⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️☆☆


Bewertung: 8 / 10 ⭐

 

Nektar: 3
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Gärtnerei Strickler – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Templiner Kräutergarten – LINK

Saatkontor – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Jasione montana

Pflanzenfamilie: Glockenblumengewächse

Pflanzenart: Staude, Blume

Verwendung: Steingarten, Blumenbeet, Dachbegrünung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 80 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: blau, violett

Blühzeitraum: Juni – August

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, sandig, kiesig, steinig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, mäßig nährstoffreich, kalkarm, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, wintergrün, nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)

Das Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere verwandte Arten aus der Familie der Glockenblumengewächse, wie z.B. die Ährige Teufelskralle oder die Sternpolster-Glockenblume, findest du ebenfalls dort.


Alternative Namen und Namensherkunft

Die Pflanze wird regional auch Bergnelke, Sandknöpfchen, Berg-Sandrapunzel oder Schaf-Skabiose genannt.
Der wissenschaftliche Name lautet Jasione montana.
Das „Sand-“ im Namen verweist auf die bevorzugten mageren, sandigen Naturstandorte.


Berg-Sandglöckchen – Natürliches Vorkommen

Das Berg-Sandglöckchen ist heimisch. Es kommt natürlicherweise in Nordwestafrika, großen Teilen Europas und damit auch in Deutschland vor.
Typische Standorte sind:

  • Sand-Magerrasen

  • felsige, kalkarme Standorte

  • offene trockene Heideflächen

1990 wurde Jasione montana zur Blume des Jahres gewählt, um auf den Rückgang dieser Art hinzuweisen. Durch Nährstoffeinträge, Düngung und Mahdregime sind die Bestände in Deutschland stellenweise stark geschrumpft.
In einigen Bundesländern steht sie auf der Roten Liste. Auf ganz Deutschland gesehen ist die Pflanze als ungefährdet eingestuft.


Verwendung und Giftigkeit

Eine Verwendung als Heil- oder Nutzpflanze ist nicht bekannt.
Das Berg-Sandglöckchen gilt als nicht stark giftig, wird daher ausschließlich als Zierpflanze kultiviert.


Das Berg-Sandglöckchen im Garten

Obwohl sie in Deutschland heimisch ist, findet man die Pflanze eher selten in Gärten – völlig zu Unrecht.
Mit ihren kugeligen blau-violetten Blüten setzt die Staude besonders im Hochsommer eindrucksvolle Farbakzente.

Standort & Boden

  • sonnig bis halbschattig

  • sehr durchlässig, trocken bis frisch

  • sandig, kiesig, steinig oder humusarm

  • nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich

Die Staude erreicht bis zu 80 cm Höhe und ca. 30 cm Breite (standortabhängig).

Geeignete Anwendungen

  • Steingarten

  • Blumenbeet

  • extensive Dachbegrünung

  • sonnige Kies- und Naturflächen

  • Kübelpflanzung auf Balkon oder Terrasse


Schneiden

Das Berg-Sandglöckchen ist pflegeleicht.
Verblühtes regelmäßig abschneiden, um die Blütezeit zu verlängern. Nach der Hauptblüte kann die Pflanze leicht zurückgeschnitten werden, damit sie kompakt bleibt.
Ein radikaler Rückschnitt ist nicht nötig.


Winterhärte

Jasione montana ist sehr winterhart:
USDA-Zone 5 → frosthart bis ca. –28 °C.
Ein Winterschutz ist nicht erforderlich, auch nicht in exponierten Lagen.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Die Pflanze ist ein hervorragender Nahrungsspender.
Es liefert Nektar und Pollen für:

  • verschiedene Wildbienenarten

  • Hummeln

  • Schmetterlinge

  • Schwebfliegen

Gerade auf mageren Standorten, wo viele andere Arten ausfallen, bietet es wertvolle Nahrung.
Wozu Nektar und Pollen benötigt werden, erklärt der Abschnitt Lebensweise im Pflanzenfinder.


Fazit

Das Berg-Sandglöckchen ist eine heimische, robuste und ökologisch wertvolle Pflanze für naturnahe Gärten.
Mit seiner langen Blütezeit, dem sehr geringen Pflegebedarf und der Bedeutung für viele Insekten ist es eine attraktive Alternative zu zierenden, sterilen Gartenpflanzen.


Häufige Fragen (FAQ) zum Berg-Sandglöckchen

Ist das Berg-Sandglöckchen heimisch?
Ja, es kommt natürlich in großen Teilen Europas vor, auch in Deutschland.

Wann blüht Jasione montana?
Von Juni bis August.

Wie hoch wird das Berg-Sandglöckchen?
Bis zu 80 cm hoch und 30 cm breit.

Welchen Standort bevorzugt es?
Sonnig, trocken bis frisch, nährstoffarm und sehr durchlässig.

Ist die Pflanze winterhart?
Ja, bis ca. –28 °C (USDA-Zone 5).

Ist Jasione montana giftig?
Sie gilt als nicht stark giftig.

Eignet sich die Pflanze für den Balkon?
Ja, in gut durchlässigem, sandigem Substrat sehr gut.


Berg-Sandglöckchen kaufen

Die Pflanze ist bei wenigen Spezialgärtnereien und Wildstauden-Händlern erhältlich.
Lediglich eine Bezugsquelle ist im Steckbrief angegeben.

Auch eine Aussaat ist einfach – sie keimt zuverlässig auf mageren, leicht sandigen Böden.

Es lohnt sich dennoch, regionale Gärtnereien zu unterstützen, da diese oft ökologisch wertvollere, standortangepasste Pflanzen anbieten.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Heimische Pflanzen wie das Berg-Sandglöckchen sind für unsere Ökosysteme von zentraler Bedeutung.
Sie liefern Nahrung für spezialisierte Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und viele weitere Insekten, die auf bestimmte Pollenarten angewiesen sind.
Zudem fördern sie stabile, resiliente Lebensgemeinschaften, die sich seit Jahrtausenden gemeinsam entwickelt haben.