⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆
Bewertung: 7,5 / 10 ⭐
Nektar: 3/4
Pollen: 2/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
Kräuter-und-Duftpflanzen.de – LINK
Amazon – LINK
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Allium lusitanicum
Pflanzenfamilie: Amaryllisgewächse
Pflanzenart: Staude
Verwendung: Blumenbeete, Steingarten, Wildblumenwiese, Dachbegrünung, Balkon- und Terrassenpflanze
Standort: Sonne
Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent
max. Höhe: 40 cm
max. Breite: 50 cm
Blühfarbe: rosa, violett
Blühzeitraum: Mai – August
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: steinig, kiesig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalkarm, stickstoffreich
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken, trocken, wasserduchlässig
weitere Eigenschaften
heimisch, winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Berglauch (Allium lusitanicum)
Der Berglauch (Allium lusitanicum) ist eine heimische, mehrjährige Lauchart, die besonders auf trockenen und sonnigen Standorten gut gedeiht. Mit seinen rosa bis violetten Blütenköpfen gehört er zu den dekorativen Wildstauden, die sowohl optisch als auch ökologisch einen Mehrwert bieten.
Die Pflanze gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und bildet während der Blütezeit von Mai bis August zahlreiche kleine Einzelblüten, die Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber anziehen. Dadurch ist der Berglauch eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten im Sommer.
Der Berglauch ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere bekannte Laucharten sind beispielsweise:
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Kugellauch (Allium sphaerocephalon)
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Riesen-Lauch (Allium giganteum)
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Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Viele Vertreter dieser Gattung sind ebenfalls sehr insektenfreundlich.
Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft des Berglauchs
Der botanisch korrekte deutsche Name lautet Berg-Lauch. Darüber hinaus ist die Pflanze auch unter dem Namen Johannislauch bekannt.
Der wissenschaftliche Name lautet Allium lusitanicum.
Die Herkunft des deutschen Namens Berglauch lässt sich vermutlich auf die typischen natürlichen Standorte der Pflanze zurückführen. Diese liegen häufig in felsigen, sonnigen Bergregionen.
Der Zusatz lusitanicum verweist ursprünglich auf eine historische Landschaft in Europa, die in etwa dem heutigen Portugal entspricht.
Natürliches Vorkommen des Berglauchs
Der Berglauch ist eine europäische Pflanzenart und kommt in verschiedenen Regionen des Kontinents vor.
Seine bevorzugten Lebensräume sind:
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Felsrasen
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Felsbänder
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trockene Hänge
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sonnige Trockenstandorte
In Deutschland sind die Vorkommen eher selten und lokal begrenzt. Laut Rote Liste Zentrum gilt der Berglauch hierzulande als gefährdet.
Verwendung und Giftigkeit
Der Berglauch ist nicht giftig und kann sogar verzehrt werden.
Essbar sind beispielsweise:
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Blüten
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Stängel
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Zwiebeln
Der Geschmack ist jedoch deutlich milder als bei kultiviertem Lauch oder Zwiebeln.
Im Garten wird die Pflanze vor allem als Zier- und Wildstaude verwendet. Durch ihre robuste Natur eignet sie sich besonders für sonnige und eher trockene Gartenbereiche.
Berglauch im naturnahen Garten
Der Berglauch lässt sich unkompliziert in viele Gartensituationen integrieren und gilt als pflegeleicht und langlebig.
Die Pflanzung der Zwiebeln erfolgt meist im Herbst, idealerweise zwischen September und Oktober.
Standort
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vollsonnige Lage
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verträgt auch lichten Halbschatten
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windunempfindlich
Boden
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kiesig oder steinig
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humusreich
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mäßig nährstoffreich
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kalkarm bis neutral
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trocken bis mäßig trocken
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gut wasserdurchlässig
Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Fäulnis der Zwiebeln führen kann.
