⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆


Bewertung: 4,8 / 10 ⭐

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Jelitto – LINK

Templiner Kräutergarten – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Antennaria dioica

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Wildblumenwiese, Blumenbeet, Steingarten, Dachbegrünung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent

max. Höhe: 20 cm

max. Breite: 30 cm

Blühfarbe: rosa, rot, weiß

Blühzeitraum: Mai – Juli

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, kiesig, lehmig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalkarm, stickstoffarm

Feuchteeigenschaften: trocken, mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, wintergrün, nicht stark giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica)

 

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder von bienennutzgarten.de.
Die niedrig wachsende, wintergrüne Staude gehört zu den klassischen Arten magerer Standorte und zählt zu den ökologisch wertvollen Wildpflanzen für sonnige, naturnahe Gärten.

Viele weitere Pflanzen für trockene, nährstoffarme Standorte, wie z.B. Thymian oder Mannstreu, sind ebenfalls im Pflanzenfinder enthalten.


Alternative Namen & Namensherkunft

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist regional unter verschiedenen Namen bekannt, darunter:

  • Zweihäusiges Katzenpfötchen

  • Himmelfahrtsblümchen

  • Bärenpfötchen

  • Strohblume

Der botanische Name Antennaria dioica verweist auf die zweihäusige Verteilung der Geschlechter.
Der deutsche Name beschreibt sehr treffend die samtigen Blütenköpfchen, die an weiche Katzenpfoten erinnern.


Natürliches Vorkommen

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist in Mitteleuropa und somit auch Deutschland heimisch, heute jedoch vielerorts selten geworden.
Es ist ein typischer Bewohner nährstoffarmer Lebensräume, die durch Überdüngung zunehmend verschwinden.

Typische natürliche Standorte sind:

  • Silikat-Magerrasen

  • Heiden

  • lichte Kiefernwälder

  • trockene Wiesen

Die Art gilt in Deutschland als gefährdet, in einzelnen Bundesländern sogar als vom Aussterben bedroht.


Verwendung & Giftigkeit

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist nicht giftig.
Die Blüten werden traditionell als Heiltee verwendet, unter anderem bei:

  • Verdauungsbeschwerden

  • Gallenproblemen

  • Husten

  • Durchfall

In der Floristik dient die Pflanze außerdem als Dekorationspflanze für Trockensträuße.


Gewöhnliches Katzenpfötchen im naturnahen Garten

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist eine ideale Staude für naturnahe, magere Gartenbereiche.
Mit seinem niedrigen, polsterartigen Wuchs eignet es sich hervorragend für extensive Pflanzungen.

Typische Eigenschaften im Garten:

  • sehr trockenheitsverträglich

  • wintergrün

  • pflegeleicht

  • ideal für magere Standorte

Die filzigen Blätter bilden dichte Teppiche, aus denen im Frühjahr die dekorativen Blütenstände erscheinen.

Standort:
Geeignet sind vor allem:

  • sonnige Lagen

  • offene Gartenbereiche

  • warme, trockene Standorte

Boden:
Bevorzugt werden:

  • sandige oder kiesige Böden

  • humusarme Substrate

  • nährstoffarme Untergründe

  • kalkarme Böden

  • sehr gut wasserdurchlässige Böden

Staunässe wird nicht vertragen.

Wuchs:

  • Höhe: bis ca. 20 cm

  • Breite: bis ca. 30 cm

  • Wuchsform: polsterbildend, bodendeckend

  • Entwicklung: langsam, flächig


Verwendung im Garten

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen eignet sich besonders für:

  • Wildblumen- und Magerwiesen

  • Steingärten

  • Dachbegrünungen

  • Blumen- und Staudenbeete

  • Bodendeckerflächen

  • Kübel auf Balkon oder Terrasse

Es ist ideal für extensive Pflanzungen mit minimalem Pflegeaufwand.


Gewöhnliches Katzenpfötchen – Schneiden & Pflege

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist sehr pflegeleicht und nur wenig schnittbedürftig.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich.

Nach der Blüte können die verblühten Blütenstände entfernt werden, wenn ein gepflegteres Erscheinungsbild gewünscht ist.
Für die Pflanze selbst ist dies jedoch nicht notwendig.

Aus Gründen des Insektenschutzes sollten Stauden möglichst über Winter stehen gelassen werden.
Die vertrockneten Stängel und Blütenstände bieten vielen Wildbienen und anderen Insekten wertvolle Überwinterungsräume.

Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das stabile Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.
Dann können alte, abgestorbene Pflanzenteile vorsichtig bodennah entfernt werden.

Bei älteren Beständen ist es sinnvoll, die Polster alle paar Jahre zu teilen, um die Vitalität zu erhalten und die Pflanze zu verjüngen.


Winterhärte

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist sehr winterhart.

  • USDA-Zone: 4–8

  • Temperaturbereich: bis etwa –30 °C

Ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht erforderlich.


Nutzen für Wildbienen & andere Insekten

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen besitzt einen soliden ökologischen Wert:

  • Nektar: 2/4

  • Pollen: 2/4

Von den Blüten profitieren unter anderem:

  • Wildbienen

  • Hummeln

  • kleine Schwebfliegen

Es ist eine wertvolle Früh- bis Sommertracht für magere Standorte.


Fazit

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist eine anspruchslose, heimische Wildstaude für trockene, sonnige Standorte.
Es verbindet hohe Standorttoleranz mit ökologischem Nutzen und ist ideal für naturnahe Gärten und extensive Pflanzungen.


Gewöhnliches Katzenpfötchen kaufen

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist sowohl als Pflanze als auch als Saatgut gut erhältlich.
Empfehlenswert ist der Kauf bei regionalen Staudengärtnereien, da diese Pflanzen optimal an das jeweilige Klima angepasst sind.


FAQ

Ist das Gewöhnliche Katzenpfötchen heimisch?
Ja, es ist eine heimische Wildpflanze Mitteleuropas.

Wie hoch wird die Staude?
Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu etwa 20 cm.

Ist das Katzenpfötchen giftig?
Nein, es ist ungiftig und traditionell als Heilpflanze genutzt.

Ist es bienenfreundlich?
Ja, es liefert Nektar und Pollen für Wildbienen an mageren Standorten.

Ist es winterhart?
Ja, es ist sehr winterhart und wintergrün.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen steht exemplarisch für den Wert heimischer Wildpflanzen:

  • Nahrung für spezialisierte Insektenarten

  • Anpassung an magere Standorte

  • Erhalt seltener Lebensräume

  • Förderung genetischer Vielfalt

Gerade seltene heimische Arten wie diese sind unverzichtbar für den langfristigen Erhalt der Artenvielfalt.