⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆


Bewertung:
4,8 / 10

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Pflanzmich.de – LINK

Baumschule Horstmann – LINK

Gaißmayer – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

n.v.


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Menyanthes trifoliata

Pflanzenfamilie: Fieberkleegewächs

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Uferpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, verträgt Staunässe

max. Höhe: 30 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: weiß

Blühzeitraum: Mai – Juni

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: tonig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalkarm, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: feucht


weitere Eigenschaften

giftig, windunempfindlich, winterhart, heimisch


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Fieberklee (Menyanthes trifoliata)

 

Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) gehört zu den interessantesten heimischen Sumpf- und Moorpflanzen im Pflanzenfinder.

Die mehrjährige Staude aus der Familie der Fieberkleegewächse fällt besonders durch ihre außergewöhnlichen weißen Blüten mit den fein gefransten Kronblättern auf.

Da natürliche Feuchtgebiete in Deutschland immer seltener werden, begegnet man dem Fieberklee heute nur noch vergleichsweise selten. Umso wertvoller ist die Pflanze für naturnahe Gartenteiche, Feuchtzonen und andere wassernahe Bereiche.

Wer seinen Garten gezielt für Wildbienen und andere Insekten aufwerten möchte, findet im Pflanzenfinder viele weitere heimische Feuchtgebietspflanzen, wie z.B. den Supf-Ziest oder die Sumpfdotterblume.


Alternative Namen und Namensherkunft

Der Fieberklee ist unter zahlreichen weiteren Namen bekannt.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Bitterklee
  • Scharbockklee
  • Dreiblatt
  • Zottenblume
  • Gallkraut
  • Butterklee
  • Ziegenlappen

Der wissenschaftliche Name lautet „Menyanthes trifoliata“.

Die Bezeichnung „Fieberklee“ geht auf die frühere Verwendung der Pflanze in der Volksheilkunde zurück.

Der Artname „trifoliata“ bedeutet übersetzt:

  • dreiblättrig
  • mit drei Blättern versehen

und beschreibt die charakteristischen Blätter der Pflanze.


Natürliches Vorkommen

Der Fieberklee ist in Deutschland heimisch, kommt jedoch nur noch vergleichsweise selten vor.

Typische Lebensräume sind:

  • Hochmoorränder
  • Zwischenmoore
  • Quellsümpfe
  • Bruchwälder
  • Verlandungszonen
  • Feuchtwiesen

Die Art ist auf dauerhaft feuchte Standorte angewiesen.

👉 Nach Angaben des Rote Liste Zentrums gilt der Fieberklee in Deutschland als gefährdet.

Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind:

  • Entwässerung von Mooren
  • Verlust von Feuchtgebieten
  • intensive Landnutzung
  • zunehmende Trockenperioden

Verwendung und Giftigkeit

Der Fieberklee besitzt eine lange Tradition als Heilpflanze.

Historisch wurde er unter anderem verwendet:

  • bei fiebrigen Erkrankungen
  • zur Förderung der Verdauung
  • in Kräutermischungen
  • als Bitterstoffpflanze

Verschiedene Quellen schreiben der Pflanze unter anderem folgende Eigenschaften zu:

  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • bitterstoffreich

Der Fieberklee gilt jedoch als schwach giftig.

Bei größeren Mengen können unter anderem auftreten:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Auf einen eigenständigen Verzehr sollte deshalb verzichtet werden.


Fieberklee im naturnahen Garten

Der Fieberklee gehört zu den schönsten heimischen Feuchtgebietspflanzen und kann an geeigneten Standorten ein echter Blickfang sein.

Besonders die auffälligen weißen Blüten mit ihren gefransten Blütenblättern verleihen der Staude ein außergewöhnliches Erscheinungsbild.

Blüte

Die Blütezeit reicht meist von Mai bis Juni.

Typisch sind:

  • weiße Blüten
  • gefranste Blütenblätter
  • sternförmige Einzelblüten
  • hohe Zierwirkung

Die Blüten heben sich deutlich von vielen anderen heimischen Feuchtgebietspflanzen ab.

Standort

Ideal sind:

  • sonnige Plätze
  • lichte Uferbereiche
  • dauerhaft feuchte Standorte
  • Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit

Halbschatten wird meist ebenfalls gut vertragen.

