Bewertung: ohne Wertung
Nektar: nicht recherchierbar
Pollen: nicht recherchierbar
(falls bekannt bitte Mail an: info@bienennutzgarten.de)
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Stauden-Stade – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Saatgut-Vielfalt – LINK
Trachtpflanzen24.de – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Trifolium rubens
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler
Pflanzenart: Kraut
Verwendung: Wildblumenwiese, Balkon- und Terrassenpflanze, Blumenbeet
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 60 cm
max. Breite: 70 cm
Blühfarbe: rosa, rot
Blühzeitraum: Juni – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: lehmig, sandig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalktolerant, stickstoffarm
Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
Purpurklee (Trifolium rubens)
Die auffälligen, länglichen Blütenköpfe machen den Purpurklee zu einer ungewöhnlichen Erscheinung unter den Kleearten.
Im Gegensatz zu deutlich häufigeren Arten wie Rotklee oder Weißklee kommt der Purpurklee in Deutschland nur selten vor und wird bundesweit als gefährdet geführt. Im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder findet Ihr ihn ebenfalls.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Neben Purpurklee sind vor allem folgende Namen gebräuchlich:
- Fuchsschwanz-Klee
- Purpurblühender Klee
- Purpur-Klee
Der wissenschaftliche Name lautet Trifolium rubens. Trifolium verweist auf die für Klee charakteristischen dreiteiligen Blätter, während rubens sinngemäß auf eine rötliche bzw. sich rötende Färbung Bezug nimmt.
Der Name Fuchsschwanz-Klee erklärt sich durch die auffällig länglichen, dicht mit Einzelblüten besetzten Blütenstände, deren Form an einen Fuchsschwanz erinnert.
Natürliches Vorkommen
Der Purpurklee ist eine wärmeliebende Art mit einem Verbreitungsschwerpunkt in südlicheren Teilen Europas. Auch in Deutschland besitzt Trifolium rubens natürliche Vorkommen, diese sind jedoch selten.
Typische Lebensräume sind:
- lichte, trockenwarme Wälder
- sonnige Waldsäume
- Gebüschsäume
- Trocken- und Halbtrockenrasen
- warme, eher trockene Hänge
Bevorzugt werden warme und meist kalkreiche Standorte mit eher nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Böden. Starke Beschattung und dauerhaft nasse Standorte entsprechen seinen natürlichen Ansprüchen nicht.
Die deutschen Vorkommen sind bei FloraWeb dargestellt. In der bundesweiten Roten Liste wird Trifolium rubens als gefährdet geführt.
Verwendung und Giftigkeit
Der Purpurklee wird im Garten vor allem als attraktive Wild- und Zierstaude verwendet. Seine ungewöhnlichen purpurroten Blütenstände unterscheiden ihn deutlich von bekannteren Kleearten.
Eine bedeutende traditionelle Verwendung als Heil- oder Nahrungspflanze ist nicht bekannt.
Als stark giftige Pflanze gilt Trifolium rubens nicht. Daraus sollte jedoch keine Empfehlung zum Verzehr abgeleitet werden.
Purpurklee im naturnahen Garten
Mit seinen auffälligen Blütenständen eignet sich der Purpurklee besonders für sonnige, eher magere und naturnah gestaltete Gartenbereiche. Auf zu nährstoffreichen Standorten können konkurrenzstärkere Pflanzen die Art schnell bedrängen.
Blüte
- purpurrot bis rosarot
- längliche, walzenförmige Blütenstände
- meist Juni bis August
- zahlreiche dicht stehende Einzelblüten
Die Blütenstände können mehrere Zentimeter lang werden und sind eines der auffälligsten Merkmale der Art.
Standort
- sonnig
- warm
- auch leichter Halbschatten möglich
- möglichst offene Lage
Für eine standortgerechte Kultur ist ein warmer und sonniger Platz vorzuziehen.
Boden
- frisch bis mäßig trocken
- gut durchlässig
- kalktolerant bis kalkliebend
- eher nährstoffarm
- lehmig bis sandig
Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden. Auf sehr stark gedüngten Böden verliert der Purpurklee gegenüber kräftig wachsenden Stauden und Gräsern an Konkurrenzfähigkeit.
Wuchs
- mehrjährig
- aufrecht wachsend
- etwa 40 bis 60 cm hoch
- mit der Zeit breitere Bestände möglich
Die im bisherigen Steckbrief genannten bis zu 70 cm Breite können als Orientierungswert verstanden werden; die tatsächliche Ausdehnung hängt stark vom Standort und Alter der Pflanze ab.
Verwendung
- sonnige Wildstaudenbeete
- naturnahe Blumenbeete
- trockenwarme Säume
- magere Wildblumenpflanzungen
- lichte Gehölzränder
- Kübel und größere Pflanzgefäße
Für klassische nährstoffreiche und dicht wachsende Blumenwiesen ist die Art weniger geeignet. In einer lückigen, eher mageren Pflanzung lässt sie sich deutlich besser integrieren.
Eine Kultur im Kübel ist ebenfalls möglich. Das Gefäß sollte ausreichend groß sein und über einen zuverlässigen Wasserabzug verfügen.
Da der Purpurklee in Deutschland gefährdet ist, sollte Pflanzen- und Saatgut ausschließlich aus gärtnerischer Vermehrung stammen. Wildbestände dürfen nicht als Bezugsquelle dienen.
