⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆


Bewertung: 5,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 3/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Achtung: keine Zuchtformen mit gefüllten Blüten bestellen

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

n.v.


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanish: Viburnum opulus

Pflanzenfamilie: Schneeballgewächse

Pflanzenart: Strauch

Verwendung: Heckenpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze, Einzelstellung

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 4 m

max. Breite: 3 m

Blühfarbe: weiß

Blühzeitraum: Mai – Juli

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, tonig, sandig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig

Feuchteeigenschaften: frisch bis feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)

 

Gewöhnlicher Schneeball ist ein heimischer Blütenstrauch mit hohem ökologischem Wert. Besonders durch seine reichhaltige Blüte im Frühjahr und die auffälligen roten Früchte im Herbst ist er ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten.

Der Strauch ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder und wird dort wegen seines Angebots an Nektar und Pollen geführt.

Weitere bienenfreundliche Gehölze für Hecken und Einzelstellung sind zum Beispiel:


Alternative Namen und Namensherkunft

Der Gewöhnliche Schneeball wird regional auch Gemeiner Schneeball genannt. Daneben existieren zahlreiche volkstümliche Bezeichnungen, darunter:

  • Herzbeer

  • Blutbeer

  • Drosselbeerstrauch

  • Wasserholder

  • Glasbeere

Der wissenschaftliche Name lautet Viburnum opulus. Der deutsche Name bezieht sich sehr wahrscheinlich auf die weißen, ballförmigen Blütenstände, die im Frühjahr auffällig an Schneebälle erinnern.


Gewöhnlicher Schneeball – Natürliches Vorkommen

Der Gewöhnliche Schneeball ist in weiten Teilen Europas heimisch und kommt auch in Deutschland flächendeckend vor. Typische natürliche Standorte sind:

  • feuchte Gebüsche

  • Bach- und Flussufer

  • Waldränder

  • Auenlandschaften

Er bevorzugt nährstoffreiche Böden mit gleichmäßiger Feuchte. In Deutschland gilt der Strauch laut Rote Liste Zentrum als nicht gefährdet. Auch außerhalb naturnaher Lebensräume wird er häufig in Parks und Gärten angepflanzt.


Verwendung und Giftigkeit

Der Gewöhnliche Schneeball gilt als leicht giftig, insbesondere die rohen Früchte. Nach dem ersten Frost verlieren diese jedoch einen Teil ihrer Bitterstoffe. Für den Menschen sind sie dennoch nur bedingt geeignet.

Traditionell wurde der Strauch medizinisch genutzt, unter anderem:

  • bei Menstruationsbeschwerden

  • als krampflösendes Mittel

  • mit leicht harntreibender Wirkung

Das Holz ist zäh und elastisch und wurde früher unter anderem für Spazierstöcke oder einfache Werkzeuge verwendet.


Gewöhnlicher Schneeball im naturnahen Garten

Im Garten ist der Gewöhnliche Schneeball ein vielseitig einsetzbarer Strauch. Er überzeugt sowohl optisch als auch ökologisch und ist eine sehr gute Alternative zu Kirschlorbeer oder Thuja.

Standort:

  • sonnig bis halbschattig

  • keine extrem trockenen Plätze

Boden:

  • humusreich

  • nährstoffreich

  • frisch bis feucht

  • gut wasserdurchlässig

Wuchs:

  • Höhe: bis ca. 4 m

  • Breite: bis ca. 3 m

  • locker verzweigt, breitbuschig

Geeignete Einsatzbereiche sind:

  • freiwachsende Hecken

  • Einzelstellung

  • naturnahe Gärten

  • große Kübel auf Terrasse oder Balkon

Besonders attraktiv ist der Strauch durch den Jahreszeitenwechsel: weiße Blüten im Frühjahr, sattgrünes Laub im Sommer und leuchtend rote Beeren im Herbst.


Schneiden und Pflege

Der Gewöhnliche Schneeball ist pflegeleicht und schnittverträglich, benötigt aber keinen regelmäßigen Rückschnitt.

Wichtig zu beachten:

  • Rückschnitt idealerweise nach der Blüte

  • starker Formschnitt nicht erforderlich

  • alte oder abgestorbene Triebe können ausgelichtet werden

⚠️ Naturschutz beachten:
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) sind starke Rückschnitte an Hecken und Gehölzen zwischen 1. März und 30. September verboten, da sie als Brut- und Rückzugsraum für Vögel und Insekten dienen.
Pflegeschnitte zur Verkehrssicherheit sind erlaubt, sollten aber sehr zurückhaltend erfolgen.


Winterhärte

Der Gewöhnliche Schneeball ist extrem robust:

  • USDA-Zone 2

  • winterhart bis etwa –40 °C

Ein zusätzlicher Winterschutz ist selbst in rauen Lagen nicht notwendig.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Der Gewöhnliche Schneeball bietet ein wertvolles Blütenangebot:

  • Nektar: 3/4

  • Pollen: 2/4

Er wird unter anderem besucht von:

  • Wildbienen

  • Hummeln

  • Schwebfliegen

Zusätzlich dienen die roten Beeren vielen Vogelarten als Nahrungsquelle, während der dichte Wuchs Schutz- und Nistmöglichkeiten bietet.


Gewöhnlicher Schneeball kaufen

Der Strauch ist gut erhältlich:

  • in Baumschulen

  • saisonal im Gartencenter

  • bei Online-Pflanzenhändlern

Empfehlenswert ist der Kauf in einer regionalen Baumschule, da die Pflanzen dort an Klima und Boden angepasst sind.


Fazit

Der Gewöhnliche Schneeball ist ein äußerst robuster, heimischer Strauch mit hohem ökologischen Nutzen. Er bietet Wildbienen, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum und bereichert den Garten über das ganze Jahr hinweg.


FAQ – Häufige Fragen zum Gewöhnlichen Schneeball

Ist der Gewöhnliche Schneeball heimisch?
Ja, er ist in Deutschland und Europa heimisch.

Ist der Strauch giftig?
Leicht giftig, vor allem die rohen Früchte.

Wie groß wird Viburnum opulus?
Bis etwa 4 m hoch und 3 m breit.

Ist der Gewöhnliche Schneeball winterhart?
Ja, bis etwa –40 °C (USDA-Zone 2).

Ist er bienenfreundlich?
Ja, er liefert Nektar und Pollen und ist ökologisch sehr wertvoll.


Ökologische Bedeutung heimischer Pflanzen

Heimische Gehölze wie der Gewöhnliche Schneeball sind optimal an unsere Umwelt angepasst. Sie bieten spezialisierten Insektenarten Nahrung, fördern die Artenvielfalt und stabilisieren ökologische Kreisläufe. Im Vergleich zu exotischen Ziergehölzen leisten sie einen deutlich höheren Beitrag zum Naturschutz.