⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 3
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Bezugsquellen* (Zwiebeln)

Pflanzmich – LINK

Borago – LINK (Bio-Qualität)

Amazon – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Crocus sativus

Pflanzenfamilie: Schwertliliengewächse

Pflanzenart: Blume

Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Wildblumenwiese, Unterpflanzung, Dachbegrünung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 10 cm

max. Breite: 5 cm

Blühfarbe: violett

Blühzeitraum: September bis November

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, sandig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, wintergrün, giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Safran-Krokus (Crocus sativus)!

 

Der Safran-Krokus (Crocus sativus) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf (Wild)Bienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Eine weitere Krokusart – den Frühlings-Krokus – findet ihr hier.


Alternative Namen und Namensherkunft

Das Schwerliliengewächs wird auch Echter Safran oder einfach Safran genannt. Regional existieren viele weitere Bezeichnungen wie Brugo, Saffrath, Safrich oder Gewürzsafran.

Der botanische Name „Crocus“ leitet sich vom griechischen krókos ab – der Bezeichnung für Safran. Daraus entstand später der heutige deutsche Name Krokus.


Natürliches Vorkommen

Der Safran-Krokus ist keine heimische Wildpflanze, sondern eine alte Kulturpflanze, die in der Natur nicht wild vorkommt. Ursprüngliche Regionen sind vermutlich:

  • Griechenland

  • Westasien

  • der Orient

Heute wird er weltweit angebaut – eine Übersicht der Anbaugebiete findet sich in z.B. hier.
Weltweite Beobachtungen (überwiegend aus Siedlungsbereichen) sind hier dokumentiert.


Giftigkeit und Verwendung

Die Knollenpflanze ist giftig – und zwar der giftigste Vertreter der Gattung Crocus.
Er enthält Steroidsaponine, die bei Mensch und Tier Vergiftungserscheinungen auslösen können:

  • Schwindel

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • bei Kindern potenziell lebensgefährlich

➡ Weitere Informationen zur Giftigkeit bietet ein Blick in eine Quelle zur Giftigkeit.

Wirtschaftliche Bedeutung:
Aus Crocus sativus wird das Gewürz Safran gewonnen – die kostbarsten Gewürzfäden der Welt.
Sie stammen aus den Stempelfäden der Blüte und müssen mühsam per Hand geerntet werden.


Safran-Krokus (Crocus sativus) im Garten

Die Art gehört zu den spätblühenden Pflanzen im Gartenjahr. Wenn viele Stauden bereits verblüht sind, setzt er von September bis November noch einmal farbenfrohe Akzente.

Er ist ein dekorativer Blickfang im herbstlichen Garten – mit filigranen, violetten Blüten. So auch in unserem.

Standort & Boden

Der Safran-Krokus bevorzugt:

  • nährstoffreiche, humusreiche Böden

  • gut durchlässige Substrate (Staunässe wird nicht vertragen)

  • sonnige bis halbschattige Standorte

  • eher trocken-mäßig feuchte Bedingungen

Wuchs

  • Höhe: bis 10 cm

  • Breite: ca. 5 cm

  • wächst horstig, bildet neue Knollen

Verwendung im Garten

Am besten eignet sich der Safran-Krokus für:

  • Staudenbeete

  • Steingärten

  • Unterpflanzung von Laubbäumen

  • Wildblumenwiesen

  • extensive Dachbegrünungen

  • Töpfe, Kübel und Balkonkästen

Er ist unkompliziert zu kultivieren und dank seiner frühen Herbstblüte sehr wertvoll.


Safran-Krokus – winterhart? 

Der Safran-Krokus (Crocus sativus) ist mäßig winterhart und übersteht normale mitteleuropäische Winter gut – vorausgesetzt, der Boden ist trocken und durchlässig.

Die Pflanze ist der USDA-Klimazone 6–9 zugeordnet.
Das bedeutet:

  • bis etwa –15 bis –18 °C winterhart,

  • in Regionen mit strengeren Wintern (USDA 5 oder kälter) sollte ein leichter Winterschutz gegeben werden,

  • besonders wichtig: Staunässe vermeiden, denn sie ist gefährlicher als Frost.

Ein zusätzlicher Schutz (z. B. eine dünne Schicht Laub oder Reisig) kann bei länger anhaltenden starken Frösten sinnvoll sein, ist im Normalfall jedoch nicht zwingend notwendig.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Crocus sativus bietet spät im Jahr Nektar und Pollen – eine wichtige Ressource für:

  • Wildbienen

  • Honigbienen

  • Schwebfliegen

  • späte Wespenarten

Damit zählt er zu den wertvollen Herbstblühern, die das Nahrungsangebot in der kritischen Spätphase unterstützen.

➡ Warum Nektar und Pollen für Wildbienen so wichtig sind, erklärt der Abschnitt „Lebensweise“.

Kurzum:
Crocus sativus ist eine attraktive, insektenfreundliche Alternative zu vielen zierenden, aber ökologisch wertlosen Herbstblühern.


Safran-Krokus (Crocus sativus) – Zwiebeln kaufen

Zwiebeln zum Stecken gibt es:

  • saisonal in vielen Gartencentern

  • häufig im Baumarkt

  • ganzjährig bei spezialisierten Online-Händlern

Einige Bezugsquellen findest du im Steckbrief.

Tipp:
Am besten regionale Gärtnereien bevorzugen – kurze Transportwege, robuste Pflanzen, klimatisch angepasst.

Eine Übersicht zu regionalen Staudengärtnereien ist hier zu finden.


Fazit

Der Safran-Krokus (Crocus sativus) ist eine dekorative, spätblühende und insektenfreundliche Gartenpflanze.
Er bietet im Herbst wertvolle Nahrung für Wildbienen und sorgt gleichzeitig für farbige Akzente im Garten.

Trotz seiner Giftigkeit ist er problemlos zu handhaben, solange Kleinkinder und Haustiere keinen Zugang haben.
Die Kultur ist einfach, die Zwiebeln sind gut verfügbar – und seine zarten Blüten gehören zu den letzten des Gartenjahres.


FAQ zum Safran-Krokus (Crocus sativus)

Ist der Safran-Krokus heimisch?
Nein, er ist eine alte Kulturpflanze mit Ursprung in Griechenland, Westasien und dem Orient.

Wann blüht Crocus sativus?
Zwischen September und November.

Wie groß wird der Safran-Krokus?
Etwa 10 cm hoch und ca. 5 cm breit.

Ist der Safran-Krokus winterhart?
Ja, er ist gut winterhart (je nach Standort bis etwa –20 °C).

Ist Crocus sativus giftig?
Ja. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders für Kinder und Haustiere.

Kann man den Safran-Krokus im Topf kultivieren?
Ja – er eignet sich hervorragend für Kübel, Balkonkästen und Terrassen.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Der Safran-Krokus ist nicht heimisch – dennoch wertvoll für spätnützende Insekten.

Trotzdem gilt weiterhin:
Heimische Pflanzen sind für unsere Wildbienen meist die bessere Wahl, da sie über Jahrtausende zusammen evolviert sind.

Crocus sativus kann diese jedoch sinnvoll ergänzen, insbesondere im herbstlichen Blütenangebot.