⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆☆


Bewertung: 3,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich.de – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

n.v.


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Vitis vinifera

Pflanzenfamilie: Weinrebengewächse

Pflanzenart: Kletterpflanze, Strauch

Verwendung: Kletterpflanze, Balkon- und Terrassenpflanze, Nahrungspflanze

Standort: Sonne

Wasserbedarf: normal

max. Höhe: 20 m

max. Breite: 2 m

Blühfarbe: gelb, grün

Blühzeitraum: Juni, Juli

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant, kalkarm, stickstoffreich

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserduchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Weinrebe (Vitis vinifera)

 

Die Weinrebe (Vitis vinifera) gehört zu den mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Als traditionsreiche Kulturpflanze verbindet sie essbare Früchte, dekorative Begrünung und einen ökologischen Mehrwert für viele Insektenarten.

Wer seinen Garten mit einer langlebigen Kletterpflanze bereichern möchte, findet in der Weinrebe eine attraktive Möglichkeit zur Begrünung von Hauswänden, Pergolen oder Rankhilfen.

Weitere bienenfreundliche Kletterpflanzen, wie z.B. die Breitblättrige Platterbse, sind ebenfalls im Pflanzenfinder zu finden.


Alternative Namen und Namensherkunft

Die Weinrebe wird häufig auch als Edle Weinrebe bezeichnet.

Der wissenschaftliche Name lautet Vitis vinifera.

Der Gattungsname „Vitis“ bedeutet schlicht „Weinstock“. Das Wort „vinifera“ lässt sich sinngemäß mit „weintragend“ übersetzen und verweist direkt auf die Nutzung der Pflanze zur Trauben- und Weinproduktion.

Heute existieren weltweit mehrere tausend Rebsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften hinsichtlich Geschmack, Fruchtfarbe, Ertrag und Winterhärte.


Natürliches Vorkommen

Die ursprüngliche Heimat der Weinrebe liegt im Mittelmeerraum sowie in Teilen Vorderasiens.

Seit Jahrtausenden wird sie als Kulturpflanze angebaut und gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Nutzpflanzen überhaupt.

Auch in Deutschland besitzt der Weinbau eine lange Tradition. Bekannte Anbaugebiete finden sich beispielsweise entlang von Rhein, Mosel, Main, Neckar oder Saale-Unstrut.

In direkter Nachbarschaft am Südhang des Ettersberges wird auch bei uns in der Region seit ein paar Jahren Weinbau betrieben.

Wild vorkommende Bestände sind in Deutschland selten und meist auf verwilderte Kulturformen zurückzuführen.


Verwendung und Giftigkeit

Die Weinrebe gilt für Menschen als nicht giftig.

Besonders geschätzt werden natürlich die Früchte:

  • Frischverzehr
  • Saft
  • Marmelade
  • Gelee
  • Rosinen
  • Weinherstellung

Auch die Blätter finden Verwendung in der Küche und werden beispielsweise für gefüllte Weinblätter genutzt.

Neben ihrer Bedeutung als Nutzpflanze überzeugt die Art außerdem als dekorative Begrünung im Garten.


Die Weinrebe im naturnahen Garten

Die Weinrebe vereint Nutzen und Zierwert auf besondere Weise. Bereits im Frühjahr erscheinen die ersten frischen Triebe, bevor sich im Sommer die Früchte entwickeln.

Blüte

Die eher unscheinbaren Blüten erscheinen von Juni bis Juli.

Typische Blütenfarben sind:

  • grün
  • gelbgrün

Standort

Besonders gut gedeiht die Pflanze an:

  • vollsonnigen Standorten
  • warmen Hauswänden
  • geschützten Lagen
  • windarmen Bereichen

Boden

Ideal sind:

  • sandig-lehmige Böden
  • humusreiche Untergründe
  • nährstoffreiche Standorte
  • gut durchlässige Böden

Wuchs

Die Weinrebe erreicht ungefähr:

  • bis 20 m Höhe
  • bis 2 m Breite

Mit geeigneten Rankhilfen entwickelt sie lange Triebe und kann größere Flächen begrünen.

Verwendung

Geeignet ist die Art beispielsweise für:

  • Fassadenbegrünung
  • Pergolen
  • Rankgerüste
  • Innenhöfe
  • große Kübel
  • Terrassen
  • Balkone

Weinrebe winterhart?

