Blätter besitzen eine lange Tradition als Tee- und Heilpflanze.
Bei der Himbeere handelt es sich somit nicht nur um ein ökologisch interessantes heimisches Gehölz, sondern zugleich um eine klassische Nutzpflanze für den eigenen Garten.
Himbeere im naturnahen Garten
Wer bei der Himbeere zuerst an ihre Früchte denkt, übersieht leicht ihre ökologische Seite. Bereits vor der Ernte erscheinen zahlreiche weißliche Blüten, während die späteren Früchte wiederum für Menschen und verschiedene Tiere interessant sind.
Blüte
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weiß bis weißlich
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fünfzählig
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zahlreiche Staubblätter
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meist Mai bis Juli
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Blüten vor beziehungsweise während der Fruchtentwicklung
Die Einzelblüten wirken vergleichsweise unscheinbar, können aber in großer Zahl erscheinen.
Standort
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sonnig bis halbschattig
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geschützt bis mäßig windoffen
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ausreichend hell
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keine heißen, extrem trockenen Plätze
Sonne fördert Blüte und Fruchtentwicklung. In sehr trockenen Lagen kann ein leicht halbschattiger Standort jedoch Vorteile haben.
Boden
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humos
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locker und durchlässig
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frisch bis mäßig feucht
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nährstoffreich
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eher kalkarm bis schwach sauer
Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist besonders während Blüte und Fruchtbildung günstig. Staunässe sollte ebenso vermieden werden wie dauerhaft ausgetrockneter Boden.
Wuchs
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sommergrüner Strauch
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mehrjähriger Wurzelstock
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aufrechte bis bogig überhängende Ruten
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häufig etwa 1 bis 2 m hoch
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bildet Ausläufer
Die einzelnen Ruten leben nur begrenzte Zeit. Aus dem ausdauernden Wurzelsystem entstehen regelmäßig neue Triebe, wodurch sich Himbeeren mit der Zeit deutlich ausbreiten können.
Verwendung
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Naschgärten
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naturnahe Obstgärten
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lockere Hecken
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Gehölzränder
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größere Beete und Gartenbereiche
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größere Kübel bei geeigneten Sorten
Für kleinere Gärten kann eine Wurzelsperre beziehungsweise regelmäßige Begrenzung der Ausläufer sinnvoll sein.
Eine klassische Kletterpflanze ist die Himbeere dagegen nicht. Ihre langen Ruten profitieren bei vielen Gartensorten von einem Gerüst oder Spanndrähten, klettern daran aber nicht selbstständig empor.
Für Balkon und Terrasse kommen vor allem kompakter wachsende Gartensorten infrage. Die heimische Wildform benötigt auf Dauer deutlich mehr Raum.
Pflege und Rückschnitt
Himbeeren brauchen etwas mehr Pflege als viele heimische Wildsträucher. Vor allem eine gleichmäßige Wasserversorgung und das regelmäßige Auslichten der Ruten fördern gesunde Pflanzen und eine gute Fruchtbildung.
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Boden möglichst gleichmäßig feucht halten
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längere Trockenphasen vermeiden
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im Frühjahr mit Kompost versorgen
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überzählige Ausläufer bei Bedarf entfernen
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dicht stehende Ruten auslichten
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bei höheren Pflanzen eine Stütze oder ein Drahtgerüst verwenden
Beim Rückschnitt muss zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden werden. Sommerhimbeeren tragen an den Ruten des Vorjahres. Nach der Ernte werden deshalb nur die abgetragenen Ruten bodennah entfernt, während die jungen Triebe für das folgende Jahr stehen bleiben.
Herbsthimbeeren fruchten dagegen bereits an den diesjährigen Ruten. Bei einer klassischen Herbstkultur können sämtliche Ruten nach der Ernte beziehungsweise im Winter bodennah zurückgeschnitten werden.
Ist die Himbeere winterhart?
Rubus idaeus wird der USDA-Winterhärtezone 4 bis 8 zugeordnet. Zone 4 entspricht winterlichen Minimaltemperaturen von ungefähr −34 bis −29 °C.
Ausgepflanzte Himbeeren sind damit in Deutschland normalerweise gut winterhart und benötigen keinen zusätzlichen Frostschutz. Bei Gartensorten kann die Frosthärte allerdings etwas unterschiedlich ausfallen.
