Bewertung: gut

 

Nektar: 3
Pollen: 3

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Flora-Toskana – LINK

Biobaumversand – LINK

Bezugsquellen* (Samen)


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Prunus dulcis (früher Prunus Amygdalus)

Pflanzenfamilie: Rosengewächse

Pflanzenart: Baum

Verwendung: Nahrungspflanze, Einzelstellung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 10 m

max. Breite: 6 m

Blühfarbe: rosa, weiß

Blühzeitraum: März, April

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig

Feuchteeigenschaften: mäßig feucht bis mäßig trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart (ca. -15 °C), nicht stark giftig, windunempfindlich


 

 

Mandelbaum (Prunus dulcis)!

 

Der Mandelbaum (Prunus dulcis) ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Weitere Pflanzen, welche sich für die menschliche Ernährung eignen und zudem bienenfreundlich sind, findet Ihr hier.

 

Alternative Bezeichnungen und Namensherkunft

Mandelbaum ist natürlich nur ein Oberbegriff. Es gibt weltweit natürlich eine immense Anzahl an Sorten.

Die Beliebtesten bzw. Geläufigsten in Deutschland sind zum Beispiel:

  • Dürkheimer Krachmandel
  • Pfälzer Fruchtmandel
  • Weiße Krachmandel
  • Ferragnes
  • Palatina

 

Alternative Namen konnten für den Mandelbaum nicht recherchiert werden.

Der wissenschaftliche Name lautet „Prunus dulcis“ bzw. früher „Amygdalus communis“ oder „Prunus Amygdalus“.

Der Name Mandel geht über italienisch „mándorla“ auf lateinisch „amygdala“ zurück.

Dessen griechischer Ursprung „amygdálē “ bezeichnet wiederum den Mandelbaum sowie auch dessen Frucht.

 

Natürliches Vorkommen

Das Ursprungsgebiet des Baumes ist mutmaßlich Südwestasien, wobei er dort Gebüsche an sonnigen Hängen und steinigen Böden besiedelt.

Eine Unterscheidung zwischen natürlichem Vorkommen und Verwilderung fällt jedoch oft schwer, da es viele Anbaugebiete gibt.

In Deutschland gab es diese in der Vorderpfalz. Die größten Mandelproduzenten weltweit sind z.B. die USA, Spanien oder Australien.

Eine schöne Übersicht zu weltweiten Beobachtungen des Baumes, überwiegend aus dem Siedlungsbereich, findet Ihr hier.

 

Giftigkeit und Verwendung

Der Mandelbaum, hier zu nennen die Bittermandel, ist giftig.

Die Samen enthalten Amygdalin, welches unter dem Vorhandensein von Wasser zu Blausäure umgewandelt werden kann.

Die Bittermandel bzw. deren Öl wird vielseitig verwendet, z.B. zum Aromatisieren (z.B. Likör) aber auch in der Kosmetik und Medizin.

Süßmandeln hingegen dienen zur Herstellung von beispielsweise Nougat, Gebäck oder Marzipan. 

Sie liefern wertvolle Inhaltsstoffe wie die Vitamine E und B, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kupfer und Zink.

Weiterhin enthalten sie wertvolle pflanzliche Proteine und Ballaststoffe.

Wer mehr dazu erfahren möchte, der kann gern hier weiterlesen.

 

Der Mandelbaum (Prunus dulcis) im Garten

Diese Pflanze bzw. deren Samen kennen durch die vielseitige Verwendung natürlich viele bzw. fast alle von uns. 

In den allermeisten Gemeinden unseres Landes dürfte man den Mandelbaum aber wohl nicht antreffen.

Mit seinen sehr ansehnlichen rosa-weißen Blüten überzeugt das Rosengewächsgewächs aber natürlich auch im Garten.

Die Pflanze wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, humusreichen und lockeren Böden an einem sonnigen Standort.

Zudem sollte der Boden lieber etwas feuchter als zu trocken, aber auf jeden Fall durchlässig sein. Staunässe wird nicht vertragen.

Die Wuchshöhe kann bis zu 10 m betragen, wohingegen in der Breite bis zu 6 m erzielt werden können.

Die Ausmaße des Wuchses sind natürlich vom Standort abhängig und können variieren.

 

Eine Anwendung kommt aufgrund dieser Eigenschaften wohl am ehesten in Einzelstellung in Frage.

Zudem ist eine Kübelpflanzung möglich, weshalb der große Balkon oder die Terrasse weitere mögliche Standorte sind.

 

Mandelbaum frosthart?

Im Allgemeinen ist der Mandelbaum recht frosthart (-15 °C, sortenabhängig).

Bei strengeren Frösten empfiehlt sich gerade bei jungen Bäumen jedoch ein Schutz oder ein geschützter Standort.

Aufgrund der frühen Blütezeit ist die Blüte für Spätfröste recht anfällig, so wie das auch bei Aprikose und Pflaume der Fall ist.

In diesem Fall ist die Abdeckung mit beispielsweise einem Vlies anzuraten.

 

Nutzen für (Wild)Bienen und andere Insekten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)Bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Vorrangig den polylektischen Arten wie den Hummeln oder Mauerbienen ist die Pflanze aufgrund der frühen Blütezeit dabei eine Hilfe.

Wozu Nektar und Pollen benötigt werden? Das wird im Abschnitt Lebensweise näher beschrieben.

Kurzum, der Mandelbaum (Prunus dulcis) ist aufgrund seines Aussehens und seines Nutzens eine echte Alternative.

Eine Alternative zu insektenunfreundlichen Pflanzen, welche des Öfteren in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zu finden sind.

Vollständige und weiterführende Informationen zur Pflanze findet Ihr auf Wikipedia.

 

Mandelbaum kaufen

Den Mandelbaum gibt es ab und zu auch im Baumarkt oder Gartencenter um die Ecke. 

Zudem ist er im Netz recht gut verfügbar. Viele große online-Pflanzenhändler führen ihn im Sortiment.

Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief. 

 

Es ist natürlich zudem immer ratsam, Bäume bei einer Baumschule in der Umgebung zu kaufen.

Eine Übersicht zu regionalen Baumschulen findet Ihr hierVielleicht ist ja auch etwas in Eurer Nähe dabei.

 

Trotz der unbestrittenen Bienenfreundlichkeit der Pflanze ist es empfehlenswert, heimische Pflanzenarten vorzuziehen.

Diese sind für unsere heimische Tierwelt zumeist die bessere Wahl.