Pflege und Rückschnitt
Purpurklee ist an einem passenden Standort relativ pflegeleicht. Entscheidend sind ausreichend Licht, ein durchlässiger Boden und möglichst wenig Konkurrenz durch stark wachsende Nachbarpflanzen.
- nach dem Anwachsen nur bei längeren Trockenperioden zusätzlich gießen
- Staunässe vermeiden
- auf starke Düngung verzichten
- kräftig wachsende Nachbarpflanzen gegebenenfalls zurückhalten
- einen Teil der Samenstände zur Ausreife stehen lassen
- abgestorbene Pflanzenteile spätestens im Frühjahr zurückschneiden
Auf mageren, offenen Standorten kann sich die Staude besser behaupten als in stark gedüngten und dicht bewachsenen Beeten.
Ist Purpurklee winterhart?
Trifolium rubens wird der USDA-Zone 4 bis 8 zugeordnet. Die untere Grenze der USDA-Winterhärtezone 4 liegt bei ungefähr −34 °C.
Damit ist der Purpurklee für die Freilandkultur in Deutschland ausreichend winterhart und benötigt normalerweise keinen zusätzlichen Frostschutz.
Wichtiger ist ein gut durchlässiger Boden, auf dem sich insbesondere während der kalten Jahreszeit keine anhaltende Staunässe bildet.
Bei einer Kultur im Kübel ist der Wurzelbereich stärker Frost und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Gefäß sollte deshalb ausreichend groß sein und einen guten Wasserabzug besitzen.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Der Purpurklee bietet mit seinen zahlreichen Schmetterlingsblüten Nektar und Pollen und wird von verschiedenen Insekten besucht. Für die bisherige Bewertung im Pflanzenfinder konnten allerdings keine ausreichend belastbaren Werte für die Nektar- und Pollenmenge recherchiert werden.
Deshalb sollte an dieser Stelle keine Bewertung wie 1/4, 2/4 oder 3/4 ergänzt werden, solange dafür keine geeignete Quelle vorliegt.
Als Vertreter der Schmetterlingsblütler besitzt Trifolium rubens die für Klee typischen Blüten, bei denen der Nektar nicht für jedes Insekt gleichermaßen leicht erreichbar ist. Insbesondere längerzüngige Blütenbesucher können solche Blüten nutzen.
Mehr zur Bedeutung von Nektar und Pollen findet Ihr unter Lebensweise.
Purpurklee – kaufen
Purpurklee ist im Handel sowohl als Pflanze als auch als Saatgut erhältlich, gehört aber nicht zum Standardsortiment jedes Gartencenters.
Für naturnahe Pflanzungen sollte möglichst auf Trifolium rubens aus nachvollziehbarer gärtnerischer Vermehrung zurückgegriffen werden. Aufgrund der Gefährdung der Art in Deutschland kommt eine Entnahme von Pflanzen oder Samen aus natürlichen Beständen nicht infrage.
Regionale Bezugsquellen lassen sich über die Übersicht der Staudengärtnereien finden.
FAQ – Häufige Fragen zum Purpurklee
Ist Purpurklee in Deutschland heimisch?
Ja. Trifolium rubens besitzt natürliche Vorkommen in Deutschland, ist hier allerdings selten und wird bundesweit als gefährdet geführt.
Welchen Standort braucht Purpurklee?
Am besten eignet sich ein sonniger, warmer Standort mit durchlässigem, eher magerem Boden. Leichter Halbschatten wird ebenfalls vertragen.
Wie groß wird Trifolium rubens?
Die mehrjährige Pflanze erreicht ungefähr 40 bis 60 cm Höhe. Unter günstigen Bedingungen kann sie mit der Zeit breitere Bestände bilden.
Ist Purpurklee für Wildbienen interessant?
Ja. Die Blüten stellen Nektar und Pollen bereit und können von verschiedenen Insekten besucht werden. Belastbare Mengenangaben für eine Einstufung der Nektar- und Pollenwerte liegen für den Pflanzenfinder bislang jedoch nicht vor.
Kann Purpurklee im Kübel wachsen?
Ja. Ein sonniger Standort, ein ausreichend großes Gefäß und ein durchlässiges Substrat mit gutem Wasserabzug sind dabei wichtig.
Gefährdete Kleeart für trockenwarme Lebensräume
Der Purpurklee zeigt, dass auch innerhalb einer scheinbar alltäglichen Pflanzengruppe wie dem Klee ausgesprochen seltene Arten vorkommen. Während Rot- und Weißklee vielerorts zum gewohnten Landschaftsbild gehören, besitzt Trifolium rubens in Deutschland nur vergleichsweise wenige natürliche Vorkommen.
Naturnahe Gärten können die ursprünglichen Lebensräume gefährdeter Arten nicht ersetzen. Sonnige, magere und strukturreiche Pflanzungen zeigen aber, welche Vielfalt an heimischen und regional vorkommenden Pflanzen an trockenwarme Standorte angepasst ist.
Bei gefährdeten Arten ist die Herkunft besonders wichtig: Purpurklee für den Garten sollte ausschließlich aus legaler gärtnerischer Vermehrung stammen.













