⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆☆


Bewertung: 3,2 / 10 ⭐

 

Nektar: 1/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Saatgut-Vielfalt – LINK

Amazon – LINK 


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Oenothera biennis

Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse

Pflanzenart: Staude

Verwendung: Wildblumenwiese, Blumenbeet, Balkon- und Terrassenpflanze, Steingarten, Dachbegrünung

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: gering, normal

max. Höhe: 150 cm

max. Breite: 80 cm

Blühfarbe: gelb

Blühzeitraum: Juni – August

Lebenszyklus: einjährig; zweijährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusarm

Nährstoffeigenschaften: nährstoffarm, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: trocken, mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis)

 

Die Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Eine nahe Verwandte ist die Missouri-Nachtkerze, die dort ebenfalls vorgestellt wird.


Alternative Namen und Namensherkunft

Die Pflanze wird auch Gemeine Nachtkerze, Zweijährige Nachtkerze, Sommerstern oder Stolzer Heinrich genannt.
Der botanische Name Oenothera biennis verweist auf den zweijährigen Lebenszyklus.

Der deutsche Name leitet sich von den Blüten ab: Sie öffnen sich erst in der Dämmerung und wirken dabei wie kleine, leuchtende Kerzen.


Natürliches Vorkommen

Die Gewöhnliche Nachtkerze stammt ursprünglich aus dem östlichen und zentralen Nordamerika.
In Mitteleuropa ist sie nicht heimisch, gilt aber seit Langem als eingebürgert.

Typische Standorte sind:

  • Ruderalflächen

  • Wegränder

  • Kies- und Sandflächen

  • Bahndämme und Schotterplätze

Eine Gefährdungseinstufung existiert für Deutschland nicht.


Giftigkeit und Verwendung

Die Gewöhnliche Nachtkerze ist nicht giftig.
Samen, Blätter, Blüten und Wurzeln sind essbar.

Besonders bekannt ist das Nachtkerzenöl, das aus den Samen gewonnen wird. Ihm werden unter anderem entzündungshemmende und hautpflegende Eigenschaften zugeschrieben.
Auch in der Küche finden junge Pflanzenteile gelegentlich Verwendung.


Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis) im naturnahen Garten

Die Gewöhnliche Nachtkerze ist pflegeleicht und kommt mit kargen Bedingungen gut zurecht.

Bevorzugt werden:

  • sonnige bis halbschattige Standorte

  • trockene bis mäßig trockene, durchlässige Böden

  • nährstoffarme Substrate

Staunässe wird nicht vertragen.
Die Pflanze erreicht Wuchshöhen bis etwa 150 cm und kann sich über Selbstaussaat gut halten.

Besonders reizvoll ist das abendliche Aufblühen, das sich gut beobachten lässt und zahlreiche Nachtfalter anzieht.


Verwendung im Garten

Geeignet ist die Art unter anderem für:

  • Wildblumenwiesen

  • naturnahe Staudenbeete

  • Steingärten

  • extensive Dachbegrünung

  • größere Kübel auf Balkon oder Terrasse

Durch ihre Höhe eignet sie sich gut als strukturgebendes Element.


Gewöhnliche Nachtkerze schneiden

Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich.
Für den Insektenschutz empfiehlt es sich, die abgestorbenen Stängel über den Winter stehen zu lassen. Sie dienen vielen Insekten als Überwinterungsplatz.

Falls geschnitten wird, sollte dies erst im stabilen Frühjahr erfolgen. Ein zu früher Rückschnitt nimmt Insekten wichtige Rückzugsräume.


Winterhärte

Die Gewöhnliche Nachtkerze ist winterhart.
Als zweijährige Pflanze überwintert sie meist als Rosette und blüht im Folgejahr.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Die Pflanze stellt vor allem nachts eine wichtige Nahrungsquelle dar.

  • Nektar: 1/4

  • Pollen: 2/4

Neben Bienen profitieren insbesondere Nachtfalter von den spät öffnenden Blüten.


Fazit

Die Gewöhnliche Nachtkerze ist eine robuste, genügsame Pflanze mit besonderem Blühverhalten.
Sie eignet sich hervorragend für naturnahe Gärten und trockene Standorte und bietet vor allem nachtaktiven Insekten wertvolle Nahrung.


Gewöhnliche Nachtkerze kaufen

Die Art ist gut erhältlich, sowohl als Pflanze als auch als Saatgut.
Bezugsquellen sind im Steckbrief aufgeführt.


Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Gewöhnliche Nachtkerze heimisch?
Nein, sie stammt aus Nordamerika, gilt bei uns aber als eingebürgert.

Wann blüht Oenothera biennis?
Von Juni bis August, mit Blütenöffnung in der Dämmerung.

Ist die Pflanze winterhart?
Ja, sie ist winterhart und überwintert als Rosette.

Eignet sie sich für trockene Standorte?
Ja, sie kommt mit Trockenheit sehr gut zurecht.


Ökologische Bedeutung heimischer Pflanzen

Auch wenn diese Pflanze nicht heimisch ist, zeigt sie, wie wichtig strukturreiche, naturnahe Gärten sind.

Heimische Pflanzen bleiben dabei die wichtigste Grundlage für spezialisierte Insektenarten. Eingebürgerte Arten wie diese können das Nahrungsangebot sinnvoll ergänzen – ersetzen heimische Arten jedoch nicht.