Bienenbaum (Tetradium daniellii)
Der Bienenbaum (Tetradium daniellii) gehört zu den bekanntesten insektenfreundlichen Blühbäumen überhaupt. Durch seine späte und sehr üppige Blüte gilt er als eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen und Hummeln im Hochsommer.
Er ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder. Weitere wertvolle Bienenbäume und Trachtgehölze sind beispielsweise die Salweide oder die Edelkastanie.
Alternative Namen und Namensherkunft
Der Bienenbaum trägt mehrere alternative Bezeichnungen:
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Samthaarige Stinkesche
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Honigesche
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Wohlduftraute
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Tausendblütenstrauch
Der botanische Name lautet Tetradium daniellii.
Der gebräuchliche Name Bienenbaum erklärt sich von selbst: Während der Blütezeit wird der Baum regelrecht von Bienen, Hummeln und anderen Insekten umschwärmt.
Der Name Stinkesche bezieht sich auf den intensiven Geruch der Blätter, der entsteht, wenn man sie zerreibt.
Natürliches Vorkommen
Der Bienenbaum stammt ursprünglich aus Ostasien, genauer aus:
Dort wächst er vor allem in:
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lichten Wäldern
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Waldrändern
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Gebirgsregionen
In Europa wird er überwiegend als Zier- und Bienenweidebaum angepflanzt. Natürliche Vorkommen in Deutschland existieren nicht, da er hier nicht heimisch ist.
Verwendung und Giftigkeit
Die Pflanze gilt als nicht stark giftig.
Eine medizinische oder kulinarische Nutzung ist kaum bekannt. Ihre Bedeutung liegt vor allem in:
Gerade für Imker ist der Bienenbaum eine interessante Trachtpflanze.
Der Bienenbaum im Garten
Das Rautengewächs ist ein attraktiver, mittelgroßer Baum mit lockerer Krone und üppiger Blüte.
Standort
Boden
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sandig bis lehmig
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humusreich
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mäßig nährstoffreich
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kalktolerant
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frisch bis mäßig feucht
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gut wasserdurchlässig
Wuchs
Aufgrund seiner Größe sollte ausreichend Platz eingeplant werden.
Geeignete Pflanzorte sind:
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Einzelstellung
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größere Gärten
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naturnahe Grundstücke
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lockere Blütenhecken
Die Blüte
Die Blüte des Baums ist sein herausragendes Merkmal.
Sie erscheint zwischen Juli und September, also genau in einer Zeit, in der viele andere Gehölze bereits verblüht sind.
Je nach Standort beginnt die erste Blüte:
Während der Blütezeit sind die weißen Blütenstände regelrecht von Insekten umgeben.
Schnitt und Pflege
Der Bienenbaum ist relativ pflegeleicht.
Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich. Falls notwendig, kann er erfolgen:
Dabei gilt das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG):
Starke Rückschnitte sind zwischen 1. März und 30. September zum Schutz brütender Vögel verboten.
Bienenbaum – Winterhärte
Der Baum gehört etwa zur USDA-Zone 6.
Er ist damit bis etwa –20 °C bis –23 °C winterhart.
Junge Pflanzen können in den ersten Jahren etwas frostempfindlich sein. Ein geschützter Standort oder leichter Winterschutz ist daher empfehlenswert.
Ältere Bäume sind deutlich robuster.
Nutzen für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten
Mit Nektar: 4/4 und Pollen: 3/4 zählt der Bienenbaum zu den besten Bienenweidebäumen.
Er bietet:
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enorme Mengen Nektar
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guten Pollen
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Nahrung für Honigbienen
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wichtige Tracht für Hummeln
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Besuch durch zahlreiche Wildbienenarten
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Insektennahrung im blütenarmen Hochsommer
Gerade im Juli und August, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, schließt der Bienenbaum eine wichtige Nahrungslücke.
Die Früchte werden zudem von verschiedenen Vogelarten genutzt.
Fazit: Hochsommer-Trachtbaum für Insekten
Der Bienenbaum (Tetradium daniellii) ist ein außergewöhnlich wertvoller Baum für bestäubende Insekten.
Seine wichtigsten Vorteile:
Besonders in größeren Gärten kann er eine wichtige Trachtquelle im Hochsommer darstellen.
Bienenbaum kaufen
Der Bienenbaum ist mittlerweile relativ gut erhältlich.
Viele Online-Baumschulen führen ihn im Sortiment, teilweise ist er auch in Gartencentern verfügbar.
Trotzdem empfiehlt sich der Kauf bei einer regionalen Baumschule, da:
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Pflanzen besser an das lokale Klima angepasst sind
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Transportwege reduziert werden
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fachliche Beratung möglich ist
FAQ zum Bienenbaum
Ist der Bienenbaum winterhart?
Ja, bis etwa –23 °C (USDA-Zone 6). Junge Pflanzen benötigen manchmal Schutz.
Warum heißt er Bienenbaum?
Weil seine Blüten extrem viele Bienen und Hummeln anziehen.
Wann blüht der Bienenbaum?
Zwischen Juli und September.
Ist der Bienenbaum heimisch?
Nein, er stammt ursprünglich aus China und Korea.
Bedeutung heimischer Gehölze im Vergleich
Der Baum ist zwar sehr insektenfreundlich, dennoch sollte er möglichst mit heimischen Gehölzen kombiniert werden.
Heimische Arten bieten:
Empfehlenswerte heimische Alternativen sind beispielsweise:
Eine Mischung aus heimischen Arten und einzelnen Trachtgehölzen wie dem Bienenbaum kann die Artenvielfalt im Garten deutlich erhöhen.