⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆


Bewertung: 7,9 / 10 ⭐

 

Nektar: 4/4
Pollen: 3/4

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzmich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Etsy – LINK

Imker Josef – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Tetradium daniellii

Pflanzenfamilie: Rautengewächse

Pflanzenart: Baum

Verwendung: Einzelstellung, Heckenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal

max. Höhe: 12 m

max. Breite: 10 m

Blühfarbe: weiß

Blühzeitraum: Juli – September

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Bienenbaum (Tetradium daniellii)

 

Der Bienenbaum (Tetradium daniellii) gehört zu den bekanntesten insektenfreundlichen Blühbäumen überhaupt. Durch seine späte und sehr üppige Blüte gilt er als eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen und Hummeln im Hochsommer.

Er ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere wertvolle Bienenbäume und Trachtgehölze sind beispielsweise die Salweide oder die Edelkastanie.


Alternative Namen und Namensherkunft

Der Bienenbaum trägt mehrere alternative Bezeichnungen:

  • Samthaarige Stinkesche

  • Honigesche

  • Wohlduftraute

  • Tausendblütenstrauch

Der botanische Name lautet Tetradium daniellii.

Der gebräuchliche Name Bienenbaum erklärt sich von selbst: Während der Blütezeit wird der Baum regelrecht von Bienen, Hummeln und anderen Insekten umschwärmt.

Der Name Stinkesche bezieht sich auf den intensiven Geruch der Blätter, der entsteht, wenn man sie zerreibt.


Natürliches Vorkommen

Der Bienenbaum stammt ursprünglich aus Ostasien, genauer aus:

  • China

  • Korea

Dort wächst er vor allem in:

  • lichten Wäldern

  • Waldrändern

  • Gebirgsregionen

In Europa wird er überwiegend als Zier- und Bienenweidebaum angepflanzt. Natürliche Vorkommen in Deutschland existieren nicht, da er hier nicht heimisch ist.


Verwendung und Giftigkeit

Die Pflanze gilt als nicht stark giftig.

Eine medizinische oder kulinarische Nutzung ist kaum bekannt. Ihre Bedeutung liegt vor allem in:

  • Zierwert im Garten

  • wichtiger Bienenweide

  • Vogelnahrung durch die Früchte

  • Strukturpflanze in größeren Gärten

Gerade für Imker ist der Bienenbaum eine interessante Trachtpflanze.


Der Bienenbaum im Garten

Das Rautengewächs ist ein attraktiver, mittelgroßer Baum mit lockerer Krone und üppiger Blüte.

Standort

  • Sonne bis Halbschatten

  • möglichst warm und windgeschützt

  • toleriert verschiedene Klimabedingungen

Boden

  • sandig bis lehmig

  • humusreich

  • mäßig nährstoffreich

  • kalktolerant

  • frisch bis mäßig feucht

  • gut wasserdurchlässig

Wuchs

  • Höhe: bis 12 m

  • Breite: bis 10 m

  • mehrjährig

  • ausladende, lockere Krone

Aufgrund seiner Größe sollte ausreichend Platz eingeplant werden.

Geeignete Pflanzorte sind:

  • Einzelstellung

  • größere Gärten

  • naturnahe Grundstücke

  • lockere Blütenhecken


Die Blüte

Die Blüte des Baums ist sein herausragendes Merkmal.

Sie erscheint zwischen Juli und September, also genau in einer Zeit, in der viele andere Gehölze bereits verblüht sind.

Je nach Standort beginnt die erste Blüte:

  • nach etwa 2–4 Jahren

  • manchmal etwas später bei Jungpflanzen

Während der Blütezeit sind die weißen Blütenstände regelrecht von Insekten umgeben.


Schnitt und Pflege

Der Bienenbaum ist relativ pflegeleicht.

Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich. Falls notwendig, kann er erfolgen:

  • zur Kronenpflege

  • zur Formgebung bei jungen Bäumen

Dabei gilt das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG):

Starke Rückschnitte sind zwischen 1. März und 30. September zum Schutz brütender Vögel verboten.


Bienenbaum – Winterhärte

Der Baum gehört etwa zur USDA-Zone 6.

Er ist damit bis etwa –20 °C bis –23 °C winterhart.

Junge Pflanzen können in den ersten Jahren etwas frostempfindlich sein. Ein geschützter Standort oder leichter Winterschutz ist daher empfehlenswert.

Ältere Bäume sind deutlich robuster.


Nutzen für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten

Mit Nektar: 4/4 und Pollen: 3/4 zählt der Bienenbaum zu den besten Bienenweidebäumen.

Er bietet:

  • enorme Mengen Nektar

  • guten Pollen

  • Nahrung für Honigbienen

  • wichtige Tracht für Hummeln

  • Besuch durch zahlreiche Wildbienenarten

  • Insektennahrung im blütenarmen Hochsommer

Gerade im Juli und August, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, schließt der Bienenbaum eine wichtige Nahrungs­lücke.

Die Früchte werden zudem von verschiedenen Vogelarten genutzt.


Fazit: Hochsommer-Trachtbaum für Insekten

Der Bienenbaum (Tetradium daniellii) ist ein außergewöhnlich wertvoller Baum für bestäubende Insekten.

Seine wichtigsten Vorteile:

  • sehr hohe Nektarproduktion

  • späte Sommerblüte

  • attraktive Blütenstände

  • relativ pflegeleicht

  • gute Winterhärte

Besonders in größeren Gärten kann er eine wichtige Trachtquelle im Hochsommer darstellen.


Bienenbaum kaufen

Der Bienenbaum ist mittlerweile relativ gut erhältlich.

Viele Online-Baumschulen führen ihn im Sortiment, teilweise ist er auch in Gartencentern verfügbar.

Trotzdem empfiehlt sich der Kauf bei einer regionalen Baumschule, da:

  • Pflanzen besser an das lokale Klima angepasst sind

  • Transportwege reduziert werden

  • fachliche Beratung möglich ist


FAQ zum Bienenbaum

Ist der Bienenbaum winterhart?
Ja, bis etwa –23 °C (USDA-Zone 6). Junge Pflanzen benötigen manchmal Schutz.

Warum heißt er Bienenbaum?
Weil seine Blüten extrem viele Bienen und Hummeln anziehen.

Wann blüht der Bienenbaum?
Zwischen Juli und September.

Ist der Bienenbaum heimisch?
Nein, er stammt ursprünglich aus China und Korea.


Bedeutung heimischer Gehölze im Vergleich

Der Baum ist zwar sehr insektenfreundlich, dennoch sollte er möglichst mit heimischen Gehölzen kombiniert werden.

Heimische Arten bieten:

  • bessere Anpassung an lokale Insekten

  • mehr spezialisierte Nahrungsketten

  • stabilere Ökosysteme

Empfehlenswerte heimische Alternativen sind beispielsweise:

Eine Mischung aus heimischen Arten und einzelnen Trachtgehölzen wie dem Bienenbaum kann die Artenvielfalt im Garten deutlich erhöhen.