⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆☆☆
Bewertung: 4,6 / 10 ⭐
Nektar: 2/4
Pollen: 1/4
Bezugsquellen* (Pflanzen)
Baumschule Horstmann – LINK
Pflanzmich – LINK
Baumschule Newgarden – LINK
Bezugsquellen* (Samen)
n.v.
Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften
Name botanisch: Amelanchier lamarckii
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Pflanzenart: Strauch
Verwendung: Heckenpflanze, Einzelstellung, Hangbepflanzung
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf: gering, normal
max. Höhe: 6 m
max. Breite: 6 m
Blühfarbe: weiß
Blühzeitraum: April, Mai
Lebenszyklus: mehrjährig
Bodeneigenschaften
Bodenart: sandig, lehmig, humusreich
Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalkhaltig
Feuchteeigenschaften: mäßig trocken bis mäßig feucht, wasserdurchlässig
weitere Eigenschaften
winterhart, nicht stark giftig, windunempfindlich
⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
Die Kupfer-Felsenbirne ist eine der beliebtesten Arten im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder und eine vielseitige Wahl für naturnahe Gärten. Neben ihr findest du dort auch die Gewöhnliche Felsenbirne sowie die Kahle Felsenbirne, die ähnliche Eigenschaften aufweisen.
Besonders interessant ist sie durch ihre frühe Blüte als Nahrungsquelle für Insekten, ihre dekorativen Früchte und die auffällige kupferrote Herbstfärbung, die ihr auch ihren Namen verleiht.
Alternative Namen und Namensherkunft
Die Kupfer-Felsenbirne ist auch bekannt als:
-
Kanadische Felsenbirne
-
Korinthenbaum
Der botanische Name lautet Amelanchier lamarckii.
Die Bezeichnung „Felsenbirne“ lässt sich wie folgt erklären:
-
Ähnlichkeit von Blüten und Früchten mit der Birne
-
Bezug zu natürlichen Standorten auf steinigen Böden
Der Zusatz „Kupfer“ beschreibt die auffällige Herbstfärbung, bei der sich das Laub in warme, kupferrote Töne verfärbt.
Natürliches Vorkommen
Ursprünglich stammt die Art aus dem Nordosten Amerikas.
In Europa gilt sie als Neophyt und ist vor allem aus Gärten verwildert. Vorkommen finden sich gelegentlich:
-
an Waldrändern
-
in lichten Gehölzstrukturen
-
auf eher sauren Böden
In Deutschland ist sie nicht ursprünglich heimisch, wird aber stellenweise in der freien Natur beobachtet. Entsprechende Nachweise finden sich auch in botanischen Datenbanken wie FloraWeb.
Eine Bewertung im Rahmen der Roten Liste erfolgt nicht, da die Art nicht zur ursprünglichen heimischen Flora zählt.
Verwendung & Giftigkeit der Kupfer-Felsenbirne
Die Kupfer-Felsenbirne wird hauptsächlich als Ziergehölz verwendet und bietet gleichzeitig einen gewissen ökologischen Mehrwert.
Die Früchte sind:
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essbar
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geeignet für Marmelade, Saft oder Likör
-
mild süß im Geschmack
Zu beachten ist:
-
Samen und Blätter enthalten geringe Mengen an Giftstoffen
-
insgesamt gilt die Pflanze als nicht stark giftig
Kupfer-Felsenbirne im Garten
Im Garten zeigt sich die Kupfer-Felsenbirne als anspruchslos und vielseitig.
Standort
Sonnige bis halbschattige Lagen sind ideal.
Boden
Geeignet sind:
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sandig-lehmige Böden
-
nährstoffreiche Substrate
-
gut durchlässige Standorte
Wuchs
Die Pflanze wächst als Großstrauch oder kleiner Baum und erreicht:
-
bis etwa 6 m Höhe
-
bis etwa 6 m Breite
Der Wuchs ist locker und kann je nach Standort variieren.
Verwendung im Garten
Typische Einsatzbereiche sind:
-
Heckenpflanzung
-
Einzelstellung
-
Hangbepflanzung
Zusätzliche Vorteile:
-
weiße Blüten im Frühjahr
-
attraktive Herbstfärbung
-
wichtige Nahrungsquelle für Vögel
Schnitt & Pflege
Die Pflanze ist pflegeleicht und gut schnittverträglich.
Ein Rückschnitt ist möglich:
-
zur Formgebung
-
zur Verjüngung
👉 Gesetzlicher Hinweis Hecken (Deutschland):
Radikale Rückschnitte sind nur im Zeitraum
1. Oktober bis 28./29. Februar erlaubt.
Leichte Pflegeschnitte sind ganzjährig möglich, sofern keine Tiere gestört werden.
Winterhärte der Kupfer-Felsenbirne (USDA-Zone)
Die Kupfer-Felsenbirne ist sehr robust und gut an unser Klima angepasst.
Sie gilt als:
-
winterhart bis etwa -30 °C bis -35 °C
-
entsprechend USDA-Zone 4
Ein zusätzlicher Schutz ist in der Regel nicht notwendig.
Nutzen für Bienen und weitere Insekten
Die Pflanze bietet einen soliden Nutzen für verschiedene Insektenarten.
Sie liefert:
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Nektar: 2/4
-
Pollen: 1/4
für:
-
Wildbienen
-
Honigbienen
Besonders wichtig ist die Blütezeit im Frühjahr, da sie eine frühe Nahrungsquelle darstellt.
Zusätzlich profitieren:
-
Vögel von den Früchten
-
der Garten insgesamt durch mehr Vielfalt
Fazit
Die Kupfer-Felsenbirne ist ein vielseitiges Gehölz, das sowohl optisch als auch ökologisch überzeugt.
Sie eignet sich besonders für:
-
naturnahe Gärten
-
strukturreiche Pflanzungen
Ihre Stärken liegen in:
-
der einfachen Pflege
-
der hohen Winterhärte
-
der dekorativen Wirkung über mehrere Jahreszeiten
Kaufen
Die Pflanze ist im Handel sehr gut verfügbar und gehört zu den am häufigsten angebotenen Felsenbirnenarten.
Bezugsquellen sind vor allem:
-
Online-Baumschulen
-
größere Pflanzenhändler
Wenn möglich, ist der Kauf bei regionalen Baumschulen empfehlenswert.
Hinweis:
Für einen höheren ökologischen Nutzen kann es sinnvoll sein, auch heimische Alternativen wie die Gewöhnliche Felsenbirne zu berücksichtigen.
FAQ zur Kupfer-Felsenbirne
Ist die Kupfer-Felsenbirne essbar?
Ja, die Früchte sind essbar und können verarbeitet werden.
Ist die Kupfer-Felsenbirne giftig?
Sie gilt als nicht stark giftig, Samen und Blätter sollten dennoch nicht verzehrt werden.
Wie groß wird die Kupfer-Felsenbirne?
Sie erreicht etwa 6 Meter Höhe und Breite.
Wann darf man sie schneiden?
Stärkere Rückschnitte sind nur zwischen Oktober und Februar erlaubt.
Ist sie bienenfreundlich?
Ja, sie bietet im Frühjahr Nahrung für verschiedene Insekten.
Bedeutung heimischer Pflanzen
Auch nicht heimische Arten wie diese können einen Beitrag im Garten leisten. Dennoch sind heimische Pflanzen besonders wichtig, da viele Insekten auf sie spezialisiert sind.
Eine Kombination aus verschiedenen Gehölzen sorgt für einen stabilen und vielfältigen Lebensraum.















