⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨☆☆☆


Bewertung: 6,3 / 10 ⭐

 

Nektar: 2/4
Pollen: 2/4

Bezugsquellen (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzen für Dich – LINK

Eggert-Baumschulen – LINK

Bezugsquellen (Samen)


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Lonicera fragrantissima

Pflanzenfamilie: Geißblattgewächse

Pflanzenart: Kleinstrauch

Verwendung: Heckenpflanze, Einzelstellung, Balkon- und Terrassenpflanze

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: normal, hoch

max. Höhe: 2 m

max. Breite: 1,5 m

Blühfarbe: gelb, weiß

Blühzeitraum: Januar – April

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: kiesig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

winterhart, giftig, windunempfindlich


⭐ Bewertung: Kombination aus Nektarwert, Pollenwert, Blütezeit, Blühdauer und Herkunft (heimisch oder nicht)


Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima)

Die Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.
Weitere Arten der Heckenkirschen, wie die Rote Heckenkirsche, findet ihr hier.


Alternative Namen und Namensherkunft

Die Pflanze ist unter verschiedenen Namen bekannt:
Duft-Heckenkirsche, Winter-Geißblatt, Winter-Heckenkirsche.

Der wissenschaftliche Name lautet Lonicera fragrantissima.
Der Beiname fragrantissima bedeutet „sehr duftend“ – ein Hinweis auf die intensiv duftenden Blüten.


Wohlriechende Heckenkirsche – Natürliches Vorkommen

Der Strauch ist nicht heimisch.
Ihr Ursprung liegt in China, wo sie in Laub- und Niederwäldern wächst.

In Mitteleuropa ist sie ausschließlich als Zierpflanze verbreitet, gelegentlich verwildert sie in Siedlungsnähe.


Verwendung und Giftigkeit

Die Wohlriechende Heckenkirsche dient ausschließlich dekorativen Zwecken.
Eine Nutzung z. B. als Heilpflanze ist nicht bekannt.

Giftigkeit:
Die roten Beeren sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden.


Die Wohlriechende Heckenkirsche im Garten

Die Pflanze gehört zur Familie der Geißblattgewächse und zeichnet sich durch ihre extrem frühe Blütezeit aus:
Schon ab Januar erscheinen cremeweiße bis gelbliche Blüten, die einen süßen Duft verströmen – oft die erste Blütequelle des Jahres.

Bevorzugte Standortbedingungen:

  • Boden: mäßig nährstoffreich, humos, frisch bis mäßig feucht

  • Standort: Sonne bis Halbschatten

  • Wuchs: bis ca. 2 m hoch und 1,5–3 m breit

Der Strauch ist robust, vital und sehr anpassungsfähig.


Anwendung im Garten

Geeignet als:

  • Heckenpflanze

  • Soltärstrauch / Einzelstellung

  • Pflanze für Terrasse oder Balkon (im großen Kübel)

Die Kombination aus Winterblüte und Duft macht sie zu einem wertvollen Struktur- und Schmuckgehölz.


Wohlriechende Heckenkirsche schneiden

Das Geißblattgewächs ist sehr schnittverträglich.

Empfehlung:

  • Formschnitt direkt nach der Blüte (Februar–April)

  • Späterer Schnitt kann die Blütenanlage für das Folgejahr reduzieren

Starke Verjüngungsschnitte sind möglich, wenn der Strauch verkahlt oder aus der Form geraten ist.


Winterhärte (USDA-Zone)

Die Pflanze ist voll winterhart.

  • USDA-Zone: 5
    → frosthart bis ca. –28 °C

Ein Winterschutz ist nicht notwendig.


Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Aufgrund der frühen Blütezeit ist der Strauch besonders wertvoll für:

  • Hummelköniginnen

  • Mauerbienen

  • weitere polylektische Arten (z.B. Holz- und Honigbienen)

Sie liefert Nektar und Pollen, wenn sonst kaum Blüten vorhanden sind.
Für spezialisierte Wildbienen ist sie allerdings weniger geeignet, da sie nicht heimisch ist.


Fazit

Die Wohlriechende Heckenkirsche ist ein attraktiver Winterblüher, der in milden Wintermonaten die ersten Farbtupfer und Düfte in den Garten bringt.
Ökologisch ist sie wertvoll für früh fliegende Insekten, ersetzt jedoch keine heimischen Arten.
Als pflegeleichter, duftender und robuster Kleinstrauch ist sie eine schöne Ergänzung für Natur- und Hausgärten.


Wohlriechende Heckenkirsche kaufen

Die Pflanze ist gut erhältlich und wird von vielen Online-Baumschulen angeboten.
Bezugsmöglichkeiten finden sich im Steckbrief.

Empfehlung:
Wo immer möglich, regionale Baumschulen bevorzugen – kurze Wege, robuste Pflanzen und bessere CO₂-Bilanz.


FAQ

Ist die Wohlriechende Heckenkirsche heimisch?
Nein, sie stammt aus China.

Ist Lonicera fragrantissima giftig?
Ja, insbesondere die roten Beeren sind giftig.

Wie groß wird die Duft-Heckenkirsche?
Bis ca. 2 m hoch und je nach Schnitt 1,5–3 m breit.

Wann blüht die Pflanze?
Von Januar bis April.

Ist die Heckenkirsche winterhart?
Ja, bis etwa –28 °C (USDA-Zone 5).

Kann man sie im Kübel halten?
Ja, in ausreichend großen Töpfen sehr gut möglich.


Bedeutung heimischer Pflanzen

Auch wenn Lonicera fragrantissima früh blüht und vielen Insekten hilft, haben heimische Pflanzenarten die deutlich größere ökologische Bedeutung.
Spezialisierte Wildbienen benötigen heimische Pollenquellen, auf die sie evolutionär angepasst sind.
Für eine wirklich wirksame Förderung der Artenvielfalt sollte die Heckenkirsche daher immer durch heimische Blühsträucher ergänzt werden.