⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️☆☆☆
Bewertung: 7 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
nicht recherchierbar (Info`s an info@bienennutzgarten.de)
Bezugsquellen* (Samen)
nicht recherchierbar (Info`s an info@bienennutzgarten.de)
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Erysimum cheiranthoides
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler
Pflanzenart: Kraut
Verwendung: Wildblumenwiese
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: hoch, normal
max. Höhe: 60 cm
max. Breite: 40 cm
Blühfarbe: gelb
Blühzeitraum: Mai – September
Lebenszyklus: einjährig; zweijährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, tonig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Acker-Schöterich (Erysimum cheiranthoides)
Der Acker-Schöterich (Erysimum cheiranthoides) ist eine heimische, meist einjährige Wildpflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Mit seinen kleinen gelben Blüten wirkt er auf den ersten Blick unscheinbar, erfüllt jedoch eine wichtige Funktion für Wildbienen und andere Bestäuber.
Gerade in Wildblumenwiesen und naturnahen Bereichen kann er eine wertvolle Ergänzung sein, da er über mehrere Monate hinweg Nektar und Pollen bereitstellt.
Der Acker-Schöterich ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere interessante Vertreter der Kreuzblütler sind beispielsweise:
Diese Pflanzen bieten ebenfalls wichtige Nahrungsquellen für zahlreiche Insektenarten.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft des Acker-Schöterichs
Der Acker-Schöterich besitzt eine ganze Reihe regionaler oder historischer Trivialnamen. Dazu zählen unter anderem:
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Acker-Schotendotter
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Gänsesterbkraut
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Gänsesterbe
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Goldlack-Schotendotter
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Lack-Schöterich
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Ruderal-Goldlack
Der botanische Name lautet Erysimum cheiranthoides.
Der deutsche Name verweist auf den bevorzugten Lebensraum der Pflanze, nämlich landwirtschaftlich geprägte Flächen und deren Randbereiche.
Der Gattungsname Erysimum stammt aus dem Griechischen und bezeichnet eine Gruppe von Pflanzen, die bereits in der traditionellen Pflanzenheilkunde bekannt waren.
Natürliches Vorkommen
Die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch und in Deutschland relativ weit verbreitet.
Typische Standorte sind:
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Äcker und Feldränder
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Flussufer
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Sand- und Kiesbänke
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Schuttplätze und Brachflächen
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Wegränder
Die Pflanze gilt als typische Ruderalpflanze, also als Art, die sich besonders gut auf gestörten oder offenen Böden ansiedelt.
Laut Rote Liste Zentrum wird der Acker-Schöterich derzeit als nicht gefährdet eingestuft.
Verwendung und Giftigkeit
Der Acker-Schöterich ist eine giftige Pflanze, da er sogenannte herzwirksame Glykoside enthält. Diese Stoffe können in höherer Konzentration gesundheitsschädlich sein.
Historisch wurde die Pflanze dennoch in der Volksmedizin eingesetzt. Anwendungen erfolgten beispielsweise bei:
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Herzschwäche
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Krampfhusten
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Wurmerkrankungen
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Hautausschlägen
Heute sollte eine medizinische Nutzung ausschließlich durch Fachleute erfolgen.
Der Acker-Schöterich im naturnahen Garten
Auch wenn der Kreuzblütler vielen Menschen kaum bekannt ist, kann er eine interessante Ergänzung für naturnahe Gartenbereiche sein. Seine gelben Blüten bringen Farbe in Wildpflanzenflächen und werden regelmäßig von Insekten besucht.
Standort
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Sonne bis Halbschatten
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windunempfindlich
Boden
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sandig, lehmig oder tonig
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humusreich
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nährstoffreich
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kalkhaltig
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frisch bis mäßig feucht
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gut wasserdurchlässig
Wuchs
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Höhe: bis etwa 60 cm
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Breite: bis etwa 40 cm
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meist einjährig, teilweise auch zweijährig
Die tatsächliche Größe kann je nach Standortbedingungen variieren.
Geeignete Pflanzorte sind vor allem:
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Wildblumenwiesen
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Wildkräuterflächen
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naturnahe Randbereiche im Garten
Schnitt und Pflege
Da es sich beim Acker-Schöterich um eine einjährige Pflanze handelt, sind besondere Pflegemaßnahmen meist nicht notwendig.
Typische Pflegeschritte sind:
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Aussaat im Frühjahr, falls keine Selbstaussaat erfolgt
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lockerer Boden, damit die Keimlinge gut wachsen können
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gelegentliches Entfernen konkurrierender Pflanzen
Da sich die Pflanze häufig über Selbstaussaat vermehrt, kann sie sich in geeigneten Standorten von selbst erhalten.
Acker-Schöterich – Winterhärte
Der Acker-Schöterich ist nicht winterhart, da er meist einjährig wächst.
Die Pflanze stirbt im Herbst nach der Samenreife ab. Neue Pflanzen entstehen im folgenden Jahr durch Selbstaussaat oder durch erneute Aussaat.
Nutzen des Acker-Schöterichs für Wildbienen und andere Insekten
Mit Nektar: 2/4 und Pollen: 2/4 besitzt der Acker-Schöterich einen soliden ökologischen Wert.
Er bietet:
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Nektar für Wildbienen
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Pollen für verschiedene Bestäuber
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Nahrung für Honigbienen
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Blütenbesuch durch Schwebfliegen
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Ressourcen für weitere Insektenarten
Durch seine relativ lange Blütezeit von Mai bis September kann er über mehrere Monate hinweg Nahrung bereitstellen.
Fazit: Unscheinbare Wildpflanze mit ökologischem Nutzen
Der Kreuzblütler ist zwar keine typische Zierpflanze, besitzt aber einen beachtlichen ökologischen Wert.
Seine wichtigsten Eigenschaften:
-
heimische Wildpflanze
-
lange Blütezeit
-
Nektar und Pollen für Bestäuber
-
ideal für Wildblumenwiesen
Gerade in naturnahen Gärten kann er einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten.
Acker-Schöterich kaufen
Leider konnten bisher keine zuverlässigen Bezugsquellen für Pflanzen oder Samen recherchiert werden.
Auch in Baumärkten oder Gartencentern wird der Acker-Schöterich in der Regel nicht angeboten.
Sollten neue Bezugsquellen bekannt werden, können entsprechende Hinweise gern an info@bienennutzgarten.de gemeldet werden.
FAQ zum Acker-Schöterich
Ist der Acker-Schöterich winterhart?
Nein. Als meist einjährige Pflanze übersteht er den Winter nicht.
Ist die Pflanze giftig?
Ja, sie enthält herzwirksame Glykoside und gilt daher als giftig.
Ist der Acker-Schöterich bienenfreundlich?
Ja, seine Blüten liefern Nektar und Pollen für verschiedene Bestäuber.
Wo wächst der Kreuzblütler natürlicherweise?
Vor allem auf Äckern, an Feldrändern, auf Brachflächen und an Wegrändern.
Bedeutung heimischer Wildpflanzen für die Artenvielfalt
Heimische Wildpflanzen spielen eine zentrale Rolle für die Biodiversität. Viele Insektenarten sind im Laufe der Evolution auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und können ohne diese kaum überleben.
Heimische Pflanzen bieten:
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angepasste Nektar- und Pollenquellen
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Nahrung für Wildbienen und andere Insekten
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Lebensraum für zahlreiche Tierarten
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eine wichtige Grundlage für Nahrungsketten
Wer heimische Pflanzen wiese hier im Garten integriert, schafft wertvolle Lebensräume für Insekten und trägt aktiv zum Schutz der Artenvielfalt bei.