Boden

Optimal sind:

  • tonige Böden
  • lehmige Untergründe
  • humusreiche Erde
  • nährstoffarme Standorte
  • dauerhaft feuchte Böden

Staunässe wird problemlos vertragen.

Wuchs

Die Pflanze erreicht ungefähr:

  • bis zu 30 cm Höhe
  • bis etwa 30 cm Breite

Der Wuchs wirkt kompakt, horstig und bodennah.

Verwendung

Geeignet ist die Pflanze beispielsweise für:

  • Gartenteiche
  • Teichufer
  • Sumpfbeete
  • Feuchtzonen
  • Moorbeete
  • größere Kübel mit dauerhaft feuchtem Substrat

Fieberklee – winterhart?

Der Fieberklee gilt als gut winterhart und eignet sich für nahezu alle Regionen Deutschlands.

👉 USDA-Zone: 4

Damit verträgt die Staude Temperaturen bis ungefähr -34 °C.

Ein zusätzlicher Winterschutz ist normalerweise nicht erforderlich.


Pflege, Rückschnitt und Überwinterung

Der Fieberklee benötigt deutlich andere Bedingungen als die meisten klassischen Gartenstauden.

Wichtig sind vor allem:

  • dauerhaft feuchte Böden
  • regelmäßige Wasserversorgung
  • sonnige bis halbschattige Standorte
  • möglichst hohe Bodenfeuchtigkeit

Trockenheit wird meist schlecht vertragen.

Verblühte Pflanzenteile sollten möglichst bis zum Frühjahr stehen bleiben.

Davon profitieren unter anderem:

  • überwinternde Wildbienen
  • Käfer
  • Spinnen
  • weitere Insektenarten
  • kleine Wassertiere im Uferbereich

Ein Rückschnitt erfolgt idealerweise erst im stabilen Frühjahr.


Nutzen für Wildbienen und andere Insektenarten

Der Fieberklee besitzt einen guten ökologischen Wert und stellt während seiner Blütezeit eine wichtige Nahrungsquelle dar.

Die Blüten bieten:

  • Nektarwert: 2/4
  • Pollenwert: 2/4

Regelmäßig besuchen unter anderem:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Schwebfliegen
  • weitere bestäubende Insekten

die auffälligen Blüten der Pflanze.

Vor allem an naturnahen Gewässerrändern kann der Fieberklee einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Insektenvielfalt leisten.


Fieberklee kaufen

Der Fieberklee zählt zu den beliebtesten heimischen Teich- und Sumpfpflanzen und ist vergleichsweise gut erhältlich.

Pflanzen und teilweise auch Samen findet man beispielsweise bei:

  • Staudengärtnereien
  • Wasserpflanzen-Spezialisten
  • Naturgartenbetrieben
  • spezialisierten Onlinehändlern

Wichtig ist ein ausreichend feuchter Standort, damit sich die Pflanze langfristig etablieren kann.


FAQ zum Fieberklee

Ist der Fieberklee bienenfreundlich?
Ja, die Blüten werden regelmäßig von Wildbienen, Hummeln und weiteren Insekten besucht.

Ist diese Kleeart heimisch?
Ja, die Art ist in Deutschland heimisch, gilt jedoch vielerorts als gefährdet.

Kann der Fieberklee Staunässe vertragen?
Ja, die Pflanze ist an dauerhaft feuchte bis nasse Standorte angepasst.

Ist der Fieberklee giftig?
Ja, die Staude gilt als schwach giftig und sollte nicht verzehrt werden.

Wo wächst die Pflanze am besten?
Ideal sind Teichufer, Moorbeete und andere dauerhaft feuchte Gartenbereiche.


Bedeutung heimischer Pflanzenarten

Gerade selten gewordene heimische Pflanzenarten wie diese hier besitzen für viele Wildbienen und andere Insekten eine besondere Bedeutung. Sie sind Teil natürlicher Lebensgemeinschaften und erfüllen wichtige ökologische Funktionen.

Heimische Pflanzen fördern häufig:

  • spezialisierte Wildbienenarten
  • regionale Nahrungsketten
  • stabile Lebensräume
  • eine hohe Artenvielfalt

Davon profitieren unter anderem:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Schmetterlinge
  • Schwebfliegen
  • zahlreiche weitere Tierarten

Der Erhalt heimischer Feuchtgebietspflanzen leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt.