⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆
Bewertung: 6,7 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Pflanzmich.de- LINK
Baumschule Horstmann – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Jelitto – LINK
Saatgut-Vielfalt – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Sedum spurium
Pflanzenfamilie: Dickblattgewächse
Pflanzenart: Sukkulente
Verwendung: Steingarten, Dachbegrünung, Hangbepflanzung, Bodendecker, Balkon- und Terrassenpflanze, Blumenbeet
Standort: Sonne
Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent
max. Höhe: 15 cm
max. Breite: 25 cm, bodendeckend
Blühfarbe: rot, rosa, weiß
Blühzeitraum: Juni – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, kiesig, sandig, humusarm
Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalktolerant, stickstoffarm
Feuchteeigenschaften: trocken, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, wintergrün, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Kaukasus-Asienfetthenne (Sedum spurium)
Die Kaukasus-Asienfetthenne (Sedum spurium) zählt zu den robustesten und trockenheitsverträglichsten Sukkulenten für den Garten. Mit ihrem dichten, teppichartigen Wuchs und den auffälligen rosa, roten oder weißen Blüten eignet sie sich hervorragend für Steingärten, Trockenmauern oder extensive Dachbegrünungen. Während sie für zahlreiche Insekten eine attraktive Nahrungsquelle darstellt, sollte ihre Verwendung aufgrund ihres invasiven Ausbreitungspotenzials dennoch gut überlegt sein.
Im Pflanzenfinder von bienennutzgarten.de findet Ihr neben der Kaukasus-Asienfetthenne zahlreiche weitere Fetthennen und andere trockenheitsverträgliche Pflanzen für sonnige Standorte.
Wer auf der Suche nach ökologisch besonders wertvollen Alternativen ist, sollte sich auch die Weiße Fetthenne oder die Prächtige Fetthenne ansehen. Beide gehören ebenfalls zur Gattung Sedum und eignen sich hervorragend für naturnahe Pflanzungen.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft
Für die Kaukasus-Asienfetthenne sind mehrere deutsche Bezeichnungen gebräuchlich:
- Kaukasus-Fetthenne
- Teppich-Sedum
- Teppich-Fettblatt
Der botanische Name lautet Sedum spurium.
Der Gattungsname Sedum wird vom lateinischen sedere („sitzen“) abgeleitet und beschreibt den niedrigen, oft polsterartigen Wuchs vieler Fetthennen. Die fleischigen Blätter dienen als Wasserspeicher und ermöglichen der Pflanze ein Überleben auch während längerer Trockenphasen.
Die Bezeichnung Kaukasus-Asienfetthenne verweist auf das ursprüngliche Verbreitungsgebiet zwischen Kaukasus und Vorderasien.
Natürliches Vorkommen
Die Kaukasus-Asienfetthenne stammt ursprünglich aus:
- Georgien
- Armenien
- dem Kaukasus
- der Türkei
- dem Nordiran
Dort wächst sie bevorzugt auf felsigen, trockenen und sonnigen Standorten.
In Deutschland ist sie nicht heimisch. Durch ihre Verwendung als Zierpflanze hat sie sich vielerorts eingebürgert und kann lokal verwildern. In mehreren Regionen wird sie deshalb als potenziell invasive Art eingestuft, da sie heimische Pflanzenbestände verdrängen kann.
Verwendung und Giftigkeit
Die Kaukasus-Asienfetthenne gilt als nicht stark giftig. Eine nennenswerte Bedeutung als Heilpflanze besitzt sie nicht und wird heute nahezu ausschließlich als Zierpflanze kultiviert.
Besonders beliebt ist sie für:
- Steingärten
- Trockenmauern
- Dachbegrünungen
- Grabbepflanzungen
- Kübel
- extensive Pflanzungen auf mageren Standorten
Kaukasus-Asienfetthenne im Garten
Mit ihrem dichten Wuchs und ihrer außergewöhnlichen Trockenheitsverträglichkeit gehört die Kaukasus-Asienfetthenne zu den pflegeleichtesten Sukkulenten überhaupt. Gleichzeitig sollte ihre starke Ausbreitung berücksichtigt werden, insbesondere in naturnahen Bereichen.
Blüte
- Blütezeit: Juni bis August
- zahlreiche sternförmige Einzelblüten
- dichte, schirmartige Blütenstände
- Blütenfarbe je nach Sorte rosa, rot bis weiß
- lange und auffällige Sommerblüte
Die Blüten bilden einen attraktiven Kontrast zu den fleischigen Blättern und sorgen über viele Wochen für Farbakzente.
Standort
- vollsonnig
- warme Lagen bevorzugt
- Halbschatten wird meist toleriert
Je sonniger der Standort, desto kompakter wächst die Pflanze und desto reicher fällt die Blüte aus.
Boden
- sandig
- kiesig
- steinig
- humusarm
- nährstoffarm
- sehr gut wasserdurchlässig
Staunässe verträgt die Pflanze nur schlecht. Selbst längere Trockenphasen bereiten ihr dagegen kaum Probleme.
Wuchs
- niedrige Sukkulente
- Höhe: bis 15 cm
- Breite: etwa 25 cm
- teppichartig und bodendeckend
- breitet sich über kurze Triebe rasch aus
Gerade diese Eigenschaft macht sie zu einem hervorragenden Bodendecker, kann außerhalb von Gärten jedoch problematisch werden.
Verwendung
- Steingarten
- Dachbegrünung
- Trockenmauer
- Bodendecker
- Blumenbeet
- Kübel
- Balkon und Terrasse
Vor allem auf trockenen, nährstoffarmen Flächen zeigt die Kaukasus-Asienfetthenne ihre größten Stärken.