Im Kübel sind die Wurzeln weniger gut vor tiefen Temperaturen geschützt. Das Gefäß sollte deshalb ausreichend groß und bei stärkerem Frost geschützt aufgestellt oder isoliert werden.
Nutzen für Wildbienen und andere Tiere
Die eher unscheinbaren Himbeerblüten sind für Insekten ausgesprochen interessant. Mit Nektar (4/4) und Pollen (3/4) bietet die Himbeere während ihrer Blütezeit ein besonders gutes Nahrungsangebot.
Die offenen Blüten werden von Honigbienen, verschiedenen Wildbienen, Hummeln und weiteren Insekten besucht. Durch die Vielzahl der Blüten kann ein größerer Himbeerbestand über Wochen hinweg Nahrung bereitstellen.
Später profitieren andere Tiere von den Früchten. Vögel und verschiedene Säugetiere fressen Himbeeren, während dichte Bestände zugleich Deckung und geschützte Strukturen schaffen können.
Mehr zur Nutzung von Nektar und Pollen durch Wildbienen erfahrt Ihr unter Lebensweise.
Himbeere – kaufen
Himbeeren gehören zum Standardsortiment vieler Baumschulen und sind in zahlreichen Sorten erhältlich. Vor dem Kauf sollte vor allem entschieden werden, ob eine Sommer- oder Herbsthimbeere gewünscht ist, denn davon hängen Erntezeit und späterer Rückschnitt ab.
Für kleinere Gärten und die Kultur im Kübel gibt es kompakter wachsende Sorten. Wer den ökologischen Charakter der heimischen Art stärker berücksichtigen möchte, kann gezielt nach der Wildform oder naturnahen Herkünften von Rubus idaeus suchen.
Baumschulen in der eigenen Region findet Ihr über die Baumschul-Suche.
FAQ – Häufige Fragen zur Himbeere
Wann sollte man Himbeeren schneiden?
Das hängt vom Typ ab. Sommerhimbeeren werden nach der Ernte ausgelichtet, wobei nur die abgetragenen Ruten entfernt werden. Herbsthimbeeren können vollständig bodennah zurückgeschnitten werden.
Warum trägt meine Himbeere keine Früchte?
Mögliche Ursachen sind ein falscher Rückschnitt, zu wenig Licht, Trockenheit oder ungünstige Standortbedingungen. Besonders bei Sommerhimbeeren kann das Entfernen der jungen Ruten die Ernte des folgenden Jahres verhindern.
Brauchen Himbeeren eine Rankhilfe?
Viele hoch wachsende Gartensorten profitieren von Drähten oder einem Gerüst. Die Ruten klettern jedoch nicht selbstständig, sondern werden daran befestigt beziehungsweise abgestützt.
Warum breiten sich Himbeeren im Garten so stark aus?
Rubus idaeus bildet unterirdische Ausläufer, aus denen neue Ruten entstehen. Unerwünschte Triebe können regelmäßig entfernt werden.
Kann man Himbeeren im Kübel pflanzen?
Ja, insbesondere kompakte Sorten eignen sich dafür. Das Gefäß sollte ausreichend groß sein, da die Erde im Topf schneller austrocknet und die Wurzeln im Winter stärker dem Frost ausgesetzt sind.
Heimische Gehölze verbinden Blüten, Früchte und Lebensraum
Bei heimischen Gehölzen zeigt sich besonders gut, dass der Nutzen einer Pflanze nicht mit dem Ende ihrer Blütezeit aufhört. Die Himbeere stellt zunächst reichlich Nektar und Pollen bereit, später entstehen Früchte, die wiederum von verschiedenen Tieren genutzt werden.
Hinzu kommen Blätter, Triebe und dichte Bestände als Bestandteil des Lebensraums. Damit erfüllt ein heimisches Gehölz gleichzeitig mehrere Funktionen im Nahrungsnetz.
Wer im Garten Platz für Himbeeren und weitere heimische Sträucher schafft, verbindet deshalb die eigene Ernte mit einem vielfältigeren Lebensraum – und ergänzt Stauden und Wildblumen um eine weitere wichtige Vegetationsschicht.

