Die Winterhärte hängt etwas von der jeweiligen Sorte ab.

👉 USDA-Zone: 6

Damit verträgt die Art in der Regel Temperaturen von etwa -20 °C bis -23 °C.

Junge Pflanzen können in rauen Regionen in den ersten Jahren von einem leichten Winterschutz profitieren. Etablierte Exemplare überstehen die Winter in weiten Teilen Deutschlands jedoch meist problemlos.


Pflege, Rückschnitt und Überwinterung

Die Weinrebe gilt nach dem Anwachsen als vergleichsweise pflegeleicht.

Für eine gute Entwicklung sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • sonniger Standort
  • gelegentliche Wassergaben bei längerer Trockenheit
  • Kompostgabe im Frühjahr
  • stabile Rankhilfe

Besondere Bedeutung besitzt der regelmäßige Rückschnitt.

Ein kräftiger Winterschnitt erfolgt üblicherweise zwischen Januar und März. Dabei werden die Triebe des Vorjahres deutlich eingekürzt. Dies fördert die Fruchtbildung und sorgt für einen kontrollierten Wuchs.

Im Sommer können zusätzlich einzelne überlange Triebe entfernt werden.

Da es sich um einen Strauch beziehungsweise eine Kletterpflanze handelt, ist ein Stehenlassen abgestorbener Triebe über den Winter meist weniger relevant als bei Stauden. Dennoch können einzelne Bereiche zeitweise Rückzugsorte für Insekten bieten und müssen nicht zwangsläufig sofort entfernt werden.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Auch wenn die Blüten eher unscheinbar wirken, besitzen sie durchaus einen ökologischen Wert.

Die Blüten bieten:

  • Nektar 2/4
  • Pollen 2/4

Während der Blüte werden sie von verschiedenen Wildbienenarten, Honigbienen sowie weiteren Bestäubern besucht. Besonders in strukturreichen Gärten kann die Weinrebe damit einen zusätzlichen Beitrag zum Nahrungsangebot leisten.

Darüber hinaus schaffen ältere Exemplare mit ihrem dichten Wuchs geschützte Bereiche für zahlreiche Kleintiere.


Weinrebe kaufen

Die Weinrebe gehört zu den beliebtesten Nutzpflanzen für Hausgärten und ist entsprechend gut erhältlich.

Pflanzen findet man unter anderem bei:

  • Baumschulen
  • Gartencentern
  • Obstbaumschulen
  • spezialisierten Onlinehändlern

Beim Kauf lohnt es sich, auf robuste und möglichst pilzresistente Sorten zu achten.


FAQ zur Weinrebe

Ist die Weinrebe bienenfreundlich?
Ja, die Blüten liefern Nektar und Pollen und werden von verschiedenen Wildbienen sowie anderen Bestäubern besucht.

Kann die Pflanze im Kübel wachsen?
Ja, mit ausreichend großem Pflanzgefäß und einer Rankhilfe ist eine Kultur auf Balkon oder Terrasse möglich.

Ist die Weinrebe winterhart?
Die meisten Sorten gelten in Deutschland als ausreichend winterhart und vertragen Temperaturen bis etwa -20 °C.

Wann wird eine Weinrebe geschnitten?
Der wichtigste Rückschnitt erfolgt im Winter zwischen Januar und März.

Welche Standorte sind ideal?
Warme, sonnige und geschützte Plätze mit gut durchlässigem Boden bieten die besten Voraussetzungen.


Bedeutung heimischer Pflanzenarten

Die Weinrebe besitzt zwar einen hohen Nutz- und Zierwert, stammt ursprünglich jedoch nicht aus unserer heimischen Flora.

Für viele Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten sind heimische Pflanzenarten oft die wertvollere Wahl, da sie sich gemeinsam mit unserer Tierwelt entwickelt haben.

Besonders naturnahe Gärten profitieren daher von einer Kombination aus Nutzpflanzen und heimischen Arten. So lassen sich Ernteerfolg und Artenvielfalt optimal miteinander verbinden.

Heimische Pflanzen fördern unter anderem:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Schmetterlinge
  • Käfer
  • zahlreiche weitere Insektenarten

Gerade die Mischung aus ökologisch wertvollen Wildpflanzen und ausgewählten Kulturpflanzen schafft lebendige und abwechslungsreiche Gärten.