Pflege und Rückschnitt
Pflege
Die Kaukasus-Asienfetthenne zählt zu den genügsamsten Gartenpflanzen überhaupt. Nach dem Anwachsen benötigt sie nur selten zusätzliche Wassergaben und kommt auch längere Trockenperioden problemlos zurecht. Gedüngt werden sollte höchstens sehr sparsam, da ein nährstoffreicher Boden zu weichem Wuchs und einer geringeren Standfestigkeit führen kann.
Rückschnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Nach der Blüte können einzelne verblühte Triebe entfernt werden, wenn ein gepflegteres Erscheinungsbild gewünscht ist. Da sich die Pflanze kräftig ausbreitet, empfiehlt es sich außerdem, überhängende oder unerwünschte Triebe rechtzeitig einzukürzen. Abgestorbene Pflanzenteile sollten möglichst erst im stabilen Frühjahr entfernt werden, da sie zahlreichen Insekten über den Winter als geschützter Rückzugsort dienen. Aufgrund ihres invasiven Potenzials sollten Schnittreste keinesfalls in der freien Natur entsorgt werden.
Ist die Kaukasus-Asienfetthenne winterhart?
Die Kaukasus-Asienfetthenne ist eine ausgesprochen robuste Sukkulente und gehört zur USDA-Winterhärtezone 4. Sie verträgt Temperaturen von etwa -30 °C bis -35 °C und kann daher in den meisten Regionen Deutschlands problemlos im Freiland kultiviert werden.
Auch im Winter bleibt das Laub weitgehend erhalten und sorgt selbst in der kalten Jahreszeit für grüne Akzente. Lediglich Kübelpflanzen sollten vor einem vollständigen Durchfrieren des Wurzelballens geschützt werden.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Mit einem Nektarwert von 3/4 und einem Pollenwert von 2/4 gehört die Kaukasus-Asienfetthenne zu den insektenfreundlicheren Fetthennen. Während ihrer langen Blütezeit wird sie regelmäßig von zahlreichen Blütenbesuchern angeflogen.
Zu den häufigsten Besuchern zählen:
- Honigbienen
- Hummeln
- Wildbienen
- Schwebfliegen
- verschiedene Käferarten
Vor allem im Hochsommer kann sie eine wertvolle zusätzliche Nahrungsquelle darstellen, wenn viele andere Pflanzen ihre Blüte bereits beendet haben.
Welche Bedeutung Nektar und Pollen für Wildbienen besitzen, erfahrt Ihr ausführlich im Abschnitt Lebensweise.
Wichtiger Hinweis: Trotz ihres ökologischen Nutzens wird die Kaukasus-Asienfetthenne in Deutschland als potenziell invasive Art eingestuft. In naturnahen Gärten oder in der Nähe schutzwürdiger Lebensräume sollte daher möglichst auf ihre Pflanzung verzichtet werden. Für Steingärten oder Dachbegrünungen stehen mit der Weißen Fetthenne oder der Prächtigen Fetthenne attraktive Alternativen zur Verfügung.
Fazit
Die Kaukasus-Asienfetthenne überzeugt durch ihre hohe Trockenheitsverträglichkeit, ihre lange Blütezeit und ihren guten Wert als Nahrungsquelle für viele Insekten. Gleichzeitig besitzt sie jedoch ein beachtliches Ausbreitungspotenzial. Aus ökologischer Sicht empfiehlt es sich deshalb, heimische oder unkritische Fetthennenarten zu bevorzugen, insbesondere wenn sich in der Umgebung naturnahe Flächen oder wertvolle Lebensräume befinden.
Kaukasus-Asienfetthenne kaufen
Die Kaukasus-Asienfetthenne ist im Gartenfachhandel weit verbreitet und sowohl als Pflanze als auch als Saatgut problemlos erhältlich. Wer sie dennoch pflanzen möchte, sollte auf einen Standort achten, an dem sich die Art nicht unkontrolliert ausbreiten kann.
Für naturnahe Gärten empfiehlt es sich jedoch, bevorzugt heimische oder ökologisch unbedenkliche Fetthennenarten zu wählen.
FAQ – Häufige Fragen
Ist die Kaukasus-Asienfetthenne winterhart?
Ja. Sie gehört zur USDA-Zone 4 und übersteht Temperaturen bis etwa -35 °C.
Ist die Kaukasus-Asienfetthenne bienenfreundlich?
Ja. Mit einem Nektarwert von 3/4 und einem Pollenwert von 2/4 wird sie regelmäßig von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht.
Ist die Kaukasus-Asienfetthenne invasiv?
Ja. Die Art gilt in Deutschland als potenziell invasiv, da sie verwildern und heimische Pflanzen verdrängen kann.
Eignet sich die Kaukasus-Asienfetthenne für eine Dachbegrünung?
Ja. Dank ihrer Trockenheitsverträglichkeit und ihres flachen Wuchses wird sie häufig für extensive Dachbegrünungen eingesetzt.
Ist die Sukkulente giftig?
Nein. Sie gilt als nicht stark giftig und stellt für Menschen bei normalem Umgang kein besonderes Risiko dar.
Warum heimische Fetthennen häufig die bessere Wahl sind
Fetthennen gehören zu den beliebtesten Pflanzen für trockene und sonnige Standorte. Heimische Arten bieten unserer Insektenwelt jedoch meist den größeren ökologischen Nutzen und bergen kein Risiko einer unkontrollierten Ausbreitung.
Die Kaukasus-Asienfetthenne zeigt zwar eindrucksvoll, dass auch nicht heimische Pflanzen einen hohen Wert für Bestäuber besitzen können. Aufgrund ihres invasiven Potenzials empfiehlt es sich jedoch, im naturnahen Garten möglichst auf heimische oder ökologisch unbedenkliche Alternativen zurückzugreifen.















