Bewertung: gut

 

Nektar: 2
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Bezugsquellen* (Zwiebeln)

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Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name latein: Colchicum autumnale

Pflanzenfamilie: Zeitlosengewächse

Pflanzenart: Blume

Verwendung: Steingarten, Unterpflanzung

Standort: Sonne, Halbschatten

Wasserbedarf: hoch, normal

max. Höhe: 20 cm

max. Breite: 5 cm

Blühfarbe: rosa, violett, weiß

Blühzeitraum: August, September

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: sandig, lehmig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: nährstoffreich, kalktolerant, kalkhaltig

Feuchteeigenschaften: frisch, mäßig feucht, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

heimisch, winterhart, giftig, windunempfindlich


 

Die Herbstzeitlose oder Herbst-Zeitlose ist eine von mehreren hundert Pflanzen im auf Wildbienen spezialisierten Pflanzenfinder.

 

Alternative Namen und Namensherkunft

Für diese Pflanze gibt es sehr viele alternative Bezeichnungen. Einige davon sind zum Beispiel Seilose, Obdachlose, Zitloesebluem, Leichenblum

und Hexenschlote.

Die Herbstzeitlose ist dem Krokus sehr ähnlich.. Der Begriff „zitelose, zitlose“ bezeichnet im Allgemeinen Frühlingsblumen, insbesondere den Krokus.

Anders als dieser blüht die Herbstzeitlose im Herbst. Der Name dient also zur Abgrenzung von den im Frühjahr blühenden „Zeitlosen“.

 

Verwendung und Giftigkeit

Die Herbstzeitlose enthält einen Mix aus giftigen bzw. tödlichen Stoffen. Wie die meisten giftigen Pflanzen wird auch sie in pharmazeutischen Präparaten

verwendet. Der in der Pflanze enthaltene Stoff Colchicin spielt hierbei die wichtigste Rolle. Er wird in Arzeneimitteln gegen Gicht eingesetzt.

Eine eigenständige Anwendung ist strengstens untersagt. Beim Gärtnern sollten Handschuhe getragen werden und der direkte Mundkontakt vermieden

werden. Problematisch ist vor allem die Verwechslungsgefahr mit dem Bärlauch. Standort und Blätter sind nahezu identisch. Der Verzehr von Blättern

der Herbstzeitlosen kann zum Tode führen. Sowohl bei Mensch als auch Tier (Weidevieh) ist also Vorsicht geboten. Mehr zur Unterscheidung von

Bärlauch, Herbstzeitloser und Maiglöckchen (auch ähnlich) ist hier zu finden.

 

Die Herbstzeitlose im Garten

Aufgrund ihrer späten Blütezeit von August bis November ist die Pflanze trotz ihrer Giftigkeit hochinteressant.

Andere spätblühende Pflanzen sind zum Beispiel die Fette Henne oder der Efeu.

Fakt ist, dass das Zeitlosengewächs eine Bereicherung für jeden Garten darstellt.

Die Blume ist ein echter Hingucker im naturnahen Garten. Mit ihren wunderschönen Blüten kann sie so manches Gärtnerherz höher schlagen lassen.

Die Pflanze wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, humosen Böden. Diese können bzw. sollten eher feucht, aber auf jeden Fall

wasserdurchläsig sein. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort.

Eine Anwendung kommt als Unterpflanzung von Laubbäumen oder im Steingarten in Frage.

Aber auch für Balkone und Terrassen ist die Herbstzeitlose sehr gut geeignet. Sie lässt sich ohne Probleme in einem Kübel anpflanzen

bzw. als Zwiebelgewächs stecken.

 

Bedeutung für Wildbienen und andere Insektenarten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Insbesondere für die Hummeln ist sie dabei eine echte Hilfe.

Wozu Nektar und Pollen benötigt werden? Das erfahrt ihr im Abschnitt Lebensweise.

Kurzum, die Herbstzeitlose ist aufgrund ihres Aussehens und ihres Nutzens eine echte Alternative.

Eine Alternative zu insektenunfreundlichen Pflanzen, die des Öfteren in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zu finden sind.

Vollständige und weiterführende Informationen zur Pflanze findet ihr auf Wikipedia.