Wuchs
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Höhe: bis etwa 40 cm
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Breite: bis etwa 50 cm
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mehrjährige Staude
Die endgültige Größe hängt stark von Bodenverhältnissen und Lichtangebot ab.
Geeignete Pflanzorte sind beispielsweise:
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Steingärten
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Wildblumenwiesen
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Staudenbeete
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extensive Dachbegrünungen
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Kübel auf Balkon oder Terrasse
Dank seiner Trockenheitsverträglichkeit ist der Berglauch besonders gut für sonnige, eher karge Standorte geeignet.
Schnitt und Pflege des Berglauchs
Der Berglauch zählt zu den besonders pflegearmen Gartenpflanzen.
Typische Pflegemaßnahmen sind:
-
Entfernen verblühter Blütenstände, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist
-
gelegentliches Auslichten dichter Bestände
Wie bei vielen Stauden empfiehlt es sich, abgestorbene Pflanzenteile erst im stabilen Frühjahr zurückzuschneiden, damit sie im Winter als Unterschlupf für Insekten dienen können.
Berglauch – Winterhärte
Der Berglauch ist zuverlässig winterhart.
Er gehört ungefähr zur USDA-Zone 5 und verträgt Temperaturen bis etwa –25 °C bis –30 °C.
Ein zusätzlicher Winterschutz ist daher normalerweise nicht notwendig.
Nutzen für Wildbienen und andere Insekten
Mit Nektar: 3/4 und Pollen: 2/4 besitzt die Pflanze einen guten ökologischen Wert für Bestäuber.
Die Blüten werden häufig besucht von:
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Wildbienen
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Honigbienen
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Hummeln
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Schwebfliegen
Besonders für polylektische Hummelarten kann der Berglauch eine wertvolle Sommernahrungsquelle darstellen.
Fazit: Heimische Wildstaude für sonnige Standorte
Der Berglauch (Allium lusitanicum) ist eine robuste und vielseitige Wildstaude für naturnahe Gärten.
Seine wichtigsten Eigenschaften:
-
heimische Pflanzenart
-
pflegeleicht und trockenheitsverträglich
-
geeignet für Steingärten und Wildblumenwiesen
-
liefert Nektar und Pollen für Bestäuber
Damit ist der Berglauch eine interessante Pflanze für sonnige und naturnahe Gartenbereiche.
Berglauch kaufen
Der Berglauch ist im Handel relativ gut erhältlich.
Er wird meist angeboten als:
-
Zwiebelpflanze
-
Jungpflanze
-
Saatgut
Viele Online-Gärtnereien und Kräuterhändler führen ihn im Sortiment. Einige Bezugsquellen sind im Steckbrief aufgeführt.
Wie immer gilt:
Regionale Gärtnereien bevorzugen – bessere Qualität, kürzere Transportwege, mehr Nachhaltigkeit.
FAQ zum Berglauch
Ist diese Lauchart winterhart?
Ja, er ist winterhart und übersteht Temperaturen bis etwa –25 °C problemlos.
Ist Berglauch bienenfreundlich?
Ja, seine Blüten liefern Nektar und Pollen für viele Bestäuber.
Wann sollte man Berglauch pflanzen?
Die Zwiebeln werden idealerweise im Herbst (September bis Oktober) gesetzt.
Kann die Pflanze im Kübel wachsen?
Ja, er eignet sich auch für größere Pflanzkübel auf Balkon oder Terrasse.
Bedeutung heimischer Wildpflanzen für die Artenvielfalt
Heimische Pflanzenarten spielen eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt in unserer Landschaft. Viele Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Diese Pflanzen bieten:
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angepasste Nektar- und Pollenquellen
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Raupenfutter für Schmetterlinge
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Lebensräume für zahlreiche Tiere
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eine Grundlage für stabile ökologische Netzwerke
Wer heimische Arten wie diese hier im Garten integriert, unterstützt aktiv den Erhalt der Biodiversität.















